Ennepetal. Nach dem Rückzug von Martin Schrader sucht der Oberligist einen neuen Trainer - findet aber niemanden. Die Suche ist ernüchternd für den Verein.

Es ist nicht einfach für Lukas Erdhütter, über die ernüchternde Suche nach einem neuen Trainer für seine Mannschaft zu sprechen, das merkt man dem erfahrenen Basketballer der TG Voerde an. „Wir haben mit vielen Kandidaten gesprochen, aber niemanden gefunden“, sagt er. Inzwischen ist die Suche nach einer externen Nachfolge für den ausgeschiedenen Martin Schrader beendet. Weil sich eben niemand gefunden hat, der den Oberligisten trainieren möchte, coacht Erdhütter das Team in der kommenden Saison als Spielertrainer selbst.

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Die Parameter für ein Engagement in Voerde seien gar nicht schlecht, sagt Erdhütter. „Wir zahlen ausreichend, haben eine gute Mischung im Team, sind ein intakter Verein und haben auch Jugend, aus der etwas nachkommt“, sagt der Center. Aus den ernsthaften Gesprächen, die der Verein mit „zehn bis zwölf Kandidaten“ geführt habe, kristallisierte sich für Erdhütter vor allen Dingen ein Nachteil seines Vereins immer wieder heraus. „Es ist ein Standortproblem“, vermutet der ehemalige ProB-Spieler.

Eingebettet zwischen Hochburgen

Eingebettet zwischen den großen Städten mit vielen Vereinen, als Nachbarstadt von Hagen, wo der Basketball seit Jahrzehnten die Sportart Nummer eins ist, sei es eben schwieriger, für einen kleineren Standort wie im Ennepetaler Ortsteil Voerde zu begeistern. „Viele schreckt die Fahrtzeit ab“, sagt Erdhütter. Maximal irritiert seien er und seine Mitstreiter angesichts der erfolglosen Trainersuche gewesen, zumal das Team in der Regel eine gute Trainingsbeteiligung aufweist, was nicht bei jedem Oberligisten so gegeben wäre.

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Ganz beendet ist die Trainersuche allerdings noch nicht. Zwar wird Erdhütter die Trainingseinheiten leiten und das Team entsprechend auch taktisch ausrichten, für die Spiele aber wünscht er sich noch einen Co-Trainer. „Da muss ich mich selbst zu 100 Prozent auf meine eigene Leistung konzentrieren“, sagt der 30-Jährige. Aktuell läuft es dabei auf eine vereinsinterne Lösung hinaus - es sei denn, es meldet sich doch noch ein Kandidat für den Trainerposten bei der Turngemeinde.