Berlin. Die Ambanis sorgen mit ihrem Luxus immer wieder für Staunen. Hinter dem Erfolg steht die Mutter des reichsten Manns Asiens: Kokilaben.
Diese Familie muss sich keine Sorgen um hohe Lebensmittelpreise oder Energiekosten machen: Die Ambanis sind so reich, dass sie im Luxus schwelgen. Jetset, Partys, Pomp und Promis – das sind die Grundzutaten ihres Lifestyles XXL. Angeführt wird Indiens Ambani-Club von Mukesh Ambani, dem reichsten Mann Asiens.
Er verwöhnt seine Kinder, Schwiegerkinder, Enkel und natürlich auch seine Frau Mama: Kokilaben Ambani, mittlerweile 90 Jahre alt, eine mit Winkewinke-Händchen gern gesehene Greisin, die nicht nur Pink liebt, sondern auch teure Luxusautos. Das Erstaunliche: Ihrem Image als bodenständige Übermutter schadet es ganz und gar nicht.
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Kokilaben Ambani wird von ihrer Familie geradezu vergöttert. Wo die Matriarchin auftritt, am liebsten in Knallbonbon-Rosa, wird sie von den Familienmitgliedern umringt und fröhlich umtanzt. Auf den Verlobungsfeiern von Anant Ambani und Radhika Merchant, die sich in diesem Jahr über Monate zogen, war sie immer wieder der Mittelpunkt. Für Bollywood wäre die „good old mama“ sicher auch ein Gewinn.
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Doch das große Brimborium rund um die Ambanis ist kein Film, sondern Realität in einem der ärmsten Länder der Welt, in dem laut Statistik mehr als 200 Millionen Menschen unterhalb der Armutsgrenze leben. Kokilaben, die neben Cadillacs auch exklusive Designermode liebt und über ein wahres Arsenal an Luxushandtaschen verfügt, wie in der indischen Boulevardpresse zu lesen ist, sei allerdings nicht mit goldenem Löffel im Mund aufgewachsen. Ihr Lebensweg zeige beispielhaft, dass es in Indien eben klappen kann mit dem glanzvollen Aufstieg vom Nobody zur Neu-Reichen.
Kokilaben, so berichten indische Medien, stammt aus einfachen Verhältnissen. Sie wurde 1934 geboren, zu einer Zeit, als Indien noch britische Kolonie war. Ihr Vater war Angestellter im Telegrafenamt und ihre Mutter Hausfrau. Die Bildungschancen für Mädchen waren zu dieser Zeit begrenzt, und Kokilaben konnte nur bis zur zehnten Klasse unterrichtet werden, so lesen sich die Eckpunkte ihrer Kindheit und Jugend. Mit der Liebe änderte sich dann vieles, wobei das zunächst nicht wirklich absehbar war.
Kokilaben Ambani: So verlief der Aufstieg aus einfachen Verhältnissen
Dass sie an der Seite von Dhirubhai, den sie 1955 heiratete, einmal zum international bekannten Business-Paar aufsteigen sollte – wer hätte das geahnt? Dhirubhai Ambani, der 1932 in einem kleinen Dorf als Sohn eines Dorfschullehrers geboren wurde, hat nur als einfacher Bezinverkäufer an einer Zapfsäule angefangen. Doch da bereits habe er wohl schon gerochen, dass mehr geht. Schon bald gründete Dhirubhai Ambani die „Reliance Commercial Corporation“, damals noch ein Unternehmen, das sich auf den Import von Polyestergarn und den Export von Gewürzen in den Jemen konzentrierte.
Dhirubhair gründete 1966 in Eigenregie die Firma „Reliance Textiles Industries“. Es war der Weg hin zum Unternehmensriesen. An seiner Seite Kokilaben, auch für sie sollte sich das Leben rasant ändern: Von nun an war sie fürs gesellschaftliche Parkett vorgesehen. Ihr Mann stellte eiach wnen Englischlehrer ein, damit sie auf internationaler Bühne sicher smalltalken konnte.
Ambani-Matriarchin liebt Luxus und traditionelle Werte
Kokilaben war anscheinend ein Naturtalent in Sachen Selbstdarstellung: Laut indischer Presse wurde sie auch deshalb so gemocht, weil sie trotz Bling-Bling immer an ihren traditionellen Werten und Bräuchen festgehalten habe. Obwohl die Matriarchin bald in einer Welt lebte, die weniger von Spiritualität als von Luxus dominiert wurde, sahen die Inder sie weiterhin als einfache Frau, die mit viel Kraft und Liebe vier Kinder groß gezogen hatte – Mukesh, Anil, Nina Kothari und Deepti Salgaocar. Sohn Mukesh hat laut Schätzungen ein Vermögen von 116 Milliarden US-Dollar (etwa 109 Milliarden Euro) anhäufen können – und belegt damit Platz zwölf auf dem Bloomberg-Index der reichsten Menschen der Welt.
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Immer sei sie ihrem Mann, der sich im big business erst behaupten musste, eine Stütze gewesen, berichtet die indische „Times Now“. Dass es im Film „Guru“ von 2007 über den Kampf eines indischen Geschäftsmannes allerdings um die Story von Dhirubhai und Kokilaben Ambani gehe, wurde von vielen Seiten dementiert.
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Die Frau, die auch im hohen Alter noch äußerst wach herüberkommt, ist übrigens eine der wenigen Bewohnerinnen des Ambani-Turms in Mumbai. Dieser als „Reich-Turm“ verschriene Wohnkomplex birgt auf 27 Etagen, die sich auf 174 Meter Höhe erstrecken, mit Spa, Sport und einem extra Schneezimmer alles, was man für einen Disney-Film bräuchte. Obwohl sich schon die engsten Familienmitglieder dort häuslich eingerichtet haben, blieb auf den 37.000 Quadratmetern Wohnfläche noch ein Plätzchen für die Matriarchin frei.
Kokilaben wird auch hoch angerechnet, dass sie ein eigenes Krankenhaus gegründet hat, das Kokilaben Dhirubhai Ambani Hospital in Mumbai – ein hochmoderner Medizinkomplex, in dem es einfach für jedes Leiden Hilfe gibt, wie es scheint: Neben den klassischen Abteilungen wie Innere und Chirurgie sind auch Abteilungen für Psychiatrie, Genetik, Natumedizin und auch Kosmetologie vorhanden.
Sollte die Großmatriarchin also mal gesundheitlich nicht so auf der Höhe sein – die Klinik, die als „beste Multispezialklinik“ mit Superlativen für sich wirbt, wird ihr sicher die beste Therapie angedeihen lassen. Und für die gute Laune lässt Sohn Mukesh dann vielleicht auch noch ein Cabrio springen.