Sprockhövel/Hattingen. Die Betreiber des „Sukhothai“ in Sprockhövel gehen neue Wege. Michael Gerhardt erklärt den Plan – und warum der Standort nicht in Hattingen ist.
Die drei Macher des Restaurants Sukhothai in Niedersprockhövel haben jetzt ein weiteres Restaurant eröffnet: in Bochum. Warum sie auf vegetarisches und veganes Essen setzen, Fleisch aber auch zu haben ist. Und warum beispielsweise Hattingen als Standort nicht infrage gekommen ist.
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Ehrenamtliches Engagement für Hattingen
„Am 1. April wird das Sukhothai 15 Jahre alt, das läuft gut“, sagt Michael Gerhardt, der im Verein „Hattinger für Hattingen“ eine treibende Kraft ist – und der gemeinsam mit Jan Schotte und Till Grönemeyer, Neffe des Sängers Herbert Grönemeyer und Sohn des Arztes Dietrich Grönemeyer, das Sprockhöveler Thai-Restaurant betreibt. Mit der Eröffnung jetzt „wollten wir noch mal neue Wege gehen“.
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Hattingen kommt für ihn als Standort gerade nicht infrage, weil „wir hier ganz neu anfangen müssten. In Bochum ist das Blondies etabliert. Und es passt zu unserer Ideologie. Für ein Restaurant in Hattingen fehlen uns auch die Leute. Wir möchten es nicht in fremde Hände geben.“ Sowohl das Sukhothai in Sprockhövel als auch das Blondies in Bochum verantwortet als Geschäftsführer Jan Schotte. Auch andere Mitarbeitende „haben Stallgeruch“.
Veganes Essen und Kinder-Wunschaktionen
Vom Gastraum bis zur Küche hat das Betreiberteam das übernommene Bochumer Lokal kernsaniert, dabei aber darauf geachtet, dass das Ambiente des Lokals an der Hattinger Straße alternativ bleibt.
Der Fokus der Küche liegt auf veganen und vegetarischen Speisen. „Aber wir bieten auch eine Fleischalternative an, machen es also genau andersrum. Denn normalerweise sind in vielen Restaurants die Speisen mit Fleisch und es gibt eine vegetarische oder vegane Alternative“, erklärt Gerhardt, der sich sehr für Kinder einsetzt - mit Schultüten-Aktion, Weihnachtswünsche-Aktion und mit der „Wünsch Dir was“-Aktion für Kitas.
„Wir möchten Brücken bauen“
Mit diesem Engagement für Kinder hat er die Zukunft im Blick - so auch mit der Restaurant-Idee. Denn er setzt mit seinen Kollegen bei Burgern, Currys und Co. auf Veganes und Vegetarisches. „Man sollte sich dieser Küche nicht verschließen. Denn in Zeiten des Klimawandels ist sie mehr als nur eine Alternative - und wird immer häufiger gefragt sein“, meint Gerhardt. Er verteufelt das Fleischessen nicht, ist aber der Meinung, dass auf die Herkunft des Fleisches zu achten ist. Also: Lieber seltener Fleisch essen, dafür aber auf Regionalität, Haltung und vor allem die Lieferkette achten.
„Wir möchten Brücken bauen und zeigen, wie vielseitig, kreativ und geschmackvoll veganes Essen sein kann“, ist sich Michael Gerhardt mit seinen Kompagnons einig.
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