Duisburg. Tausende Lämpchen leuchten am Haus von Andreas Krause. Seit 20 Jahren ist die Weihnachtsbeleuchtung sein großes Hobby – und lockt sogar Touristen an.
Andreas Krause aus Duisburg-Marxloh hat die Lampen an – und Schuld sind nicht etwa Glühwein oder Feuerzangenbowle. Lichter und Lampen sind gewissermaßen sein Hobby. Seit mehr als 20 Jahren erstrahlt das Haus, in dem der 52-Jährige wohnt, in der Weihnachtszeit in hellem Glanz.
Angefangen mit einer ganz einfachen Lichterkette, hat sich die Weihnachtsbeleuchtung am Hause Krause immer weiter ausgedehnt. Mehr als 50.000 Lämpchen leuchteten da in manch einem Jahr. Mehr als 4500 Kilowattstunden Strom haben Lichterketten, Leuchtschläuche, Blitzbirnen und Co. zu Hochzeiten innerhalb von sechs Wochen gefressen.
Stromsparen mit LED-Technik
Zum Vergleich: Ein durchschnittlicher Haushalt verbraucht laut der Verbraucherzentrale NRW etwa 3500 Kilowattstunden – in einem ganzen Jahr. Mit ein Grund dafür, dass der Lichter-Fan vor ein paar Jahren begann, auf die stromsparende LED-Technik umzurüsten.
„Irgendwann war es auch meiner Frau doch ein bisschen viel“, verrät Andreas Krause. Die kümmert sich übrigens um die weihnachtliche Dekoration im Inneren des Hauses, während Krause selbst nur für die Außenbeleuchtung verantwortlich ist.
Heute leuchten und blinken noch etwa 30.000 bis 40.000 Lampen auf, am, hinter und vor dem Haus. So hell und schön, dass sie sogar Touristen anlockt. Manche Kinder halten das Krause-Haus gar für den Wohnsitz des Weihnachtsmanns. Überhaupt: Die leuchtenden Kinderaugen – dafür lohne sich die ganze Arbeit und auch die erhöhten Stromkosten, sagt Krause.
Blitzbirnen – eine tolle Entdeckung
Sein ganzer Stolz in diesem Jahr Jahr ist die Sternschnuppen-Konstruktion auf seinem Garagendach. Eigenhändig zimmerte er sie aus Lichterschläuchen, Metall und einem Lichtervorhang zusammen.
Sein Material bezieht er im Internet, probiert verschiedene Anbieter aus. „Eine ganz tolle Entdeckung waren zum Beispiel die Blitzbirnen.“ Diese aufblinkenden Leuchten würden eigentlich häufig von Kirmesbetrieben genutzt, erzählt er.
Leuchtend bunte Weihnachtshäuser
Was er nicht selber kauft, schenkt ihm die Familie. „Ein Weihnachtsgeschenk für mich zu finden, ist nicht so schwierig.“ Auch wenn die Lagerkapazitäten im Keller und der Garage des Kraus'schen Heims sich langsam dem Ende zuneigen, fertig ist Andreas Krause nie.
Am weißen LED-Lichterbaum sucht er seit Jahren nach einem ärgerlichen Kabelbruch. An dem Leuchtbild mit dem Schriftzug „Frohe Weihnachten“ fallen nach und nach die Lämpchen aus. Vor kurzem hat er ein weiteres Schmankerl entdeckt, dass sein Hobbyherz höher schlagen lässt. „Computergesteuert und einfach nur toll“, sagt er begeistert.
Leuchttafel steht auf dem Wunschzettel
Die Rede ist von einer Leuchttafel, über die der Nutzer Textbotschaften laufen lassen kann. „Da könnte dann zum Beispiel 'Familie Krause wünscht frohe Weihnachten' draufstehen“, erklärt er begeistert. Eine solche Tafel, die hätte Krause schon gern. Es ist ja bald Weihnachten.