Osthelden. Die Bürgerenergiegenossenschaft Siegen-Wittgenstein plant mit einem Windrad. Der größere Teil des Windparks entsteht jenseits der Kreisgrenze.

In Osthelden will Naturenergie Siegen-Wittgenstein ein Windrad errichten. Der Standort auf dem Rindhagen liegt westlich des Hofs Berghof – dort, wo die Stadt schon vor fast zehn Jahren über eine Windkraft-Konzentrationszone erwogen, am Ende aber nicht ausgeschlossen hat: Anlagen an dieser Stelle wären aufgrund der Topographie kilometerweit zu sehen, erinnert die Verwaltung an ihre damalige Argumentation. „Störungen der Bevölkerung angesichts des abendlichen Sonnenstandes könnten nicht ausgeschlossen werden.“ Der Abstand zur Ortslage Osthelden beträgt mindestens 1300 Meter.

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Die Naturenergie GmbH ist ein Unternehmen der Bürgerenergiegenossenschaft Siegen-Wittgenstein, an dem die Siegener Versorgungsbetriebe und der Siegerlandfonds der Sparkasse beteiligt sind. Das in Osthelden an der Stadtgrenze zu Wenden geplante Windrad würde Teil eines Windparks, zu dem mehrere Anlagen auf dem Gebiet des Kreises Olpe gehören. Dort plant die kommunale „Erneuerbare Energien Beteiligungs- und Entwicklungsgesellschaft im Kreis Olpe“ auf Flächen der Waldgenossenschaft Altenhof.

Stadt Kreuztal will weder zustimmen noch ablehnen

Kreuztal hat bisher nur ein Windrad auf dem Ewigen Fuhrmann bei Littfeld. Von Plänen, im neuen Regionalplan südlich des Kindelsbergs einen Windenergiebereich auszuweisen, ist die Bezirksregierung auf Drängen der Stadt Kreuztal abgerückt. Aktuell planen die Grünwerke Düsseldorf den Windpark Hoher Wald an der Stadtgrenze Kreuztal/Hilchenbach/Kirchhundem. Der Standort in Osthelden ist im Regionalplan nicht als Windenergiebereich vorgesehen. Aktuell müsste die Kreisverwaltung die Bauvoranfrage dennoch genehmigen. In den nächsten Tagen allerdings wird der Bundestag eine Änderung des Bundesimmissionsschutzgesetzes beschließen. Dann wird die Kreisverwaltung auf Weisung der Bezirksregierung wieder Voranfragen zurückstellen müssen, die Windräder außerhalb der vorgesehenen Windergiebereiche betreffen.

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Dem Infrastrukturausschuss, der sich damit am Montag, 3. Februar, ab 17 Uhr in der Weißen Villa befasst, rät die Verwaltung, zu der Bauvoranfrage, wie auch schon zum inzwischen vom Kreis genehmigten Baugesuch für den Hohen Wald, gar nichts zu sagen. Wenn die Frist zur Stellungnahme verstrichen ist, gilt das Einvernehmen der Stadt, das die Kreisverwaltung ohnehin „ersetzen“ könnte, als stillschweigend erteilt.

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