Mülheim. . Wegen einer Verpuffung an einer Baustelle in einem Fußgängertunnel am Rhein-Ruhr-Zentrum kam es zu einem größeren Einsatz von Feuerwehr und Polizei. Ein Bauarbeiter erlitt Verletzungen. Die Unfallstelle muss zwölf Stunden gesperrt bleiben, so lange darf die U 18 dort nicht halten.
Gegen 12 Uhr wurden am Donnerstagmittag mehrere Verpuffungen an einer Baustelle in der Nähe des Rhein-Ruhr-Zentrums gemeldet. Ein Mann erlitt dabei schwere Verletzungen. Polizei und Feuerwehr fuhren einen Großeinsatz.
Derzeit ist die Baustelle im Fußgängertunnel unter der A 40 noch für Passanten bis auf Weiteres gesperrt, auch die U 18 hält derzeit nicht an der Haltestelle „Rhein-Ruhr-Zentrum.“
Keine Lebensgefahr
Nach Informationen von Feuerwehr und der MVG kam es bei vorbereitenden Bohrarbeiten für einen an der U-Bahn-Haltestelle geplanten Aufzugsschacht zu dem Vorfall. Eine im Auftrag der MVG eingesetzte Firma hatte mehrere Bohrlöcher in den Beton gesetzt und eine in solchen Fällen gebräuchliche Chemikalie eingefüllt, um den Beton zu sprengen. „Ein gängiges Verfahren“, so Sven Werner, stellvertretender Feuerwehrchef. Bei der eintretenden chemischen Reaktion gab es mehrere Verpuffungen, die noch weitergingen, als die Feuerwehr bereits vor Ort war. Ein Rettungswagen brachte den verletzten Mitarbeiter der Firma in ein Krankenhaus, wo er derzeit behandelt wird. Der 46-Jährige schwebt nach Angaben der Feuerwehr nicht in Lebensgefahr.
Die Feuerwehr war mit 35 Einsatzkräften, unterstützt von den Ehrenamtlern der Freiwilligen, vor Ort, konnte aber rasch nach und nach ihre Kräfte abziehen. Die Polizei hatte mittags den Bereich für den Verkehr abgesperrt. Auch die Abfahrt der A 40 zum Einkaufszentrum musste für den Feuerwehreinsatz zeitweise gesperrt werden. Die U-18 konnte teilweise die Haltestelle Rhein-Ruhr-Zentrum nicht passieren.
„Keine Gefahr im Verzug“
„Keine Gefahr im Verzug“, meldete die Feuerwehr schon gegen 13 Uhr. Da waren die fünf Spezialfahrzeuge, die zur Unfallstelle beordert worden waren, schon wieder abgerückt. Für die bei der Bohrung verwendete Chemikalie sehe das Sicherheitsmerkblatt allerdings vor, dass bei Vorfällen wie diesen die Unfallstelle zwölf Stunden lang ruhen und beobachtet werden soll, so Feuerwehrchef Sven Werner. Solange wird auch mindestens die Sperrung des Fußgängertunnels und die Einschränkung für die U 18 dauern.
Verpuffung am Rhein-Ruhr-Zentrum
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Die Buslinie 129 hält in dieser Zeit nur an der Haltestelle „Am Förderturm“; die Linie 138 nur am „Festival Garden“, teilte die MVG mit.
Die Mülheimer Verkehrsgesellschaft beginnt Mitte Mai mit einem umfangreichen Umbau der U-Bahn-Station Rhein-Ruhr-Zentrum zu einem barrierefreien Bahnhof, wofür die Bohrarbeiten im Vorfeld nötig waren. Wieso es zu der Verpuffung kommen konnte, wird derzeit noch von der Kriminalpolizei ermittelt. Auch das Amt für Arbeitsschutz war am Donnerstag vor Ort.
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