Duisburg. . Klaus Kirch fuhr 1955 als 13-Jähriger bei den Duisburger Stadtmeisterschaften im Seifenkistenrennen im Uhlenhorst mit. Nun will er an diesem Wochenende das Seifenkisten-Derby am Alsumer Berg als Zuschauer erleben.

Klaus Kirch ist ein Seifenkisten-Veteran. Der Neudorfer fuhr 1955 als gerade 13-Jähriger um die Duisburger Stadtmeisterschaft mit. Diese wurde damals noch auf der Uhlenhorststraße ausgetragen – genau wie die Rennen um die Deutsche Meisterschaft. An diesem Wochenende wird der inzwischen 72-jährige Kirch mit seinem älteren Bruder Wilfried, der extra aus Neuss anreist, nach Marxloh fahren. Denn auf der Alsumer Straße am Fuße des Alsumer Bergs steigt am Samstag und Sonntag das Duisburger Seifenkisten-Derby 2014. „Und ich bin froh und sogar ein wenig stolz“, sagt Kirch, „dass diese schöne Tradition bei uns in Duisburg wieder aufgepäppelt wird.“

Wenn sich der in Hochfeld aufgewachsene Kirch an seine eigene Seifenkiste erinnert, beginnt er zu lächeln. „Ich habe meine Kiste sofort wieder vor Augen.“ Mit seinem Bruder und Vater Josef hat er sie Anfang der 50er Jahre selbst zusammengezimmert. „Ein Bekannter der Familie war Schreiner, von dem haben wir die Holzbretter bekommen. Und auch die Lackierung hat uns ein Geschäftsfreund meines Vaters spendiert, der an der Krummacher Straße im Dellviertel eine Opel-Werkstatt hatte.“ Und als bekennender Opel-Fan hatte sich Kirch bei der Lackierung seiner windschnittigen Seifenkiste für die Farbkombination Weiß-Gelb entschieden – das sind die Rennsportfarben des Herstellers.

Die Spitze war aus Plexiglas gefertigt

Markant war auch die aus Plexiglas gefertigte Spitze der Seifenkiste. „Ich konnte mich so ganz tief hineinkauern, so dass ich fast vollständig in der Kiste verschwand. Dadurch wurde sie noch windschnittiger. Und durch die Plexiglasspitze sah ich die Rennstrecke und konnte auf die Ideallinie lenken“, erzählt Kirch.

Trotz dieser tollen Voraussetzungen reichte es für ihn nicht zum Gewinn des Stadtmeistertitels. „Mein bestes Ergebnis war glaube ich der 17. Platz.“ Serien-Sieger in dieser Zeit war ein junger Mann, dessen Seifenkiste allein vom Erscheinungsbild herausstach. „Der hatte einen zwei Meter langen Baumstamm, der von innen ausgehöhlt war – unschlagbar!“, so Kirch.

Und was machte für ihn die Faszination an den Seifenkisten aus? Der Senior antwortet sofort. „Na, vor allem das Bauen der Kiste, das Austüfteln – alles Handwerkliche. Aber das Fahren natürlich auch.“ Eine Urkunde von damals hat Kirch noch irgendwo daheim verstaut. Jetzt vor dem Derby will er sie mal wieder heraussuchen. . .

Parken an der Matenastraße

Die Organisatoren des Duisburger Seifenkisten-Derbys 2014 hoffen auf zahlreiche Zuschauer am Rande der Piste auf der Alsumer Straße. Anbei eine kleine Wegbeschreibung für alle Anreisenden.

Aus den Stadtbezirken Mitte, Süd und Meiderich wegen der Sperrung der A 59 in Richtung Norden am besten im Kreuz Kaiserberg oder Meiderich/Lirich auf die A 3 Richtung Arnheim auffahren, im Kreuz Oberhausen-West auf die A 42 Richtung Kamp-Lintfort, Ausfahrt Beeck raus, unten geradeaus auf die Hoffsche Straße, nach 200 Metern rechts auf die Alsumer Straße, Parkplätze auf der Matenastraße sind ausgeschildert. Von Baerl/Homberg aus auf die A 42 Richtung Dortmund, Ausfahrt Beeck, unten nach 200 Metern links in die Alsumer Straße.

Die Anfahrt zum Alsumer Berg kann nur aus Richtung Süden kommend erfolgen, da die Alsumer Straße aus nördlicher Richtung ab heute 12 Uhr für den Verkehr gesperrt ist. Auf der Straße Alsumer Steig wird das Fahrerlager errichtet. Samstag ab 10 Uhr steigen die Spaßrennen, am Sonntag dann ab 10.30 Uhr die DM-Qualiläufe.