Wenholthausen. Dr. Svenja Gehring ist die neue Hausärztin in Wenholthausen. Über ihre Pläne, die ersten Tage, ihre Pferde, ihre Kinder und sie selbst.

Dr. Svenja Gehring ist die neue Hausärztin in Wenholthausen. Sie hat vor Kurzem die Nachfolge von Dr. Paul Stüeken angetreten und damit für einen nahtlosen Übergang bei der medizinischen Versorgung der Hölter gesorgt. Seit Anfang September ist sie das neue Gesicht in der Praxis, die sie schon sehr bald vollständig übernehmen und sich damit einen Traum erfüllen will.

Frau Dr. Gehring, Sie waren zuvor in der Arztpraxis von Dr. Stüeken in Balve tätig. Warum ist Wenholthausen der richtige Ort für diesen Neuanfang?

Das kann ich so gar nicht sagen. Es hat sich so ergeben, dass die Praxis hier ist und ich bei Dr. Stüeken weiter angestellt bleiben kann. Wenholthausen selbst ist einfach ein schöner Ort mit einer tollen Praxis. Es ist das familiäre und ländliche, das mir sehr gut gefällt. Das ist schöner als diese großen Praxen mit ihren vielen Patienten.

Sie sind nun schon seit Anfang September hier. Was sind Ihre ersten Eindrücke?

Sehr positiv! Ich werde mit offenen Armen empfangen und bekomme oft gesagt, dass sich alle freuen. Alle haben Geduld. Ich muss mich noch in die ganzen Fälle einarbeiten, was im Moment noch etwas längere Wartezeiten bedeutet, da ich alle erstmal kennenlernen muss.

„Man kennt seine Patienten irgendwann alle persönlich und es ist weniger anonym als in vielen großen Praxen. Die Praxis hier ist einfach ein Traum.“

Dr. Svenja Gehring

Zum nächsten Jahr hin wird Dr. Stüeken vollkommen aufhören. Was wird sich da für Sie ändern? Haben Sie schon Pläne?

Aktuell bin ich nur drei Tage in der Woche in Wenholthausen. Die medizinischen Fachangestellten und ich werden donnerstags noch in Balve gebraucht. Dienstags werde ich auf jeden Fall im Altenwohnheim in Balve weiterarbeiten, da mir das sehr am Herzen liegt. Daher muss sich noch ergeben, wie es sich dann im nächsten Jahr gestaltet.

Dienstags möchten sie auf jeden Fall ihre Arbeit im Seniorenheim fortsetzen. Warum ist Ihnen die Arbeit dort so wichtig?

Ich mache einmal in der Woche persönlich feste Visiten. Die Senioren sind unendlich dankbar, dass man sich als Arzt kümmert, für sie da ist und ihnen zuhört. Auch, wenn es nur ein „Guten Morgen“ oder ein „Wie geht’s ihnen“ ist. Das ist wichtig, denn die Senioren kommen häufig zu kurz. Mir ist wichtig, dass für sie jemand da ist.

„Auch in Indien habe ich in einem Krankenhaus Erfahrungen gesammelt und chirurgisch viel erlebt“

Dr. Svenja Gehring

Warum ist es anders, in einer Dorfpraxis zu arbeiten und was ist das Schöne daran?

Das Schöne ist, dass es kleiner und übersichtlicher ist. Es gibt nicht diese große Masse an Patienten, bei der man einen schlechten Überblick hat. Man kennt seine Patienten irgendwann alle persönlich und es ist weniger anonym als in vielen großen Praxen. Und die Praxis hier ist einfach ein Traum.

Zuvor haben Sie in der Chirurgie gearbeitet. Was hat Sie in die Allgemeinmedizin getrieben?

Ich wollte immer in die ganzheitliche Medizin, bin aber in der Chirurgie hängengeblieben, da sie mir so viel Spaß gemacht hat. Auch in Indien habe ich in einem Krankenhaus Erfahrungen gesammelt und chirurgisch viel erlebt. Ich habe immer gesagt, ich mache die Chirurgie so lange, wie sie mir Spaß macht. Das waren nun 13 Jahre und dann wollte ich in die andere Richtung, sodass sich dann ergeben hat, noch zusätzlich den Facharzt für Allgemeinmedizin zu machen.

Was mögen Sie am liebsten am „Ärztin sein“?

Für die Menschen da zu sein und eine gute Versorgung zu schaffen. Das persönliche Miteinander, denke ich, bedeutet mir am meisten.

Wenn sie gerade keine Menschen verarzten, was machen Sie besonders gern?

Ich habe zwei Pferde, ein Pony und zwei Hunde. Die beschäftigen mich schon fast den Rest des Tages. Meine zwei Söhne studieren jetzt und machen ihre Ausbildung, daher habe ich für die Tiere nun sehr viel Zeit. Außerdem tanze ich gerne Standard und Latein in der Tanzschule.

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Wie lautet ihr Gruß an ihre neuen Patienten?

Ich freue mich riesig hier im Ort zu sein und auf die Zusammenarbeit mit den Menschen hier - auf das persönliche Miteinander. Ich hoffe, dass sie zufrieden sind mit meiner Arbeit und dass ich ihnen Gutes tun kann und gute Arbeit gewährleisten kann. Eine hochwertige und persönliche Medizin, das sind meine Ansprüche.

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