Hohenlimburg. Norbert Höhne gehört zu den Kennern der Hohenlimburger Kulturszene. Seine Entlassung aus dem Werkhof birgt ein Risiko. Ein Kommentar.
Einen erfahrenen Kulturmacher wie Norbert Höhne einfach vor die Tür zu setzen, das ist kein guter Stil. Zumal sein Engagement das Werkhof Kulturzentrum über Jahre mit geprägt hat. Höhne setzte sich nicht nur für die Hohenlimburger Kulturszene ein, sondern verfügt auch über ein breites Netzwerk. Wer solch erfahrenes Fachpersonal herausdrängt, der muss sich seiner Sache sehr sicher sein. Frisches junges Blut an der Spitze ist nicht falsch und kann eingefahrene Strukturen aufbrechen. Doch so ein Schritt birgt auch Risiken, wie Beispiele aus der Hagener Kulturszene zeigen.

Jugend kein Erfolgsgarant
So kam in der Pelmke nach dem Rückzug von Urgestein Jürgen Breuer eine junge Chefin an die Spitze, die nach kaum zweieinhalb Jahren bereits wieder um Auflösung ihres Vertrages bat. Im Hasper Hammer kämpft eine Mitt-Vierziegerin als Kulturmanagerin gegen leere Reihen in der Kulturstätte. Im Theater an der Volme feiert Dario Weberg an diesem Wochenende seine Rückkehr als Intendant des Hauses, nachdem sein 21 Jahre jüngerer Vorgänger nach nur eineinhalb Jahren die Führung des Theaters wieder abgegeben hatte. Jüngeres Blut bringt nicht zwangsläufig Erfolg.
Neue Zielgruppen ansprechen
Man darf gespannt sein, wie der Umbruch im Werkhof unter einer neuen - jungen - Vorstandsspitze aussehen wird. An seiner Attraktivität für junge Zielgruppen zu arbeiten, das hat dieses Kulturhaus dringend nötig. So ist das Werkhof Kulturzentrum zwar etwa auf dem Sozialen Netzwerk „Instagram“ aktiv, doch gepflegt wird dieser Account nicht. Der letzte Post liegt dreieinhalb Jahre zurück.