Duisburg/Köln. Trainer Hirsch sieht beim 0:0 im Ligahit positive Aspekte. Doch die Zebras bleiben im dritten Spiel in Folge sieglos. Ein Kommentar.

Ist das jetzt bereits eine Ergebniskrise? Drei Spiele in Folge hat der MSV Duisburg nun in der Fußball-Regionalliga schon nicht gewonnen. Zudem blieb die Mannschaft von Dietmar Hirsch zum ersten Mal in dieser Saison in einem Pflichtspiel ohne eigenen Treffer. War es also wirklich das „Sch...spiel“, das ein MSV-Fan beklagte, als er mit seinen Begleitern das Südstadion verließ?

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Der Eindruck mag sich aufdrängen, weil der Unterhaltungsfaktor über 90 Minuten doch eher überschaubar war. Chancen hatte der MSV vor der Pause überhaupt nicht, aber auch im zweiten Durchgang ließen sie sich an einer Hand abzählen. Die Meinungen, ob das in einem nominellen Topspiel so ausreicht, gehen vermutlich auseinander. Trainer Hirsch war mit der Leistung vor dem Wechsel zufrieden, betonte den Umstand, „nichts zugelassen“ zu haben. Das lag, wenn man ehrlich ist, auch an der guten Leistung von Max Braune, der sich nach den jüngsten Wacklern wieder sehr stabil zeigte.

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Die großen Fragezeichen stehen hinter der Offensive. Egal ob Malek Fakhro oder Gerrit Wegkamp vorn drin aufgeboten wird, in Szene gesetzt werden beide zu selten. Auch die Premiere von Kilian Pagliuca hat daran nichts geändert. Ein vermeintlicher Hoffnungsträger wie Jonas Michelbrink steht gar nicht im Kader. Auf die Frage, woran das lag, antwortete Dietmar Hirsch schmallippig, das habe man „so entschieden“. Eine Erklärung sieht anders aus.

Der Rückhalt der Fans ist ungebrochen, das zeigt auch die große Zahl jener, die mit nach Köln gereist waren. Es ist aber klar, dass alle, die am kommenden Samstag in die Arena kommen, gegen den SC Wiedenbrück erwarten als „nichts zugelassen“ zu haben. Der Druck wächst.