Menden. Die Kandidaten stehen fest: Ab dem 24. Februar beginnt das WP-Voting für die Veranstaltung Best of Sports. Wir stellen Ihnen die Nominierten vor.
Aufstrebende Talente, Sportlegenden und begnadete Arbeitstiere: Auch in diesem Jahr würdigen der Stadtsportverband Menden, die Stadt Menden, das Stadtmarketing und die Westfalenpost bei der Veranstaltung „Best of Sports“ die Sportler des Jahres. Die Nominierungen stehen fest.
Am 24. Februar beginnt das WP-Voting auf der Internetseite des Stadtmarketings und dauert bis zum 10. März. Danach wird feststehen, wer als Sportler, Sportlerin und Mannschaft des Jahres 2024 ausgezeichnet wird. Gelüftet wird dieses Geheimnis allerdings erst im Rahmen der Veranstaltung „Best of Sports“ am 21. März. Los geht es mit den Sportlern.
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Mats Schürmann (Marathon-Club Menden): Der 18-Jährige lebt und liebt den Ausdauersport. Er fing mit dem Schwimmen an, wechselte irgendwann zum Laufen und kombinierte beides mit dem Triathlon beim Marathon-Club Menden. Mittlerweile hat er sich schließlich auf die dritte der drei Disziplinen festgelegt – das Radfahren. Mit Erfolg: Er holte sich den Gesamtsieg beim NRW Mountainbike Cup in der Altersklasse U19.
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„Er ist ein richtig hoffnungsvolles Talent, was das Radfahren anbetrifft“, sagt Hans-Jürgen Kasselmann, Vorsitzender des MCM. Für den Verein, dessen Radsport-Abteilung sehr klein ist, ist der Erfolg von Schürmann aus dem Jahr 2024 von großer Bedeutung. Vor allem auch, weil der junge Sportler sich erst seit kurzer Zeit auf den Radsport fokussiert. „Er hat sich die Auszeichnung zum Sportler des Jahres verdient, weil er sich gegen die arrivierten Vereine durchgesetzt hat“, erklärt Kasselmann.

Schürmann trainiere sehr hart, um im Radsport erfolgreich zu sein. Als großer, drahtiger Sportler habe er die perfekten körperlichen Voraussetzungen. Schürmann bemüht sich gerade außerdem um eine Rennlizenz, mit der er in Deutschland an allen von BDR-Vereinen angebotenen Radsportveranstaltungen teilnehmen kann. Gleichzeitig macht der 18-Jährige aktuell eine Ausbildung als Radmechaniker bei „2-Rad Dünnebacke“ in Menden.
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
Dominik Flor (SG Menden Sauerland Wölfe): Er ist ein Vorzeige-Handballer, wie er im Buche steht. Der Rechtsaußen der SG Menden Sauerland Wölfe ist seit langer Zeit eine Stütze im Team. „Er war schon ein sehr guter Jugendspieler, hat frühzeitig in Soest dritte Liga gespielt und war lange dort. Dann ist er nach Menden zurück und war nach seiner Rückkehr immer Leistungsträger des Teams“, sagt sein Trainer Ralf Heinemann.
Er würde Flor normalerweise im Profibereich ansehen, sein Engagement bei den Wölfen hänge aber auch mit seiner Lebensweise zusammen. Zudem stach der Rechtsaußen in der Vorsaison mit einer außergewöhnlichen Trefferquote hervor. Die Spielzeit 2024/25 markiert nicht nur ein weiteres Kapitel in seiner Karriere, sondern möglicherweise auch den Abschluss seiner aktiven Zeit auf der Platte, bevor er sich in den wohlverdienten „Handballruhestand“ verabschiedet.

Nicht nur seine Mitspieler profitieren von seiner Erfahrung, sondern auch sein Coach. „Das ist ein Spieler, bei dem man sich als Trainer keine Gedanken machen muss, wie ich eine Vorbereitung organisiere, damit die Spieler topfit sind – Dominik Flor ist immer topfit. Dafür sorgt er mit Zusatzeinheiten alleine. Sonst könnte er auch nicht so lange auf dem Niveau Handball spielen“, betont Heinemann. Er sei ein Vorbild für junge Spieler, die mal Profi werden wollen, ergänzt sein Coach.
Erhard Kemper (Marathon-Club Menden): „Das ist nicht der klassische alte Mann“, sagt Hans-Jürgen Kasselmann und beschreibt damit den Dauerläufer Erhard Kemper. Denn er ist im wahrsten Sinne des Wortes ein Dauerläufer. Mit seinen 79 Jahren ist er seit mehreren Dekaden für den Marathon-Club Menden aktiv. Und ist jedes Jahr in seiner Altersklasse bei den Deutschen Marathon-Meisterschaften vorn mit dabei.
In der Altersklasse M75 holte er dort in diesem Jahr den fünften Platz. Bei den Westfalenmeisterschaften im Halbmarathon ging er sogar als Sieger nach Hause. „Er ist ein Beispiel für Fitness und für lebenslanges Laufen. Es ist ja nicht selbstverständlich, dass die Knochen so lange halten“, betont Kasselmann. Kemper läuft jeden Tag, hält sich bis heute in Topform und macht keine Anzeichen, in nächster Zeit aufzuhören.

Über all die Jahre blieb Kemper weitestgehend verletzungsfrei und fuhr als ältester Läufer des MC Menden zahlreiche Erfolge ein. „Er hat immer noch den Biss und den Ehrgeiz, den man eigentlich nur bei jungen Leuten erwartet. Für mich ist er ein herausragender Altersklassen-Sportler“, betont der Vorsitzende und ergänzt: „Allein für dieses Durchhaltevermögen, verdient er aus meiner Sicht die Auszeichnung als Sportler des Jahres.“
Michael Peters (SV Bieber Lendringsen): Mit 25 Jahren war Michael Peters im vergangenen Jahr die Nummer 59 in Deutschland über 50 Meter Kraulen. Dies ist eine Strecke, die fast jeder Schwimmer in Deutschland absolviert. Insgesamt belaufe sich die Anzahl laut Georg Weingarten, erster Vorsitzender des SV Bieber Lendringsen, auf ungefähr 20.000 Personen.
„Davon ist Michael der 59. schnellste gewesen. Das finde ich schlichtweg herausragend“, betont der Vorsitzende. Gerade die hohe Trainingsmoral würde Peters auszeichnen. „Er ist in jedem Training da und leitet auch das Krafttraining innerhalb des Vereins“, sagt Weingarten.
Zudem belegte er Platz zwei bei den NRW-Meisterschaften über 50 m Freistil in einer Zeit von 23:79 Sekunden. Bei den Deutschen Meisterschaften über 50 m Freistil erzielte er den 26. Rang (23:74 Sek.) und bei den Deutschen Kurzbahnmeisterschaften in derselben Disziplin und Distanz Platz 27 (23:09 Sek.).

Auch sicherte sich Peters die Kreisrekorde über 50 und 100 m Freistil in 23:09 beziehungsweise 51:71 Sekunden. „Michael trainiert dreimal die Woche im Wasser, was für das Leistungsniveau absolut wenig ist. Eigentlich zu wenig. Ähnlich qualifizierte Schwimmer üben fünf- bis neunmal die Woche“, betont Weingarten. Er mache den Unterschied aber mit zweimal Kraft- und einmal Konditionstraining wieder wett.
Jonas Rinscheidt (Mendener Schwimmverein 03):„Ich mag Jonas sehr und schätze ihn sehr hoch ein“, sagt Georg Weingarten. Im vergangenen Jahr gewann Rinscheidt das „Elimination Race“ in Dortmund. Dort ließ er unter anderem auch einige internationale Konkurrenten hinter sich. Für Weingarten ist aber eine Sache noch höher zu werten, und zwar seine Qualifikation für die Deutschen Kurzbahnmeisterschaften.
Die Rede ist hier von einer offenen Klasse über 100 Meter Lagen, die „Paradedisziplin“ des 21-Jährigen. In den vergangenen Jahren habe er sich stetig weiterentwickelt, erklärt Weingarten. Dabei zeichne ihn besonders sein Ehrgeiz aus, sagt seine Trainerin Melanie Dirksmeier. „Er versucht immer das Beste aus sich herauszuholen und sich immer höhere Ziele zu setzen.“

Im vergangenen Jahr nahm er sich über 100 m Lage vor, unter die Eine-Minute-Marke zu kommen. Über Wochen und Monate steigerte sich der 21-Jährige stetig um ein paar Zehntel. Bei den Kurzbahnmeisterschaften sollte es dann so weit sein. Mit einer leichten Erkältung an diesem Tag beendete er das Rennen in 1:00,60 Minuten und verpasste damit nur knapp die „magische Mark.“ In der Gesamtwertung landete er mit diesem Ergebnis auf Rang 50. „Jonas ist immer total fokussiert und bei jedem Training am Start“, betont Dirksmeier.