Open-Flair-Festival begeistert mit Kunst mitten in der Stadt
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Bochum. Das Open-Flair-Festival der Sparkasse belebte zum 16. Mal die Bochumer Innenstadt. Internationale Artisten und Akrobaten sorgten für Spaß. Der Bochumer Kleinkunstpreis geht an Jens Ohle (Profis) und Heart Buckboard (Nachwuchs).
Kunst und Kreativität mitten in der Stadt: Das Sparkassen-Festival „Open Flair“ ist längst eine Bochumer Institution. Am Wochenende verwandelten internationale Artisten und Akteure die Bochumer City bereits zum 16. Mal in eine kunterbunte Kleinkunstbühne.
Die singend-swingende „Jazzpolizei“, der Kalauer-König Brian O’Gott, die irischen Körperkünstler von Barren Carrousel, die LOL Brothers aus Kanada mit rockender Akrobatik, der skurrile holländische Cirque d’Ole oder der heimische Schulzirkus Ratz Fatz: „Unser Programm mit Fantasie, Akrobatik, Musik, Tanz und ganz viel Humor zog am Freitag und Samstag bei herrlichem Sonnenschein viele Menschen in seinen Bann“, zeigt sich Sparkassen-Sprecherin Sabine Raupach-Strohmann hochzufrieden mit dem Umsonst-und-draußen-Reigen.
Immer wieder wurden die Zuschauer auf dem Dr. Ruer-Platz in die Darbietungen einbezogen. Zwei Straßentheater hebt die Sparkasse besonders hervor: Der Marsch der belgischen Gänsekapelle mit ihrem watschelndem Federvieh und Ottfried, der holländische Stelzenläufer mit seinem feuerspeienden Drachen-Skelett, „bleiben unvergessen“.
Jonglage und coole Sprüche
Krönender Abschluss des Festivals ist traditionell die Verleihung des Bochumer Kleinkunstpreises. Die Gewinner 2014 heißen Jens Ohle (Profis) und Heart Buckboard (Nachwuchs). Im Finale setzten sich der Stand-Up-Comedian aus Hamburg und der mehrfache Deutsche Meister im Luftgitarrenspiel aus Berlin am Samstagabend vor 200 Gästen im Veranstaltungssaal der Sparkasse durch.
OpenFlair
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Saukomisch und spontan: Jens Ohles Akrobatik mit und auf der Leiter und seine Jonglage-Nummern mit Keulen, Bällen und Fackeln bilden lediglich die Basis, um das Publikum mit coolen Sprüchen anzubaggern und ins Programm einzubinden. Die Hamburger Schnauze serviert dabei auf jeden Zuruf Lachtränen produzierende Antworten: „Wenn Deine Frau mich als Bauchtänzer sehen will, dann musst du an dir arbeiten.“
Dritter Preis wird vom Publikum vergeben
Einen dritten Preis vergibt das Publikum in einer Abstimmung, deren Ergebnis Anfang dieser Woche bekannt gegeben wird. Dotiert ist der gesamte Wettbewerb mit 2000 Euro.
Poetry-Slammer „Sebastian 23“ führte höchst amüsant durch den Abend. Der Preisträger von 2006 ist längst ein Highlight des Kleinkunstpreises.
Die Jury – bestehend aus Vertretern der Bochumer Medien – sah Jens Ohle am Ende knapp, aber einstimmig vor den anderen Profis im Wettbewerb: Brian O’Gott, Jazzpolizei, Barren Carrousel, LOL Brothers und Cirque d’Ole.
Heart Buckboard ist für Christian Sweep nach eigenen Angaben kein Künstler-, sondern ein „Kampfname“. Als wahre Rampensau präsentierte sich der 37-Jährige folgerichtig den Gästen, denen er Unterwäsche und Grimassen um die Ohren haute, um dann viel Lärm mit nichts in der Hand zu machen. Ein perfekter Auftritt, mit dem er seine beiden Mitbewerber klar ausstach: Liedermacherin Eva Kalien aus Witten und Handstandakrobat Jakob Lohmann aus Wesel.
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