Iserlohn. Ein Iserlohner Heimsieg wäre enorm wichtig im Kampf um den Klassenerhalt. Verhalten in der eigenen Zone und bei Fünf-gegen-Fünf waren Trainingsthemen.

Es gibt kaum Zeit zu verschnaufen. Für die Iserlohn Roosters geht der Spiele-Marathon bereits an diesem Mittwoch in die neue Runde. In der Balver-Zinn-Arena treffen die Sauerländer auf die Straubing Tigers, die zwar aktuell schwächeln und zuletzt einen Trainerwechsel vorgenommen haben, in dieser Saison aber bislang alle drei Duelle gegen die Waldstädter gewinnen konnten.

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Auch die Roosters verloren zwei der letzten drei Spiele, wobei sich die Situation im Tabellenkeller dennoch verbessert hat. „Die drei Punkte gegen Düsseldorf waren enorm wichtig. Daneben haben wir gegen zwei sehr starke Mannschaften phasenweise auch ordentlich gespielt. Es fehlt zwar die Konstanz, aber es gibt durchaus für uns Hoffnung“, zeigt sich Franz Fritzmeier optimistisch vor dem Duell gegen die Straubing Tigers. „Im Training haben wir noch einmal das Hauptaugenmerk auf unser Verhalten in der eigenen Zone und bei Fünf-gegen-Fünf gelegt. Ich habe das Gefühl, dass die Mannschaft realisiert, wenn wir diese Dinge immer wieder falsch machen, verlieren wir.“

Straubing Tigers holen gerade die Erfolge der letzten Jahre ein

Gegen Straubing soll das um jeden Preis verhindert werden, zumal die Bayern selbst nicht vor Selbstvertrauen strotzen. „Straubing hat in den letzten Jahren einen super Job gemacht, teilweise jedoch auch über seine Verhältnisse gespielt. Es ist dann nicht einfach, so ein Niveau zu halten, zumal auch die Anforderungen mit Champions Hockey League und Spengler-Cup in diesem Jahr immer höher geworden sind“, findet Fritzmeier und sieht darin den Grund für das vorübergehende Formtief der Tigers. „Das hat sie jetzt mit einem Schlag eingeholt. Dennoch hat Straubing nach wie vor eine gute Mannschaft“, warnt Iserlohns Coach davor, den Gegner auf die leichte Schulter zu nehmen. Nachdem Straubing in der vergangenen Woche Tom Pokel überraschend freigestellt und mit Craig Woodcroft einen neuen Mann hinter der Bande installiert hat, hoffen die Tigers im Hauptrunden-Endspurt noch darauf, auf den direkten Zug Richtung Play-off-Viertelfinale aufzuspringen.

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Umso besser, dass die Roosters seit der Länderspielpause wieder auf Maciej Rutkowski zurückgreifen können. „Das war keine einfache Verletzung, die ich hatte. Deshalb freue ich mich umso mehr, dass ich konditionell direkt mithalten kann und auch keinerlei Einschränkungen oder Schmerzen habe.“ Trotzdem war es gegen Düsseldorf für viele erstaunlich, als sich der Center der vierten Reihe plötzlich in einer Rangelei wiederfand. „Ich bin normalerweise ja gar nicht der Typ, der für so etwas bekannt ist. In dem Fall habe ich Ryan McKiernan gesehen, wie er dem Rebound nachgegangen ist und mir im Anschluss ein Bein stellen wollte. Dafür habe ich ihn dann bestraft“, beschreibt Rutkowski seine Ringeinlage, die den Düsseldorfer mit dem Rücken auf das Eis knallen ließ.

Vor dem Bully

Iserlohn Roosters – Straubing Tigers

Mi., 19.30 Uhr, Balver-Zinn-Arena

Roosters-Kader: Anders als die verletzten Burke und Troock befindet sich Johannes Huss bereits wieder im Eistraining. Für einen Einsatz gegen Straubing reicht es aber noch nicht. Manuel Alberg war in den letzten Tagen krank. Sein Einsatz ist fraglich.

Der Gegner

Die Straubing Tigers bescherten zwar ihrem neuen Trainer Craig Woodcroft einen erfolgreichen Einstand gegen Köln, die Trendwende aus der Krise war das jedoch noch nicht. Sechs Niederlagen kassierten die Tigers in den letzten sieben Begegnungen. Dadurch rutschte das Team auf einen Pre-Playoff-Platz ab. Fast fünf Gegentore im Schnitt kassierten die Bayern in den letzten vier Partien auf fremden Eis.

Saison 2023/24

Iserlohn - Straubing: 4:3 n.P. (H), 4:2 (A), 2:3 n.P. (A), 4:3 n.P. (H)

Saison 2024/25

Iserlohn - Straubing: 4:5 (A), 2:5 (H), 2:6 (A)

Letzten Spiele Iserlohn: 1:5 (A) Ingolstadt, 6:3 (H) Düsseldorf

Letzten Spiele Straubing: 2:4 (A) Berlin, 4:3 (H) Köln

Gesamt-Heimbilanz gegen Straubing: 20 Siege - 15 Niederlagen

In einer ungewohnten Rolle findet sich aktuell auch Emil Quaas wieder. Der gelernte Verteidiger hat gegen Düsseldorf und Ingolstadt im Sturm gespielt und das auch gar nicht schlecht gemacht. „Als Stürmer ist das natürlich etwas ganz anderes. Man muss mehr und weitere Wege laufen und hat ein anderes Stellungsspiel. Franz war aber der Meinung, dass ich das kann“, meint Quaas, der seine Rolle zwar nicht liebt, aber dennoch gerne einnimmt. „Ich spiele lieber Verteidiger, aber wenn ich der Mannschaft helfen kann, indem ich in der vierten Reihe den defensiven Part im Sturm übernehme, dann gebe ich auch auf dieser Position 100 Prozent.“ Ob dies reicht, um gegen Straubing drei weitere wichtige Punkte einzusammeln, werden die Fans in der Balver-Zinn-Arena spätestens ab 19.30 Uhr an diesem Mittwochabend sehen.