Bochum. Erstmals steht Felix Dornebusch am Sonntag im Tor, wenn ein Zweitliga-Spiel seines VfL Bochum angepfiffen wird. Und er ist heiß darauf.
Zwei Spiele. Zwei Siege. Die Pflichtspiel-Bilanz von Felix Dornebusch ist erstens überschaubar und zweitens noch makellos. Letzteres soll so bleiben - ersteres nicht. Die langjährige Nummer vier, drei und zwei des VfL Bochum steht am Sonntag (13.30 Uhr/live in unserem Ticker) erstmals im Rampenlicht des heimischen Ruhrstadions bei einem Zweitliga-Spiel. Nach dem 5:2-Pokalsieg in Nöttingen, als er seine Pflichtspiel-Premiere für den VfL feierte, und dem 2:1-Sieg in Darmstadt, als er sein Zweitliga-Debüt gab, steht für den 23-Jährigen nun die Liga-Heimpremiere an. Gegen den FC Heidenheim.
Kribbelt’s schon? Nein, sagt Felix Dornebusch und wirkt äußerst gelassen. Zufrieden. „Ich freue mich einfach nur total auf das Spiel, vor den eigenen Fans.“ Zwei Autogramme schreibt er noch nach der zweiten Trainingseinheit, der Regen peitscht, es windet stark. Felix Dornebusch stört das nicht, er scheint die Ruhe selbst zu sein vor seinem dritten Pflichtspiel-Auftritt. Viel Lob hat er ja bekommen, auch von Fans in den sozialen Netzwerken nach seiner Leistung in Darmstadt.
Bochum ließ ihn im August nicht ziehen
Und weil Manuel Riemann sich einen Muskelfaserriss zugezogen hat, darf der Wittener vorerst weiter zeigen, was er drauf hat. „Ich habe lange auf diese Chance gewartet, jetzt will ich sie auch nutzen“, sagt Dornebusch, der vor sechs Jahren von Schalke zur A-Jugend des VfL wechselte. Fast hätte er diese Chance verpasst - wenn der Verein nicht sein Veto eingelegt hätte, als er im August das Angebot des dänischen Erstligisten FC Nordsjaelland auf dem Tisch hatte. Im Nachhinein ist „Dorne“ heilfroh, dass ihn der VfL mit Vorstand Christian Hochstätter an der Spitze nicht ziehen ließ.
Aber natürlich hat der Teamplayer nicht nur seine eigene Aufführung, sondern vor allem den Erfolg des Teams im Blick, der ihm selbst ja sicherlich auch nicht schaden würde bei seinen Bewerbungsspielen für die Nummer eins. Heidenheim, mahnt Dornebusch, sei sicher „besser, als es die drei Punkte aussagen. Wir müssen zu 100 Prozent fokussiert sein.“
Robbie Kruse ist Sonntag wohl dabei
Viel ändern wird Trainer Ismail Atalan nach dem 2:1 in Darmstadt in der Startelf vermutlich nicht. Auch Robbie Kruse dürfte dabei sein. Gestern Vormittag trainierte der Australier mit, am Nachmittag wurde er wegen einer leichten Knöchelblessur geschont, heute soll er wieder am Ball sein. „Es sieht gut aus“, sagte Trainer Atalan.