Bestnote “AAA“ bleibt: Das Land sei auch in der Krise gut aufgestellt, so S&P. Konkurrenz Moody's hatte im Juli die Aussicht gesenkt.

Frankfurt/Main. Die führende Ratingagentur Standard & Poor's stärkt Deutschland in der Schuldenkrise den Rücken. Sie bestätigte am frühen Donnerstag die Spitzenbonität von „AAA“. „Unserer Meinung nach hat Deutschland eine breit aufgestellte und wettbewerbsfähige Wirtschaft, die die Fähigkeit bewiesen hat, schwere wirtschaftliche und finanzielle Schocks zu verkraften“, begründete S&P seine Haltung. Das Land habe sowohl die Wiedervereinigung gestemmt als auch die Rezession 2009 gemeistert.

+++ Moody's stuft Deutschlands Ausblick auf "negativ" zurück +++

+++ Moody’s droht Bundesländern – Kreditwürdigkeit auf dem Prüfstand +++

Die weitere große Ratingagentur Moody's denkt momentan darüber nach, ob sie Deutschland die Spitzenbonität aberkennen soll – wegen der unsicheren Aussichten in der Schuldenkrise. Moody's hat den Ausblick für die Bundesrepublik dazu auf „negativ“ gesetzt. Standard & Poor's dagegen hält am „stabilen“ Ausblick fest. Das bedeutet: Es besteht hier derzeit keine Gefahr einer Abstufung der Kreditwürdigkeit.

+++ Ratingagentur Moody's droht Deutschland – zu Recht? +++

+++ Warum Zinsen auch ohne „AAA" niedrig sein können: Fragen & Antworten +++

Ein gutes Rating ist am Kapitalmarkt wichtig. Je besser die Note, desto niedriger sind im Allgemeinen die Zinsen , die ein Schuldener zahlen muss. Deutschland gilt als sicherer Hafen in der Eurozone und kann sich zu entsprechend günstigen Konditionen Geld leihen. Jüngst war es Deutschland sogar gelungen, eine Staatsanleihe mit negativer Rendite unter die Investoren zu bringen. Im Klartext: Das Land zahlt weniger zurück als es sich geliehen hat. (dpa/abendblatt.de)