Hagen. . Trainer Ingo Freyer sieht Phoenix Hagen im Bundesligaspiel gegen die Fraport Skyliners am Samstag nicht in der Favoritenrolle. „Die Frankfurter stehen mit dem Rücken zur Wand und werden kämpferisch alles geben. Aber das haben wir natürlich auch wieder vor“, sagt Freyer.

Nur auf die Unbeständigkeit war in dieser Basketball-Bundesliga-Saison bisher Verlass. Nicht nur, aber auch bei Phoenix Hagen. Erst zweimal - im Oktober 2012 (in Weißenfels und gegen Braunschweig) sowie im Januar 2013 (in Quakenbrück und Gießen) durften Trainer Ingo Freyer und seine Spieler zwei Siege in Folge bejubeln. Wenn am Samstag ab 19 Uhr die Fraport Skyliners in der Enervie Arena zu Gast sind, soll der dritte Doppelpack perfekt gemacht werden.

Der Ulm-Coup soll „vergoldet“ werden, wie es auf der Phoenix-Homegage heißt. Mit dem 90:78-Erfolg gegen den amtierenden deutschen Vizemeister gelang den Feuervögeln einer der spektakulärsten Siege in einer an Spektakeln nicht gerade armen Saison. „Dieser Sieg hat dem Selbstbewusstsein gut getan“, sagt Ingo Freyer, „Er hat dafür gesorgt, dass wir eine Trainingswoche absolvieren konnten, in der alle ein gutes Gefühl hatten.“ Nur Center Bernd Kruel nicht, der wegen einer Kieferhöhlen-Entzündung weiter ausfällt.

Das Hinspiel in Frankfurt konnten die Freyer-Schützlinge im Dezember mit 107:102 gewinnen. Es war der erste Sieg gegen die Skyliners in der Bundesliga überhaupt. Inzwischen hat Phoenix acht Punkte Vorsprung vor dem Team aus der Main-Metropole, das mit einem ganz anderen Anspruch in die Saison gegangen ist als gegen den Abstieg zu spielen. Dies tut der Tabellenvorletzte momentan, daran änderte auch der 92:78-Erfolg zuletzt gegen Tübingen nichts, mit dem eine Pleiteserie beendet wurde.

„Wir haben unlängst in Tübingen hoch verloren“, unterstreicht Ingo Freyer, dass aus der aktuellen Tabellenkonstellation nicht unbedingt eine Favoritenrolle abzuleiten ist. „Die Frankfurter stehen mit dem Rücken zur Wand und werden kämpferisch alles geben. Aber das haben wir natürlich auch wieder vor. Wenn wir das nicht tun, gewinnen wir kein Spiel.“

Die Frankfurter Mannschaft, die morgen in der Enervie Arena auflaufen wird, hat ein anderes Gesicht als jene, die das Hinspiel gegen Hagen verlor. Mit Aufbauspieler Dawan Robinson sowie den aus Gießen geholten Ryan Brooks und LaQuan Prowell wurden drei Akteure nachverpflichtet, die zusammen pro Partie gut 30 Punkte erzielen. Als Leitfiguren des Skyliners-Teams bezeichnet Ingo Freyer Aufbauspieler Quantez Robertson und Flügel Zachery Peacock, mit 15,4 Punkten im Schnitt bester Schütze im Team von Trainer Muli Katzurin. „Das ist insgesamt schon eine starke Mannschaft“, daran lässt der Phoenix-Übungsleiter keinen Zweifel aufkommen, „trotzdem unten zu stehen, ist für die Spieler, den ganzen Verein und die Fans eine ungewohnte Situation.“

Dass sich dies so schnell nicht ändert, dafür wollen die Feuervögel am Samstag mit einem weiteren Heimerfolg sorgen. Und die kleine Siegesserie dann wieder feiern - wie im Oktober und Januar.

Bundesliga-Korbjäger bei Special Olympics

Wenn am Freitag um 12.30 Uhr in der Enervie Arena das „5. Internationale Special Olympics Basketballturnier NRW“ mit einer Eröffungsfeier gestartet wird, werden auch die Bundesliga-Basketballer von Phoenix Hagen anwesend sein. Das Fernsehen kommt auch. Der WDR wird in seiner „Lokalzeit“ berichten.

Ab 13 Uhr sind 14 Teams aus Deutschland, Belgien und Luxemburg in den Kategorien „Traditional“ (Spieler mit geistiger Behinderung) und „Unified“ (Behinderte und Nichtbehinderte) am Ball. Am Samstag wird ab 9 Uhr gespielt. Ausrichter sind die St. Laurentius Werkstätte, das Theodor-Heuss-Gymnasium und Phoenix Hagen. Der Eintritt ist frei.

„Das Special Olympics-Turnier ist eine tolle Sache“, sagt Phoenix-Geschäftsführer Oliver Herkelmann. Bei der Abschlussfeier am Samstagnachmittag machen die Phoenix-Cheerleader und Maskottchen Felix mit. Abends sind alle Teilnehmer zum Bundesliga-Spiel gegen Frankfurt eingeladen.