Mit 45 Fotos: TuS Bommern glückt zweiter Coup gegen den ETSV
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Witten. Umkämpftes Derby geht mit 25:24 an die Grün-Weißen. Entscheidender Treffer zwei Sekunden vor Schluss. ETSV-Trainerin maßlos enttäuscht.
Der überraschende Erfolg aus der Hinrunde war offensichtlich keine Eintagsfliege. Auch im zweiten Verbandsliga-Derby der Saison behielten die Handballfrauen des TuS Bommern gegen Nachbar ETSV Witten knapp die Oberhand. Wenige Sekunden vor Schluss markierte Kreisläuferin Martha Wenzel den umjubelten Treffer zum 25:24 (11:11)-Sieg.
„Ich habe meiner Mannschaft vorher gesagt: Dieses Spiel gewinnen wir nur in der Abwehr“, so TuS-Coach Sebastian Razeng. Und angesichts der Leistung über 60 Minuten zollte er seinen Bommeranerinnen ein riesiges Lob: „Wir hatten immer den Willen in der Abwehr, auch noch den letzten Schritt zu gehen.“ In dieser Partie, die spielerisch gewiss kein Genuss war, schaffte es keines der beiden Teams, sich mit mehr als zwei Treffern abzusetzen. Spitz auf Knopf lief es bis in die heiße Schlussphase - und dort behielten die Grün-Weißen den kühleren Kopf.
TuS Bommern holt sich gegen ETSV Witten den Derby-Sieg
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TuS Bommern im Rückraum häufig durch Bernstein und Hillebrecht treffsicher
Hin und her wogte das Geschehen schon in Abschnitt eins. Der TuS Bommern legte ein 4:2 vor, gleich dreimal traf Josefine Bernstein aus dem Rückraum. Vor allem die zweite Reihe der Gastgeberinnen, auch Nina Hillebrecht, setzte dem favorisierten ETSV Witten arg zu, setzte immer wieder Nadelstiche. Nach einer Viertelstunde sorgte dann Anne Schumacher mit dem 6:5 für die erste Gästeführung, jetzt legte der ETSV fast durchweg ein Tor vor, Bommern jedoch konterte umgehend - bis zum 11:11-Pausenstand.
Nach dem Wechsel hatte zunächst Bommern Oberwasser - bis zum 15:14 (36.). Danach allerdings wurde der ETSV in seinen Aktionen stabiler, hatte in Linksaußen Lucy Peter eine verlässliche Schützin, ebenso wie Schumacher warf sie sechs Tore. „In der Phase waren wir nicht hart genug in den Zweikämpfen“, kritisierte TuS-Coach Razeng. Der ETSV Witten traf zum 22:20 (49.), dann zum 24:22 (56.). Das Team von Julia Lewe agierte jetzt sogar in Überzahl, war in Ballbesitz.
Das war heute die exakte Wiederholung des Hinspiels. In der ersten Hälfte war unsere Chancenverwertung nicht gut. Wir haben einfach viel zu nervös gespielt, zu viele falsche Entscheidungen getroffen.
Julia Lewe (34), Trainerin des ETSV Witten
Und doch schlichen sich wieder unnötige Fehler ins ETSV-Angriffsspiel, Bommern bekam noch mal eine Chance. Und die nutzten die Gastgeberinnen: Zwei Treffer steuerte Nina Hillebrecht bei - 24:24 (59.). Gästespielerin Melissa Reibold kassierte eine Zeitstrafe. Und dann fand der Ball durchs Zentrum zu Martha Wenzel, nach deren Treffer der TuS-Anhang aus dem Häuschen war.
„Das war heute die exakte Wiederholung des Hinspiels. In der ersten Hälfte war unsere Chancenverwertung nicht gut. Wir haben einfach viel zu nervös gespielt, zu viele falsche Entscheidungen getroffen“, war ETSV-Trainerin Julia Lewe maßlos enttäuscht. „Beim Sieg gegen Oespel-Kley waren wir so souverän - davon war heute gar nichts mehr da.“
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