Menden. Für die Sportlerin des Jahres stehen die Kandidatinnen. Darunter eine treffsichere Fußballerin, talentierte Handballerin, super Schwimmerinnen und erstklassige Läuferin.

Treffsichere Fußballerin, talentierte Handballerin, super Schwimmerinnen und erstklassige Läuferin: Auch in diesem Jahr würdigen der Stadtsportverband Menden, die Stadt Menden, das Stadtmarketing und die Westfalenpost bei der Veranstaltung „Best of Sports“ die Sportler des Jahres. Die Nominierungen stehen fest.

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Am 24. Februar beginnt das WP-Voting auf der Seite des Stadtmarketings und dauert bis zum 10. März. Danach wird feststehen, wer als Sportler, Sportlerin und Mannschaft des Jahres 2024 ausgezeichnet wird. Gelüftet wird dieses Geheimnis allerdings erst im Rahmen der Veranstaltung „Best of Sports“ am 21. März. Wir stellen Ihnen in den kommenden Tagen die Nominierten der drei Kategorien (Sportler, Sportlerin, Mannschaft) vor – Weiter geht es mit den Sportlerinnen des Jahres.

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Johanna Sellmann (SV Oesbern): Sie ist seit Jahren eine der torgefährlichsten Fußballerinnen in Menden. Allein in der Hinrunde der Saison 2024/25 erzielte sie 21 Treffer für den SV Oesbern. Mit der Torausbeute steht sie aktuell auf Platz zwei der besten Schützinnen der Fußball-Westfalenliga in dieser Spielzeit.

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„Durch ihre Athletik und ihren Antritt ist sie immer torgefährlich. Du kannst dich gefühlt darauf verlassen, dass sie jede zweite Chance im Kasten unterbringt“, sagt Matthias Schneider, Sportlicher Leiter des SVÖ. In der vergangenen Saison steuerte Sellmann 30 Tore dazu und war damit maßgeblich an der Endplatzierung auf Rang fünf beteiligt. Momentan ist sie auf gutem Weg, die Marke erneut zu erreichen oder sogar zu knacken.

Fußball Frauen-Westfalenliga, Saison 2023/24, SV Oesbern (gelbe Trikots) - SV Fortuna Freudenberg, Kunstrasenplatz, Sportplatz Am Habicht in Menden am 26. Mai 2024, Foto: Dietmar Reker / Sportpresse Reker / honorarpflichtiges Foto
Johanna Sellmann vom SV Oesbern bejubelt einen ihrer vielen Treffer in der Fußball-Westfalenliga. © Dietmar Reker | WP

„Sie zeichnet sich aber nicht nur über die Treffer aus. Johanna spielt sehr mannschaftsdienlich und konnte mit ihrer Übersicht bereits mehrmals als Vorlagengeberin glänzen“, erklärt Schneider. Die Angreiferin entpuppte sich schon früh als „Glücksgriff“ und ist mittlerweile eine der Führungsspielerinnen im Team.

Zudem ordne sich die 25-Jährige immer der Mannschaft unter. „Sie ist sehr loyal und gesellig. Hoffentlich wird sie uns noch viele Tore beschenken“, betont der Sportliche Leiter des SV Oesbern.

Coleen Dirksmeier (Mendener Schwimmverein 03): Die 19-jährige Schwimmerin machte bei den Südwestfälischen Meisterschaften auf sie aufmerksam, als sie sich über 100 Meter Brust den Sieg in der offenen Klasse holte. Zudem gewann sie bei diesem Wettkampf über 200 m Brust die Bronzemedaille. „Das Brustschwimmen ist ihre absolute Stärke“, sagt ihre Trainerin Melanie Dirksmeier.

Bereits in jungen Jahren sicherte sich Coleen Dirksmeier einige Erfolge, bis sie eine Schulterverletzung ausbremste. Vor sechs Jahren, im Alter von 13, begannen die Probleme. Seitdem mache sich alles dafür, um wieder an ihre Bestzeiten heranzukommen. Ganze vier Jahre, geprägt von Höhen und Tiefen, kämpfte sie mit der Verletzung. „Es war schon ein harter Kampf, bei dem manche Tränen geflossen sind“, erzählt die Trainerin.

MSV bei NRW-Meisterschaften
Coleen Dirksmeier (links) und Jonas Rinscheidt überzeugen bei den NRW-Meisterschaften in Wuppertal.  © MSV | Melanie Dirksmeier

Mittlerweile ist die 19-Jährige aber wieder voll einsatzfähig und setzte bei den Nordrhein-Westfälischen-Meisterschaften neue persönliche Bestzeiten. „Sie befindet sich wieder auf einem sehr guten Leistungsniveau“, sagt Melanie Dirksmeier. Über 200 m Brust sicherte sie sich dort Platz vier und über 50 m Rang sechs. Zudem trainiert die Schwimmerin seit einiger Zeit eine Breitensportgruppe im Verein. „Coleen ist über die gesamte Zeit dran geblieben und hat das Training konsequent durchgezogen“, erklärt ihre Trainerin.

Sarah Schäperklaus (Marathon-Club Menden): Viermal Westfalenmeisterin, dazu ein zweiter Platz und ein erfolgreiches Abschneiden bei den Deutschen Meisterschaften. Sarah Schäperklaus gehört seit Jahren zu der Lauf-Elite im Sauerland, dies untermauerte ihr Trainer und Vorsitzender des Marathon-Club Menden, Hans-Jürgen Kasselmann. „Insgesamt hat Sarah eine beeindruckende sportliche Entwicklung in 2024 hingelegt, die sie mit Perspektive für 2025 bis in die erweiterte deutsche Spitze geführt hat.“

Über das vergangene Jahr sammelte sie einen Erfolg nach dem anderen. Erste Plätze folgten bei dem Langstrecken-Wettkampf in Rheine über 10.000 Meter, beim Halbmarathon in Nordkirchen, beim fünf Kilometer Straßenlauf in Dülmen und bei den Cross-Lauf-Meisterschaften in Paderborn. Dazu holte sie Rang zwei beim zehn Kilometer Straßenlauf in Coesfeld.

15 Kilometer Lauf, Silvesterlauf Werl - Soest am 31.12.2024, Zielankunft, Marktplatz Soest
Sarah Schäperklaus vom Marathon-Club Menden hat auch vergangenes Jahr wieder gezeigt, dass sie zur Lauf-Elite im Sauerland gehört. © Dietmar Reker | WP

Anfang des vergangenen Jahres schloss sie die Deutschen Meisterschaften in Leverkusen über 10 Kilometer Straße auf Platz 26 ab, die Langstrecke in Wassenberg auf Rang elf und die Cross-Meisterschaften in Riesenbeck auf Platz acht. „Sarah hat einen unglaublichen Charakter und Ehrgeiz. Ich muss sie eher bremsen als motivieren“, sagt ihr Trainer. Nebenbei trainierte sie wie im Vorjahr weiterhin eine Kindergruppe bei ihrem Stammverein TV Neheim.

Thea Schulte (SG Menden Sauerland Wölfe): „Wenn es nicht so gut läuft, gucken die anderen auf der Platte schon mal, was Thea macht“, sagt Thore Leestmann, Trainer der B-Juniorinnen der SG Menden Sauerland Wölfe. Sie sei allerdings keine Spielerin, die sich in den Vordergrund stellt, ergänzt der Coach. Im vergangenen Sommer stieg die junge Handballerin mit ihrer Mannschaft in die Jugendbundesliga auf.

Im entscheidenen Spiel gegen die SV Salamander Kornwestheim 1894 steuerte sie unter anderem vier Tore bei. In der bisherigen Saison kam sie im Jahr 2024 in sieben Partien auf 34 Treffer. Gerade im Rückspiel gegen den VfL Oldenburg erwischte sie einen Sahnetag und warf den Ball zehnmal ins Netz.

Handball Jugendbundesliga B-Jugend weiblich, Hallenrunde 2024/2025, SG Menden Sauerland Wölfe (rote Trikots) - BV Borussia 09 Dortmund, Sporthalle Walramstraße in Menden am 08. Februar 2025
B-Juniorin Thea Schulte von der SG Menden Sauerland ist bereits in jungen Jahren ein Vorbild für ihre Mitspielerinnen. © Dietmar Reker | WP

„Thea ist in einer trainigsfleißigen Mannschaft eine der fleißigsten, die sich alles hart erarbeitet hat“, erklärt Leestmann. Neben dem Aufstieg im Vorjahr wurde Schulte zudem zum Stützpunkt des Deutschen Handballbunds eingeladen. In Heidelberg durfte sie ihr Können unter den Augen des anwesenden Trainers der Frauennationalmannschaft, Markus Gaugisch, zeigen.

„Sie hat bereits einen sehr hohen Handball-IQ und Sachverstand“, betont ihr Coach. Auch arrangierte sich Schulte des Öfteren zur Chefin auf der Platte, ergänzt Leestmann. Außerdem wurde die Mendener Handballerin im vergangenen Jahr für die Westfalenauswahl des Jahrgangs 2009 nominiert.

Katrin Harnischmacher (SV Bieber 76 Lendringsen): Zum wiederholten Mal zeigte Katrin Harnischmacher auch im vergangenen Jahr eine erfolgreiche Leistung. Bei den Deutschen Kurzbahnmeisterschaften in Wuppertal über 1500 Meter Freistil belegte sie in 17:57,68 Minuten den 20. Platz. Rang 26 erzielte sie bei den Deutschen Freiwassermeisterschaften über 5.000 m.

Sie absolvierte die Distanz in 1:02:39,64 Stunden. Die Kreisrekorde sicherte sie sich über 800 und 1500 m Freistil in 9:23,50 beziehungsweise in 17:42,64 Minuten. Harnischmacher belegte im vergangenen Jahr Platz 43 in der deutschen Bestenliste über 1500 Meter Kraulen. „Das ist echt eine Nummer. Die Zeit kam zustande, weil ich sie überreden konnte, die Distanz zu schwimmen“, sagt ihr Trainer Georg Weingarten.

Schwimmen Menden Sprints 2024, Hallenbad in Menden am 16. November 2024
Katrin Harnischmacher vom SV Bieber Lendringsen nimmt jede Woche hartes Training auf sich, um sich bei Wettkämpfen immer wieder selbst zu übertreffen. © Dietmar Reker | WP

Da ihre Zeit über 5000 Meter bei den deutschen Langestreckenmeisterschaften im Freiwasser, wo sie 20. wurde, so überzeugend waren, legte ihr Weingarten die 1500 Meter ans Herz. Er schrieb ihr über sechs Wochen spezielle Trainingspläne. Es folgten Rekorde. „Sie war gedanklich durch und hatte sich voll auf die NRW-Meisterschaften eingestellt. Wir haben es dann aber versucht“, so Weingarten. Der Aufwand, den Harnischmacher betreibt, wenn man bedenkt, dass sie nebenbei noch im Triathlon trainiert und an den Start geht, ist aller Ehren wert.