Düsseldorf. Die europäische Stahlindustrie kämpft mit niedrigen Preisen bei einem zu großen Angebot. Die Situation wird durch Importe aus China verschärft.

Die Stahlproduktion in Deutschland ist angesichts der unsicheren globalen Wirtschaftsaussichten im ersten Quartal gesunken. Die Hütten erschmolzen mit gut elf Millionen Tonnen zwei Prozent weniger Rohstahl als ein Jahr zuvor, wie die Wirtschaftsvereinigung Stahl am Montag in Düsseldorf mitteilte. Im März ging die Produktion sogar um 4,4 Prozent auf knapp 3,9 Millionen Tonnen zurück.

Europäische Stahlindustrie kämpft seit Jahren mit niedrigen Preisen

Im Januar hatten noch Zuwächse zu Buche gestanden. Bislang prognostiziert die deutsche Stahlindustrie für dieses Jahr ein Wachstum der Rohstahlerzeugung um ein Prozent auf 43,3 Millionen Tonnen.

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Die europäische Stahlindustrie kämpft seit Jahren mit niedrigen Preisen bei einem zu großen Angebot. Die Situation wird derzeit durch wachsende Importe aus China verschärft. Das mit Abstand größte Stahlherstellerland kämpft ebenfalls mit hohen Überkapazitäten und versucht nach Branchenangaben, einen Teil des überschüssigen Stahls in Europa loszuwerden.

Die Stahlbranche hierzulande steht dabei angesichts der gut laufenden deutschen Konjunktur noch vergleichsweise gut da. Die Auslastung der Stahlwerke lag im ersten Quartal bei rund 90 Prozent, im März nach Verbandsangaben sogar bei 94 Prozent. (dpa)