Moers/Duisburg. Am Donnerstag stimmt die Politik ab, ob die Stadt Moers gegen die Deponie Lohmannsheide klagen soll. Einige Parteien positionieren sich klar.
Der Ausschuss für Stadtentwicklung, Planen und Umwelt (ASPU) berät am heutigen Donnerstag, 12. September, über die geplante Mülldeponie an der Halde Lohmannsheide. Nachdem sich bereits die Moerser Stadtverwaltung für eine Klage gegen das Vorhaben der Bezirksregierung Düsseldorf ausgesprochen hatte, haben sich Parteien im Vorfeld der Sitzung zu Wort gemeldet.
Weitere aktuelle Nachrichten aus Moers, Kamp-Lintfort und Neukirchen-Vluyn:
- Moers: Neuer Mietspiegel 2025 – Wo die Mieten am höchsten ansteigen
- Bahnhof in Moers: Zwei Neuerungen – so profitieren Pendler
- Adventskranz selber machen: Floristin verrät Tricks und Trends
- Events 2025 in Neukirchen-Vluyn: Termine stehen - das ist neu
- Und hier bekommen Sie alle News im Überblick.
Die SPD-Fraktion etwa äußert Unverständnis gegenüber der Haltung der Stadt Duisburg. Diese hatte angekündigt, sich nicht engagieren zu wollen, „obwohl die größte Gefährdung des Grundwassers durch die Deponie in dem von Natur geprägten Duisburger Stadtteil Baerl vorliegt“, monieren die Sozialdemokraten. Neben der Forderung einer eigenen Klage der Stadt Moers werben die Ratsmitglieder Mark Rosendahl und Anja Reutlinger auch um Spenden für eine Klage des Umweltverbandes BUND.
Folgt der Redaktion Moers auch auf Social Media:
- Ihr wollt keine Nachrichten mehr verpassen? Folgt der Redaktion Moers bei WhatsApp: Hier kostenlos den Kanal abonnieren.
- Uns gibt es auch bei Instagram. Mit einem Follow bleibt Ihr immer auf dem neuesten Stand.
Auch die Linke Liste in Moers hofft laut einer Mitteilung auf ein mehrheitliches Votum für eine Klage gegen den Planfeststellungsbeschluss. „Die Lebensqualität vieler Moerserinnen und Moerser steht auf dem Spiel, deshalb muss die Stadt Moers eine Klage einleiten“, wird der sachkundige Bürger Wolfgang Klinger zitiert. Die Fraktion sorgt sich um möglicherweise gefährliche Auswirkungen für Grund- und Trinkwasser und Biotope sowie ein hohes Lkw-Verkehrsaufkommen in Baerl, Meerbeck, Eick-Ost, Repelen, Homberg und Rheinberg. „Umweltaspekte, das Wohl der Bürgerinnen und Bürger und das Gemeinwohl muss Vorrang haben vor den Profitinteressen der Deponiebetreiber“, sagt Klinger.