Rosenheim. Ein Prügel-Skandal erschüttert die bayerische Amateurliga. Wie am Freitagabend bekannt wurde, haben A-Klasse-Spieler bereits am Mittwoch einen Schiedsrichter bewusstlos geschlagen, weil dieser einen Freistoß gepfiffen hatte. Auch ein Trainer erlitt schwere Verletzungen. Die Kriminalpolizei ermittelt.

Prügel-Skandal mit zwei Schwerverletzten in der bayerischen Fußball-Amateurliga: Wie die Polizei erst am Freitag mitteilte, erlitten der Schiedsrichter und ein Trainer bereits am vergangenen Mittwoch schwere Verletzungen.

Beim Stand von 2:2 im A-Klassen-Spiel zwischen dem FC Iliria Rosenheim und dem ESV Rosenheim war die Situation in der Nachspielzeit eskaliert. Nachdem der Schiedsrichter einen Freistoß gepfiffen hatte, der zum späten Ausgleich führte, gingen mehrere Spieler des FC Iliria auf ihn los. Einer der Aktiven schlug mit solcher Wucht auf den Unparteiischen ein, dass dieser bewusstlos zusammenbrach.

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Der Mann erlitt schwere Kopfverletzungen und musste in einer Augenklinik operiert werden. Nach Polizeiangaben wird er wohl bleibende Schäden davontragen. Auch der Trainer des ESV Rosenheim, der schlichten wollte, wurde niedergeschlagen und erlitt Bauchverletzungen. Nun ermittelt die Rosenheimer Kriminalpolizei.

Bayrischer Fußballverband verurteilt Vorfälle in der Amateurliga

Das Kreissportgericht Inn/Salzach hat zwei Spieler mit sofortiger Wirkung per einstweiliger Verfügung vorläufig gesperrt und kündigte an, den Fall schnellstmöglich lückenlos aufzuarbeiten. Der Schiedsrichter erhält vom Bayerischen Fußball-Verband (BFV) Rechtsschutz und jegliche notwendige Unterstützung.

"Der Bayerische Fußball-Verband verfolgt bei gewalttätigen Vorfällen eine klare Null-Toleranz-Politik", sagte der Bezirksvorsitzende Horst Winkler: "Was nach dem Spiel in Rosenheim passiert ist, ist völlig inakzeptabel." (sid)