Oscar-Preisträger Michael Moore („Bowling for Columbine“) holt in seiner neuen Doku „Capitalism: A Love Story“ die Akteure der Krise vor die Kamera.

Los Angeles. Der amerikanische Dokumentarfilmer Michael Moore stellt seinen bissigen Humor erneut unter Beweis. Sein neuestes Werk wird „Capitalism: A Love Story“ heißen, gab das Studio Overture Films bekannt.

In einer Mitteilung frotzelt der Oscar- Preisträger („Bowling for Columbine“), dass es an der Zeit gewesen sei, einen „Beziehungsfilm“ zu drehen. „Es wird der perfekte Date Film sein. Er hat alles – Lust, Leidenschaft, Romantik und 14.000 Jobs, die jeden Tag gestrichen werden.“ Es handle sich um eine „verbotene Liebe“ namens Kapitalismus, kommentiert Moore.

Die satirisch-böse Abrechnung mit denen, die aus Moores Sicht an der Finanz- und Bankenkrise schuld sind, läuft in den USA Anfang Oktober an. In Deutschland soll der Film am 22. Oktober starten. Im Juni hatte Moore für den damals noch namenlosen Film in einem Vorschau-Video zu einer großzügigen Spende aufgerufen. Bitte helfen Sie denen, die von der Wirtschaftskrise schwer getroffen wurden, bettelt der Doku-Filmer in dem Video grinsend und hält eine Spendenbüchse für verarmte Banker, Manager und Vorstandsbosse bankrotter Konzerne hoch.

Bereits in seinem ersten kritischen Film „Roger and me“ (1989) stellte Moore den US-Autoriesen General Motors an den Pranger. Darin ging es von allem um GM-Boss Roger Smith. Moore stammt aus Flint, Michigan, der Heimatstadt des Autoherstellers. 1998 setzte der 55-Jährige seinen Kreuzzug gegen das Big Business mit „The Big One“ fort. Dabei nahm er Entlassungen und Arbeitsplatzverlagerungen, etwa beim Sportartikelhersteller Nike, ins Visier. dpa

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