Menden/Iserlohn. „Jetzt ist der Punkt erreicht, wo es reicht“ – Dem türkischen Verein droht der Rauswurf aus der Kreisliga. Die Zeit, um die Strafen zu zahlen, droht abzulaufen.
Muss der Tabellenzweite der Fußball-Kreisliga A VTS Iserlohn bald den Zwangsrückzug antreten? Das steht momentan im Raum, denn der Vorstand des Fußballkreises Iserlohn wird im Laufe der Woche ein Verbandsausschlussverfahren gegen den Verein anstoßen. Das steckt dahinter.
Horst Reimann ist eigentlich ein besonnener und geduldiger Mensch. Doch auf das Thema VTS Iserlohn angesprochen, ist es mit der Ruhe vorbei. Zu sehr hat der ambitionierte A-Ligist den Kreisvorsitzenden in den vergangenen Wochen geärgert. Grund sind Schulden, die der Verein gegenüber dem Fußballkreis hat. „Seit Wochen versuche ich jemanden vom VTS zu erreichen. Aber weder auf Anrufe, noch auf Mails wird reagiert. Jetzt ist der Punkt erreicht, wo es reicht“, findet der Iserlohner deutliche Worte. Bereits in den Offiziellen Mitteilungen wurde dem Verein angedroht, dass ein Verbandsausschlussverfahren drohen würde.
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Ausschluss aus dem Spielbetrieb droht VTS Iserlohn
Dann würde der Verein die Mitgliedschaft im Fußball- und Leichtathletikverband Westfalen verlieren und würde vom Spielbetrieb ausgeschlossen. Reimann hat dem Verein eine Frist bis Mittwoch gesetzt, dann wird das Anliegen nach Kaiserau weitergeleitet. Eine erste Frist hat der Verein bereits verstreichen lassen. „Ich bin es leid. Der Verein holt sich die teuersten Spieler zusammen, sieht sich aber nicht in der Lage, seine Strafen zu zahlen“, schimpft Reimann und ergänzt: „Auch den anderen Vereinen im Kreis gegenüber ist dieses Verhalten nicht akzeptabel. Alle Klubs zahlen pünktlich ihre Ausstände, nur von denen kommt nichts.“
Bereits in der Vergangenheit habe es immer mal wieder Schwierigkeiten gegeben. „Wenn es nur ein paar Euro sind, drücken wir auch mal ein Auge zu, wenn es zu spät kommt. Aber beim VTS hat es sich summiert. Da gab es ja in der Hinrunde zwei Pyro-Vorfälle, die allein schon eine Geldstrafe in Höhe von 500 Euro mit sich gebracht haben“, gibt Reimann zu bedenken.
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Antrag geht am Mittwoch nach Kaiserau
Sollte sich von Vereinsseiten bis Mittwoch niemand melden, wird das Verbandssportgericht über den Ausschluss des VTS entscheiden. „Damit habe ich dann nichts mehr zu tun, das ist eine Entscheidung der Sportgerichtsbarkeit“, sagt der Kreisvorsitzende.
Folgt der Verband dem Antrag des Fußballkreises Iserlohn, würde der VTS aus der Kreisliga A verschwinden, alle ausgetragenen Spiele aus der Wertung genommen. Gleiches gelte dann auch für die zweite Mannschaft in der Kreisliga C.
Zuletzt sorgte der VTS für Schlagzeilen, da er sich in der Winterpause mit zahlreichen Spielern verstärkt hat. Unter anderem mit vier Brasilianern, die dort in der zweiten und dritten Liga gespielt haben sollen.