Riesenbeck. Die Wittener Dressurreiterin Nele Löbbert belegt bei der Junioren-DM Platz zwölf. Um Finalteilnahme lange gebangt.

Rund ein halbes Jahr lang hatte die Wittener Dressurreiterin Nele Löbbert kein Turnier mehr geritten. Umso größer war jetzt die Herausforderung, gleich wieder mit dem Bundeschampionat der Junioren im münsterländischen Riesenbeck einzusteigen. Doch die 17-Jährige zeigte mit ihrem Fuchswallach „Final Selection“ gute Leistungen und belegte in der DM-Wertung den zwölften Platz.

„Es war mein Ziel, dass wir uns für dieses Finale qualifizieren“, sagte die Herbeder Schülerin, die für die RG Ober-Castrop reitet. Immerhin kamen in Riesenbeck die 40 besten Junioren des Landes zusammen - da hieß es, von der ersten Wertungsprüfung an hellwach und konzentriert zu sein. Im auf drei Tage ausgedehnten Wettbewerb, der bei den Junioren auf schon recht anspruchsvollem M**-Niveau ausgetragen wurde, ging es für die Aktiven darum, sich mit guten Noten in den ersten beiden Prüfungen für das Finale, das aus einer Kür-Übung zu Musik bestand, zu qualifizieren.

Den achtjährigen Fuchswallach „Final Selection“ hat Nele Löbbert seinerzeit schon als Fohlen bekommen. Jetzt startete das Duo von der RG Ober-Castrop zusammen bei der Junioren-DM.
Den achtjährigen Fuchswallach „Final Selection“ hat Nele Löbbert seinerzeit schon als Fohlen bekommen. Jetzt startete das Duo von der RG Ober-Castrop zusammen bei der Junioren-DM. © Löbbert

„Bei einer Deutschen Meisterschaft wird jeder kleine Fehler bestraft“

Nele Löbbert hatte sich zuletzt noch bei einem Tageslehrgang am westfälischen Stützpunkt in Münster eigens auf diesen Wettbewerb vorbereitet. „Mein Pferd ,Final Selection’ ist mit acht Jahren noch recht jung für ein solches Championat, technisch ist er noch nicht ganz ausgereift. Und bei einer Deutschen Meisterschaft wird jeder kleine Fehler schon bestraft, kostet dann eine Menge Punkte. Das kann richtig teuer werden - die Juroren schauen sehr genau hin“, so die 17-Jährige.

Mit ihrem Start aber durfte Nele Löbbert durchaus zufrieden sein. Die Wittenerin erhielt mit ihrem Wallach für die erste Wertungsprüfung ordentliche 764 Punkte - das entsprach einer Quote von 68,829 Prozent, die dem Duo zunächst Platz 15 einbrachte. In der zweiten Prüfung gelang eine Steigerung auf 797,5 Punkte (69,956 %) - da sprang Platz 14 heraus.

In zwei Wochen steht Westfälische Meisterschaft an

Ein wenig musste Nele Löbbert dann noch auf die Umrechnung warten, ehe die Zwischenstände feststanden und damit auch klar war, welche zwölf Reiter ins Finale einziehen würden. Mit 138,79 Punkten schaffte es das Ober-Castroper Paar tatsächlich, sich auf Rang zwölf vorzuarbeiten und stand damit im Finale.

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Dass dort nicht noch mal ein Sprung nach vorne klappte, war für Nele Löbbert letztlich „völlig okay“. Die Kür mit Musik wurde bei ihr und „Final Selection“ mit 67,200 % bedacht - so blieb es bei dem zwölften Platz in der Wertung der Junioren-DM. „Die Schrittpassagen sind hier und da noch etwas schwierig. Mein Pferd ist nicht leicht zu bändigen. Aber die Qualität ist da, wir stehen ja auf unserem Weg noch am Anfang“, ließ die Wittenerin wissen. In zwei Wochen stehen für das Duo die Westfalenmeisterschaften in Fröndenberg auf dem Programm.