Bochum. Der VfL Bochum knickt nicht ein. Felix Bastians zeigt Größe - Felix Dornebusch überzeugt. Aber es gab auch Schatten in Darmstadt. Fünf Aspekte.
- Erneut gewinnt der VfL Bochum nach einem Rückstand, diesmal mit 2:1 in Darmstadt
- Stürmer Dimitrios Diamantakos zählt zu den großen Gewinnern
- Alexander Merkel kann seine Chance dagegen erneut nicht nutzen
Es war ein verrücktes Spiel, dieses 2:1 des VfL Bochum in Darmstadt. Als sich alle Spieler und (Co-)Trainer des Zweitligisten am frühen Montagnachmittag zum Mannschaftsbild aufreihten auf dem Trainingsplatz, war deutlich zu spüren: Dieser Sieg beflügelt die Stimmung. Fünf Aspekte am Tag danach.
1 Das Vorbild
Felix Bastians ist von Trainer Ismail Atalan zum Kapitän befördert worden. Er zahlt zurück. Mit Leistung. Mit Anstand. „Wir stehen als Verein für Werte wie Respekt und Fairplay. Für mich ist es selbstverständlich, dass der Kapitän diese Werte vertritt“, sagt er am Tag nach seiner großen Geste in heikler Lage. Beim Stand von 0:1 hatte er selbst eingeräumt, nicht gefoult worden zu sein und damit ein Elfmetergeschenk abgelehnt.
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„Er ist ein absolutes Vorbild“, lobt Trainer Ismail Atalan. Grundsätzlich, sagen beide, müsse jeder Spieler selbst wissen, wie er in solchen Situationen handelt. Bastians’ Empfehlung: „Ich möchte jedenfalls nicht so einen Elfmeter gegen mich bekommen. Dann wären wir doch auch alle sauer.“ Umso schöner sei es ja zu sehen, dass die Ehrlichkeit noch belohnt wurde. „Die Mannschaft“, lobt ihr Kapitän, „hat eine gute Reaktion gezeigt.“ Mit zwei blitzsauberen, regulären Treffern.
2 Die Mentalität
Gegen den MSV Duisburg (0:1/1:1) lag der VfL zurück, gegen Dresden (0:1/3:2) und jetzt in Darmstadt (0:1/2:1). Die ersten beiden Saisonsiege meisterte Bochum in den Schlussminuten. Nach Rückschlägen knickt keiner ein, die Mentalität stimmt. Allerdings: Eine konzentrierte Leistung über 90 Minuten gab es noch nicht, die zweite Halbzeit gegen Dresden und die erste Halbzeit gegen Darmstadt waren schwach.
3 Die Debütanten
Torwart Felix Dornebusch zeigte eine gute Leistung in seinem ersten Zweitliga-Spiel für den VfL Bochum überhaupt. Der Torwart wirkte souverän, parierte die Torschüsse der Darmstädter sicher, war am 0:1 machtlos. „Felix hat das sehr gut gemacht. Er war sehr präsent und hat Ruhe ausgestrahlt“, sagt Trainer Atalan. Gegen Heidenheim am Sonntag (13.30 Uhr) wird der 23-Jährige wieder im Tor stehen. Manuel Riemann hat sich am Donnerstag vergangener Woche einen Muskelfaserriss zugezogen.
FCH kommt: Zehn Karten zu gewinnen
Der 1. FC Heidenheim kommt am kommenden Sonntag an die Castroper Straße – und Sie können dabei sein. Denn die WAZ Bochum verlost als Premium Partner des VfL Bochum für das dritte Heimspiel der Saison am 17. September (13.30 Uhr) 5x2 Karten (Südtribüne, Block C).
Und so können Sie gewinnen: Unser „Glückstelefon“ ist am heutigen Dienstag, 12. September, unter folgender Rufnummer zu erreichen: 01378 / 78 76 21 (0,50 Euro/Anruf aus dem deutschen Festnetz, Mobilfunktarif höher). Sie müssen lediglich Ihren Namen, Ihre Adresse und Ihre Telefonnummer angeben.
Die Gewinner werden unter allen Anrufern ausgelost. Die Leitung ist bis Mitternacht geschaltet. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Das Gewinnspiel ist auf www.waz.de/VfL-Heimspielkarten zu finden.
Die Gewinner der Karten werden von uns telefonisch benachrichtigt. Die Tickets sind gegen Vorlage Ihres Personalausweises in der WAZ-Redaktion, Huestraße 25, 44787 Bochum, abzuholen.
Erstmals für den VfL auf dem Platz war Zugang Sidney Sam. Dem 29-Jährigen merkte man an, dass ihm Spielpraxis fehlt. Körperlich muss er zulegen, sein Pressingspiel verbessern. In einigen Aktionen ließ er seine Klasse aber auch aufblitzen. Trainer Atalan mahnt zur Geduld: „Wir werden noch viel Freude an ihm haben.“
4 Der Gewinner
Dimitrios Diamantakos kam von der Bank - und war sofort präsent. Giftig und torgefährlich. Der Matchwinner. „Ich wollte dieses Tor unbedingt machen“, sagte der stürmende Neuzugang über sein erstes VfL-Tor zum 1:1. Seit dem St.-Pauli-Auftakt fehlte der Grieche wegen Rückenproblemen. Ob Bochum - wie in Halbzeit zwei in Darmstadt - auch von Beginn an im 4-4--2 vorstellbar ist? Mit Hinterseer, mit Diamantakos? Grundsätzlich ja, sagt Atalan. Die Grundformation bliebe zwar ein 4-3-3. Aber er setzt auch auf „Flexibilität“ - mit Blick auf den Gegner.
5 Der Verlierer
Alexander Merkel bekam wieder einmal eine Chance von Beginn an - und nutzte sie wieder nicht. Der Mittelfeldspieler dürfte gegen Heidenheim seinen Startelfplatz verlieren. Vermutlich an Neuzugang Robert Tesche. Vitaly Janelt und Thomas Eisfeld trainierten weiterhin nur individuell.