Brilon/Winterberg/Marsberg. Die Kliniken Brilon, Masberg und Winterberg schränken Besuche von Patienten ein. Grund: das Coronavirus. Wann Besucher noch kommen dürfen.

Das Coronavirus hat weitere Auswirkungen auf die Krankenhäuser in Marsberg, Brilon und Winterberg: Aufgrund der aktuellen Entwicklung der steigenden Coronavirus-Infektionen und Verdachtsfälle, ergreift das St.-Marien-Hospital Marsberg analog zu den Paderborner Krankenhäusern ab sofort weitere Schutzmaßnahmen. Es gilt für das St.-Marien-Hospital ein grundsätzliches Besuchsverbot, um die Besucherströme auf ein Minimum zu reduzieren.

Pro Patient soll nur ein Besucher am Tag im Krankenhaus bleiben. Ausgenommen sind Besucher von Patienten in kritischem Zustand. Besucher sollten sich in diesem Fall an das Stationsteam wenden.

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Keine Besucher mit Erkältungssymptomen

„Besucher mit Erkältungssymptomen sollten ganz von Besuchen im Krankenhaus absehen.“ Heinrich Lake, stellvertretender Hausoberer bittet um Verständnis. Schülerpraktikanten, die lediglich für einige Wochen im Krankenhaus wären, sollen im Moment nicht in die Einrichtung kommen, FSJ-ler und Bufdis werden zu den regulären Mitarbeitern gezählt und sind eine „wichtige Unterstützung“.

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Infovorträge und Pflegekurse bis auf Weiteres abgesagt

Alle öffentlichen Veranstaltungen, die im Krankenhaus stattfinden, wie zum Beispiel Infovorträge und Pflegekurse sind zur Sicherheit mit Blick auf das Coronavirusbis auf Weiteres abgesagt. Lake: „Es gilt weiter die dringende Bitte: falls Sie den Verdacht haben, am Corona-Virus erkrankt zu sein: Fahren Sie nicht zu einem Krankenhaus oder Ihrem Arzt – rufen Sie bitte bei Ihrem Hausarzt an und klären Sie mit ihm die weiteren Maßnahmen.“

Mit diesen Maßnahmen richtet sich das Krankenhaus nach den Empfehlungen der Bundesregierung und des RKI in Abstimmung mit dem Kreisgesundheitsamt. Lake: „Wir bedanken uns herzlich für das Verständnis und den Einsatz unserer Mitarbeitenden.“

Besuchereinschränkungen auch in Winterberg und Brilon

Noch gibt es im St. Franziskus-Hospital Winterberg keine Corona-Patienten. Dennoch ergreift die Klinikleitung jetzt Vorsichtsmaßnahmen. „Zum Schutz unserer Patienten bzw. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gilt bis auf Weiteres eine eingeschränkte Besucherregelung“, informierte Geschäftsführer Andreas Pulver heute Vormittag. Er appellierte eindringlich, Besuche auf das notwendige Maß zu beschränken. „Aufgrund der nationalen und internationalen Entwicklung der Corona-Pandemie werden wir unsere Besuchszeiten einschränken. Ab sofort werden Besucher nur noch zwischen 14 und 17 Uhr zugelassen. Außerdem wird grundsätzlich nur noch ein Besucher je Patient zugelassen. Darüber hinaus sind ab sofort Personen mit grippeähnlichen Symptomen, wie Husten, Schnupfen, Fieber oder Durchfall, als Besucher nicht mehr zugelassen. „Wir möchten nicht, dass sich unsere Patienten bzw. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter anstecken und die Viren weiterverbreiten“ (Andreas Pulver). Die vorbeugende Maßnahme basiert auf den Empfehlungen des Robert-Koch-Instituts.

Eine entsprechende Regelung zur Einschränkung der Besuche und der Besuchszeiten gibt es vor dem Hintergrund der Coronavirus-Pandemie auch am Maria-Hilf Krankenhaus in Brilon. Auch an dem städtischen Krankenhaus darf nur noch ein Besucher pro Patient und pro Tag das Zimmer betreten. Auch hier bittet die Krankenhausleitung dringend darum von Besuchen abstand zu nehmen, wenn man grippeähnliche Symptome verspürt. Patienten dürfen den Besuch bis auf Weiteres nur noch zwischen 15 und 18 Uhr empfangen.

Alle Absagen und aktuellen Infos auf www.bk-marsberg.de und auf der entsprechenden Facebookseite.