Menden. . Zum 1. Dezember zieht Geschäftsfrau Brunhilde Rieber mit ihrem Mendener Modehaus um. Sie eröffnet schräg gegenüber am Neumarkt 11.

Nächstes Jahr wird Brunhilde Rieber 70. Während andere Menschen in diesem Alter längst im Ruhestand sind, startet die Mendenerin noch mal richtig durch. Im November zieht sie um. Zum 1. Dezember eröffnet die Geschäftsfrau schräg gegenüber am Neumarkt 11 ihr neues Modehaus.

Vor 35 Jahren eröffnete Brunhilde Rieber ihr Geschäft am Neumarkt 12. Der Gebäudekomplex, in dem sich ihre Boutique befindet, solle renoviert werden, berichtet Brunhilde Rieber von den Planungen ihres holländischen Vermieters: „Im Erdgeschoss bleiben Geschäftsräume, im ersten Stockwerk soll es Wohnungen geben.“

Stil und Philosophie bleiben

Als Brunhilde Rieber überlegte, wie es mit ihrem Geschäft weitergehen sollte, entdeckte sie ein „Räumungsverkauf“-Schild am Ladenlokal („Zaba“), das sich schräg gegenüber ihres Geschäftes befindet. „Ich habe bei der Vermieterin nachgefragt und mich riesig gefreut, als ich hörte, dass die Räume tatsächlich frei werden.“ Und für Brunhilde Rieber stand sofort fest: „Ich starte noch mal richtig durch. Ich sehe dort – gemeinsam mit meinem Team – eine echte Chance für einen zeitgemäßen Neuanfang.“ Das Gesamtpaket sei stimmig: „Die Größe, alles auf einer Etage, die Miete – alles spricht dafür.“ Modestil und Firmenphilosophie will sie fortführen.

Wasser, Kaffee oder Sekt

Der Trend, dass Kundinnen Kleidung im Internet bestellen, sei rückläufig, berichtet Brunhilde Rieber: „In den letzten ein, zwei Jahren sind für viele die persönlichen Begegnungen wieder wichtiger geworden.“ Kaum eine Kundin, die nicht ein Glas Wasser, eine Tasse Kaffee oder – samstags – auch mal ein Gläschen Sekt angeboten bekommt. Eine herzliche Begrüßung, ein kleiner Plausch gehören zur Modeberatung dazu.

Wer Brunhilde Rieber erlebt, spürt, dass die Beratung, der Kontakt zu ihren Kundinnen viel mehr ist als Arbeit: „Ich liebe das. Da steckt ganz viel Herzblut drin. Das gilt auch für mein Team mit Anna Korbel und Manuela Camen.“ Und so hofft die 69-Jährige, dass ihrem Beispiel andere Geschäftsleute folgen: „Was wir brauchen in Menden, sind inhabergeführte Geschäfte. Aber auch Zupferde wie große Geschäfte oder das Nordwall-Center.“