Eslohe. Für den Bau eines Ärztehauses in Eslohe sollen schon bald die Bagger anrollen. Was genau der Plan ist und wann die Eröffnung sein soll.
Schon im Frühjahr 2026 soll das neue Ärztehaus am Fischacker in Eslohe bezugsfertig sein. Das hat Bürgermeister Stephan Kersting jetzt angekündigt. Es stehe alles auf „Grün“, sagt er. Der Bauantrag sei durch, der Förderbescheid der Gemeinde bereits versendet. Kersting geht davon aus, dass bereits in Kürze die Bagger in der Nähe des Centershops anrollen werden, um mit dem Bau zu beginnen.
Zuletzt hatte CDU-Fraktionschef Dr. Rochus Franzen im Zusammenhang mit dem Projekt von einem Meilenstein für die ärztliche Versorgung in der Gemeinde Eslohe gesprochen. Einziehen werden in das Gebäude die beiden Ärzte Dr. Christof Struwe und Dr. med. Bastian Scherer. Sie betreiben seit einer Zeit eine Gemeinschaftspraxis an der Hauptstraße in der Nähe des Kreisverkehrs in der Ortsmitte. Dort seien die Räumlichkeiten allerdings sehr beengt, sagt Kersting.
Bei einem reinen Umzug der beiden Mediziner in das neue Ärztehaus wird es aber nicht bleiben. Ausgelegt ist das Projekt bewusst auf die weitere Zukunft der ärztlichen Versorgung in der Gemeinde Eslohe. Entsprechend wird die Immobilie nicht nur ausreichend Platz für Struwe und Scherer, sondern auch für einen dritten Arzt oder eine Ärztin bieten. Denn genau das ist das Ziel, das die Gemeinde mit ihrem Förderprogramm verfolgt, das sie im vergangenen Jahr aufgelegt hat: Einen weiteren Arzt für Eslohe zu gewinnen. „Ich glaube nicht nur, dass das gelingen wird“, sagt Kersting. „Ich bin mir da sehr sicher“, betont er. Vermutlich, so zeichne es sich bereits ab, werde schon unmittelbar nach der Eröffnung im Frühjahr 2026 ein dritter Arzt die Praxisräume beziehen.
Alle anderen Ärzte in der Gemeinde Eslohe seien von Anfang an in diesen Prozess mit eingebunden gewesen, betont der Bürgermeister. Und allesamt hätten sie ihn mitgetragen. Er sei sehr zufrieden mit dieser Entwicklung, denn sie sei immens wichtig für die weitere ärztliche Versorgung in der Gemeinde Eslohe, so Kersting. Zur erfreulichen Entwicklung zählt Kersting auch die Tatsache, dass es im Ortsteil Wenholthausen zuletzt gelungen ist - unabhängig vom Förderprogramm der Gemeinde - den Fortbestand der dortigen Arztpraxis zu sichern. Wie berichtet hat dort Dr. Svenja Gehring die Nachfolge von Dr. Paul Stüeken angetreten und damit für einen nahtlosen Übergang bei der medizinischen Versorgung der Hölter gesorgt.
Die Förderrichtlinie, die beim Projekt am Fischacker Anwendung findet, hat der Gemeinderat bereits 2023 beschlossen. Verbunden mit diesem einstimmigen Votum war die Bereitstellung von 100.000 Euro im Haushalt. Anlass für die Förderrichtlinie war damals unter anderem das Bestrebe der beiden Ärzte Struwe und Scherer eine Gemeinschaftspraxis zu betreiben, die dann nach Vorstellung von Politik und Verwaltung das Potenzial für eine mögliche Erweiterung mit weiteren Ärzten haben soll.
„Ich bin sehr zufrieden mit dieser Entwicklung, denn sie ist immens wichtig für die weitere ärztliche Versorgung in der Gemeinde Eslohe.“
Hoffnung von Rat und Verwaltung
In einer Gemeinschaftspraxis könne eine Nachfolgeregelung leichter sein als in einzelnen Praxen, so die Hoffnung von Rat und Verwaltung damals. Weil aber klar war, dass für die Umsetzung und die Ansiedlung eines weiteren Arztes größere Räumlichkeiten benötigt würden, hatte Einigkeit geherrscht, einen solchen Prozess mit der Richtlinie finanziell zu unterstützen - eben mit dem Ziel damit mittel- bis langfristig die hausärztliche Versorgung für die gesamte Gemeinde Eslohe zu sichern. Dass der Handlungsbedarf groß und der Druck hoch ist, war nicht zuletzt in einer aktualisierten Risikobewertung des Landes deutlich geworden. Darin war die Gemeinde in die nächsthöhere Risikostufe gerutscht.
Die Kassenärztliche Vereinigung Westfalen-Lippe hatte das Vorgehen der Gemeinde ausdrücklich befürwortet. Insbesondere der infrastrukturelle Ansatz der Förderung werde dort als zielführend erachtet, hatte Bürgermeister Stephan Kersting seinerzeit betont.
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