Hamburg. Der HSV-Boss zieht Konsequenzen aus der Pleite gegen Darmstadt und kündigt große Veränderungen unabhängig vom Klassenverbleib an.

Vorstandsvorsitzender Heribert Bruchhagen hat unabhängig vom Klassenverbleib größere Veränderungen im Kader des abstiegsbedrohten HSV angekündigt. "Dem HSV steht ein Umbruch bevor, das kann ich schon sagen. Was genau geschehen wird, darüber zu reden, ist es zu früh und jetzt auch nicht zielführend. Aber es wird sich einiges tun", sagte Bruchhagen vor dem wegweisenden Auswärtsspiel beim direkten Konkurrenten FC Augsburg am Sonntag (ab 15.30 Uhr bei Sky und im Liveticker auf abendblatt.de) der Welt am Sonntag.

"Habe keine Erklärung für das Darmstadt-Spiel"

Vor allem aufgrund der zuletzt schwachen Vorstellung beim 1:2 gegen Schlusslicht Darmstadt sieht sich der 67-Jährige zum Handeln veranlasst. "Ich habe keine Erklärung für das Darmstadt-Spiel. Speziell, dass wir so wenig Torchancen herausgespielt haben, hat mich besorgt gemacht. Natürlich fehlten wichtige Spieler, aber das darf gegen Darmstadt ja keine Ausrede sein. Das hätte ich nicht für möglich gehalten", meinte Bruchhagen, der erst im Dezember sein Amt beim HSV angetreten hatte.

Im Club sei derzeit die Furcht vor dem Sturz in Liga zwei spürbar. "Ob die Spieler Angst haben, weiß ich nicht, aber die Leute hier in der Geschäftsstelle, die von einem Abstieg unmittelbar betroffen wären, die haben mit Sicherheit Angst um den Verein. Ich übrigens auch, und alle, die hier Verantwortung tragen. Denn ein Abstieg hätte mit Sicherheit nachhaltige Auswirkungen auf den Club", sagte Bruchhagen.