Mülheim. In familiärer Atmosphäre fand zum 41. Mal der Styrumer Straßenlauf in Mülheim statt. Warum diesmal weniger am Start waren und sich eine Sache wiederholte.

Pünktlich zum Start des Hauptlaufs über 5.000 Meter lugte die Sonne auf der Neustadtstraße hervor. Sehr zur Freude von Brigitte Paashaus. So wie mit dem Wetter hatte die Organisatorin vom Styrumer TV aber nicht mit allen Begleitumständen des Styrumer Straßenlaufs 2024 am Sonntag, 27. Oktober, Glück. Bei der zweiten Ausgabe nach der Corona-Pause blieb die Teilnehmerzahl nur im zweistelligen Bereich.

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Rund um und mitten im Styrumer Sportpark gingen in acht Altersklassen von der U8 bis zu den Senioren ab 20 Jahren und über drei Distanzen – 1.000 (für die U8 und U10), 2.000 (U12/14/16) und 5.000 Meter (ab U14) – 99 Läuferinnen und Läufer an den Start. Die 41. Ausgabe des Styrumer Straßenlaufs bot somit eine familiäre Atmosphäre, die Paashaus am Ende resümieren ließ: „Die Kinder sind glücklich, also bin ich zufrieden.“

Styrumer Straßenlauf 2024: 5.000-Meter-Vorjahressieger gewinnt erneut mit derselben Zeit

In jeweils sehr diversen Feldern sicherten sich die Siege im Hauptlauf bei den Männern Lokalmatador Lukas Kagermeier vom Styrumer TV sowie Joleen Gedwart vom Ayyo Team Essen bei den Frauen. Kagermeier, Jahrgang 1993, wiederholte mit sehr guten 15:01 Minuten exakt die Zeit von seinem Sieg beim Styrumer Straßenlauf 2023. Gedwart, ebenfalls Jahrgang 1993, legte die fünf Kilometer in 17:19 hin.

Styrumer Straßenlauf in Mülheim an der Ruhr
65 Läuferinnen und Läufer verschiedener Altersklassen gingen beim Styrumer Straßenlauf in Mülheim 2024 über 5.000 Meter an den Start. Direkt vorne weg war der spätere Sieger Lukas Kagermeier (vorne Mitte in grün). © FUNKE Foto Services | Martin Möller

Beide waren den Anderen schon früh enteilt. Bei den Herren brauchte der Zweitplatzierte Christoph Janowsky, Jahrgang 1983, mit 17:55 fast drei Minuten mehr, bei den Frauen folgte Martina Schimanski, Jahrgang 1969, mit fast fünf Minuten bzw. 22:08. Erwähnenswert im weiteren Feld: Die ersten acht männlichen Läufer blieben alle unter 20 Minuten.

Junioren laufen in Mülheim-Styrum vorne mit

Bei den Junioren waren die Leistungsgefüge größtenteils dichter beieinander. Über die 5.000 Meter taten sich vor allem die Siegerinnen und Sieger Leonie Büchel (weibliche Jugend U16) mit 20:00 Minuten, Paul Wiesenthal (männliche U16) mit 19:10 und Constantin Sauer (männliche U14) mit 19:11 Minuten hervor. Alle wären selbst bei den Senioren an diesem Tag unter den besten Zwei bzw. Fünf gewesen.

Styrumer Straßenlauf in Mülheim an der Ruhr
Paul Wiesenthal (Nr. 37) und Constantin Sauer (Nr. 6) wären als Nachwuchsläufer auch bei bei Senioren unter den besten fünf gelandet. © FUNKE Foto Services | Martin Möller

Glatt 100 Teilnehmer insgesamt waren es übrigens dann doch – wenn man einen jungen Mann mitzählt, der als einziger Bambini unter sechs Jahren unbedingt die 400 Meter absolvieren wollte. Und das obwohl der eigentliche Bambini-Lauf mangels Anmeldungen nicht stattfand. Begleitet vom Vater durfte er sich zwischendurch auf die Runde machen, und meisterte sie unter viel Applaus bravourös.

41. Styrumer Straßenlauf in Mülheim mit organisatorischen Hürden

„Vielleicht wären es generell mehr Anmeldungen gewesen, wenn wir jetzt nicht noch das Ende der Herbstferien gehabt hätten“, konstatierte Brigitte Paashaus. „Der Straßenlauf ist ja immer Ende Oktober. Es ist mal so, mal so.“ Im letzten Jahr waren es immerhin rund 120 Teilnehmerinnen und Teilnehmern.

Styrumer Straßenlauf in Mülheim an der Ruhr
Brigitte Paashaus vom Styrumer TV organisiert den Straßenlauf im Stadtteil. Ihre Arbeit ist aktuell nicht einfacher geworden. © FUNKE Foto Services | Martin Möller

Ebenfalls nicht gerade förderliche für die Anmeldezahlen: Wie 2023 fiel auch in diesem Jahr die 10.000-Meter-Strecke weg. „Die Auflagen und somit die Kosten für die Verkehrssicherung sind enorm gestiegen“, berichtet Paashaus. Für die kommenden Jahre arbeite der Styrumer TV an neuen Lösungen.