Hamburg. Onlineportal ermittelt Kosten für die standesamtliche Trauung in deutschen Städten. Doch das Ranking hat einen Haken.
Für viele Verliebte soll die Hochzeit der schönste Tag des Lebens werden: ein unvergessliches Erlebnis im Kreis von Freunden und Familie und in einem besonders prunkvollen oder außergewöhnlichen Rahmen. Das lassen sich viele Paare eine erhebliche Stange Geld kosten.
Dabei fallen die Kosten für die rein standesamtliche Eheschließung im bundesweiten Vergleich sehr unterschiedlich aus. Während Verliebte etwa in Nürnberg mit 230 Euro besonders kräftig zur Kasse gebeten werden, fallen in Hamburg im bundesweiten Vergleich nur bescheidene 66 Euro für das Anlegen im Hafen der Ehe an. Dies geht aus einer Analyse der Informationsplattform OnlineCasinosDeutschland.com hervor, für die Gesamtkosten von standesamtlichen Hochzeiten in den 30 größten deutschen Städten miteinander verglichen wurden.
Hochzeit in Hamburg: Heiraten auf dem Standesamt vergleichsweise günstig
Heiraten in Hamburg also ein echtes Schnäppchen? Zumindest auf den ersten Blick. Für die Analyse wurden durch Recherchen auf den Internetseiten der Städte und durch Telefonate verschiedene Hochzeitskosten auf dem Standesamt ermittelt, zu denen unter anderem die Anmeldung und Prüfung, die Erstellung der Eheurkunden sowie der Meldebescheinigung gehören.
Und danach schneidet Hamburg mit 54 Euro für Anmeldung und Prüfung sowie zusätzlichen 12 Euro für die Eheurkunde sehr günstig ab. Im Ranking landet die Hansestadt mit 66 Euro Gesamtkosten auf Rang 25. Günstiger ist das Heiraten danach nur noch in Duisburg (50 Euro), Bonn (50 Euro), Karlsruhe (52 Euro), Berlin (57 Euro) und Bremen (60 Euro).
Diese Stadt ist im Norden am teuersten
Der teuerste Ehehafen ist laut Analyse Nürnberg mit den bereits genannten 230 Euro, gefolgt von Leipzig (171 Euro) und Wuppertal (160 Euro). Im Norden ist das Heiraten auf dem Standesamt vor allem in Braunschweig besonders kostspielig (148 Euro).
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Hochzeit in Hamburg: Böse Überraschung für Verliebte
Allerdings können Verliebte auch in Hamburg in besonders begehrten und beliebten Standesämtern eine böse Überraschung erleben. So werden etwa im Hamburger Rathaus neben den gesetzlichen Gebühren auch noch ein Service-Zuschlag von 300 Euro sowie eine Gebühr für die Benutzung der prunkvollen Räume von 150 Euro fällig, wie aus einer Mitteilung des Standesamts Mitte im Internet hervorgeht.
Diese zusätzlichen Kosten werden in dem Ranking nicht genannt, ganz abgesehen davon, dass die Termine im Rathaus ohnehin schon für das gesamte Jahr 2023 ausgebucht sind. Große Engpässe bei Terminen gibt es in diesem Jahr auch im Rathaus in Altona.
Kosten für die standesamtliche Hochzeit in 30 deutschen Städten
- Nürnberg 230 Euro
- Leipzig 171 Euro
- Wuppertal 160 Euro
- Braunschweig 148 Euro
- Dresden 118 Euro
- Wiesbaden 118 Euro
- Frankfurt 106 Euro
- Münster 105 Euro
- Hannover 100 Euro
- Kiel 100 Euro
- Gelsenkirchen 97 Euro
- Chemnitz 95 Euro
- Bochum 91 Euro
- Dortmund 89 Euro
- Aachen 88 Euro
- Bielefeld 82 Euro
- Augsburg 79 Euro
- Mönchengladbach 78 Euro
- Düsseldorf 75 Euro
- Stuttgart 72 Euro
- Mannheim 72 Euro
- Köln 68 Euro
- Essen 68 Euro
- München 67 Euro
- Hamburg 66 Euro
- Bremen 60 Euro
- Berlin 57 Euro
- Karlsruhe 52 Euro
- Bonn 50 Euro
- Duisburg 50 Euro
Quelle: OnlineCasinosDeutschland.com
Hochzeit in Hamburg: Auch andere Kosten nicht berücksichtigt
Unberücksichtigt bleiben zudem alle Kosten, die über die reinen standesamtlichen Gebühren hinausgehen, also etwa das Geld, das für die Feier danach aufzubringen ist. Und diese Kosten dürften in der Hamburger Gastronomie im bundesweiten Vergleich eher hoch als niedrig ausfallen.