Köln. Der Platzverweis gegen Lukas Podolski vom 1. FC Köln im Spiel gegen Hertha BSC zieht eine Strafe von mindestens einem Spiel nach sich. Nach der Roten Karte gegen den Nationalspieler hat sich “Poldis“ Widersacher für ein geringes Strafmaß ausgesprochen.

Lewan Kobiaschwili, Kapitän von Fußball-Bundesligist Hertha BSC, hat sich für eine milde Bestrafung des Kölners Lukas Podolski nach dessen Platzverweis am Samstag ausgesprochen. Kobiaschwili (34) und Podolski (26) waren in der Partie zwischen Köln und Berlin (0:1) in der 76. Minute wegen einer handgreiflichen Auseinandersetzung von Schiedsrichter Guido Winkmann des Feldes verwiesen worden. "Es gab keinen Schlag oder ähnliches. Es war harmlos. Der Platzverweis war zu hart – für mich und Podolski", sagte Kobiaschwili der Zeitung "BZ" (Montagausgabe).

Die Behauptung von Winkmann, er sei von Podolski am Hals gewürgt worden, stimme nicht, erklärte der Georgier. "Davon habe ich nichts gemerkt. Er war danach in der Kabine. Wir haben gesprochen und uns die Hand gegeben. Damit ist das Thema erledigt", sagte der Hertha-Mittelfeldspieler, der mit einer Gelb-Roten Karte bestraft wurde. Podolski erhielt die Rote Karte, die zweite für einen Kölner nach Mato Jajalo (66. Minute) in diesem Spiel.

Die Disziplinarkommission des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) wird voraussichtlich am Montagnachmittag das von ihr geforderte Strafmaß für Podolski bekannt geben. Mit Kobiaschwilis entlastender Aussage könnte sich die Sperre für Podolski auf ein Spiel belaufen. Die Gelb-Rote Karte, die der Berliner erhielt, zieht automatisch eine Sperre von nur einer Partie nach sich. (dapd)