Altkreis Brilon. Zusammenhalt im Altkreis Brilon: Zahlreiche Menschen bieten Hilfe im Angesicht des Coronavirus. Das sind die Hilfsangebote und Lieferservices.

Die Menschen im Altkreis Brilon rücken zusammen: Angesichts des Coronavirus und den Einschränkungen, die damit einhergehen, haben zahlreiche Briloner Hilfsangebote für Erkrankte, Risikopatienten oder Menschen in Quarantäne ins Leben gerufen.

SPD

„Ältere und kranke Menschen sind durch den Corona-Virus besonders gefährdet. Sie brauchen die Solidarität aller Bürgerinnen und Bürger“, warnt die SPD Brilon auf ihrer Website. Viele Initiativen zur Hilfe von Betroffenen oder Risikopatienten seien bereits angelaufen. „Wir wollen uns als SPD gerne anschließen. Wer in der kommenden Zeit in den eigenen vier Wänden bleiben muss oder unnötige Kontakte vermeiden möchte, der kann sich zwecks alltäglicher Erledigungen gerne bei uns melden“, verspricht die Partei. „Wir helfen gerne und werden dann versuchen, Unterstützung in Brilon und seinen 16 Dörfern über unsere Mitglieder zu koordinieren.“ Wer dieses Angebot in Anspruch nehmen möchte, kann sich bei Christoph Thüer unter 0151/17226375 oder Friedel Mönkemeyer unter 02961/9772755 melden. „Lasst uns diese nicht einfache Zeit gemeinsam und solidarisch bewältigen“, so die Partei in ihrem Statement.

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Dirk Wiese

Dirk Wiese bietet in den Sozialen Netzwerken ebenfalls seine Hilfe in seiner Heimat an. „Helfe auch gerne. Gerne auch bei Nachfragen rund um die Maßnahmen von Bund und Land. Einfach mir kurz eine Nachricht schicken“, schreibt er auf Facebook. Er versuche, umgehend zu antworten.

Bürgerhilfe Siedlinghausen

Eine Bürgerhilfehotline in Siedlinghausen startet am Mittwoch um 16 Uhr. Unter der Rufnummer 02983/9743985 können sich ältere Mitbürger, oder Einwohner die auf externe Hilfe angewiesen sind, aus Siedlinghausen melden. Dort wird eine Nachbarschaftshilfe für alle koordiniert, die sie in Anspruch nehmen wollen. Auch Freiwillige, die bei Aufgaben wie Telefondienst, Einkäufen oder ähnlichen Angeboten helfen wollen, können sich unter der angegeben Rufnummer oder direkt beim Ortsvorsteher Michael Mingeleers melden.

Auch in Grönebach,und anderen Orten organisieren sich Helfer. Außerdem wurden alle Ortsvorsteher der Winterberger Stadtteile angeschrieben. Auf der Seite winterberg.de/corona werden die Ansprechpartner für Hilfsaktionen in Kürze vom Stadtmarketing veröffentlicht.

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Iss Watt Fleischerimbiss

Der Iss Watt Fleischerimbiss bietet einen Lieferdienst für Menschen, die sich mit dem Coronavirus infiziert haben oder wegen eines Verdachts auf eine Infizierung unter Quarantäne stehen. „Dieser Service ist selbstverständlich kostenlos“, heißt es auf der Facebook-Seite des Geschäfts. Sollte es dazu kommen, dass der Imbiss schließen muss, werde – sofern möglich – auf einen Lieferdienst umgestellt. Die Hotline für die Bestellungen ist unter 0171/5601521 oder 02961/9893020 eingerichtet.

Bio Brilon

Auch der Bioladen am Derkeren Tor möchte in der Coronakrise einen Lieferservice anbieten. Mit einer Einkaufsliste könne man sich dahingehend an Lisa Brom, Inhaberin des Bioladens, wenden. „Auf die Idee bin ich gekommen, weil mir aufgrund des Einkaufsverhaltens sehr deutlich wurde, wo eine große Angst in der Bevölkerung liegt. Die Angst vor dem Abschnitt der grundlegenden Versorgung. Diese Angst wollte ich abmildern“, erklärt Lisa Brom auf WP-Nachfrage. „Niemand muss Hungern, niemand sollte sich darüber Sorgen machen müssen, ob er mittags etwas zu Essen auf den Tisch bekommt.“ Erkrankte, Menschen in Quarantäne und alle mit einem erhöhten Risiko bei einer Erkrankung würden beliefert. Die Einkaufsliste kann telefonisch unter 02961/6158 abgegeben werden, oder per Mail an die info@bio-brilon.de geschickt werden. Eine Lieferung sei allerdings erst in den Abendstunden möglich, da auch die Mitarbeiter des Bioladens auf die Schließung der Kindergärten und Schulen reagieren müssten. „Die Öffnungszeiten sind personell aufgrund erforderlicher Kinderbetreuung nicht stemmbar. Wir hoffen auf Verständnis und dass der Einkauf ein bisschen später kein Problem sein wird“, heißt es dazu in den Sozialen Netzwerken. Lieferengpässe seien generell bei den Lieferanten bisher nicht erkennbar. „Risikopersonen können bar bezahlen. Bei Kontaktpersonen oder Infizierten wäre Überweisung toll“, so Lisa Brom.

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Bäckerei Liese

Ein Bäcker-Taxi richtet die Bäckerei-Konditorei Liese ein. Unter 02904/2250, per Fax an 02904/976199 oder per Mail auf der Website www.stollenspezialist.de können Brötchen, Brot, Kaffee, Milch, Butter oder Kuchen bestellt werden. Mindestbestellwert liegt bei 10 Euro, ab 20 Euro wird frei Haus geliefert. Geliefert wird zwischen 10 und 17.30 Uhr, bezahlt wird bei Lieferung. An einem Onlinesystem wird noch gearbeitet.

Edeka Boxberger

Dem Lieferservice-Angebot schließt sich auch der Edeka Boxberger an. „Die allgemeine Verunsicherung in unserer Gesellschaft durch das Coronavirus bzw. Covid-19 ist deutlich zu spüren. Eines Vorweg: Man kann verschiedene Meinungen zu dieser Ausnahmesituation haben und es soll von unserer Seite auch keine Panikmache sein, jedoch sehen wir uns als Lebensmittelvollversorger in der Verantwortung gegenüber der Stadt Brilon, sowie gegenüber unseren Kunden“, heißt es in einer Mitteilung auf Facebook. Daher bietet der Markt ab sofort für vorerst drei Wochen (bis 4. April) einen Lieferservice an. Die Bestellannahme erfolgt entweder telefonisch unter 02961/9859284 oder per E-Mail an Edeka.Boxberger@yahoo.de. Der Einkauf wird dann kostenfrei nach Hause geliefert. Die Bezahlung kann in Bar bei der Lieferung getätigt werden. „Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass dieser Service für Einkäufe ab 50 Euro und nur für Bürger vorgesehen ist, die darauf angewiesen sind (gefährdete Personen)! Das Einkaufen bei uns ist weiterhin ganz normal möglich und es sind alle Lebensmittel vorrätig“, so das Statement des Edeka-Marktes.

Hittenhilfe

in Zeiten von Corona sollen die Menschen physisch Abstand halten, aber seelisch rücken sie doch näher zusammen und zeigen, dass die Gesellschaft noch funktioniert. So hat sich spontan in Niedersfeld die „Hittenhilfe“ gegründet. Hitten (Ziegen) heißen die Niedersfelder schon seit Urzeiten mit Spitznamen. „Besser irgendwas als nichts tun“, ist die Devise. Ob Einkäufe, Gassi gehen, einen Topf Suppe kochen, Kinderbetreuung, organisatorische Aufgaben, die sich von zuhause aus erledigen lassen – es gibt viele Dinge, bei denen man sich jetzt quer durch alle Altersgruppen gegenseitig unterstützen kann. Innerhalb von zwei Tagen meldeten sich bereits fast 100 Niedersfelder für dieses Projekt. Unter Tel. 02985 - 806 9853 wurde eine telefonische Hotline geschaltet, an die haushalte sollen noch Handzettel verteilt werden. „Wir wollen ein Zeichen setzen, dass in diesen Zeiten keiner allein gelassen wird“, sagt auch Pastor Matthias Kamphans aus Hallenberg. Gemeinsam mit der Stadt und einigen Freiwilligen wird gerade ein Netzwerk aufgestellt, das sowohl digital, aber auch auf analogen Wegen die Menschen erreichen soll.

Markant

Der Markant-Markt in der Bahnhofstraße in Brilon beliefert schon seit jeher Bürger, die Lebensmittel ab 30 Euro bestellen. Der Markt ist unter 02961/743075 zu erreichen.

Alle aktuellen Entwicklungen zum Coronavirus im Altkreis Brilon, im gesamten Hochsauerlandkreis und den angrenzenden Regionen sowie ständig aktualisierte Informationen, welche Veranstaltungen im Altkreis Brilon abgesagt werden, gibt es in unserem Newsblog