Duisburg. . Als gebranntes Kind aus Würzburger Zeiten mahnt der Mittelfeldspieler zur Konzentration im Abstiegskampf. Bei den Zebras ist er längst etabliert.
Sollte ein Spieler des MSV Duisburg angesichts der komfortablen Situation des Fußball-Zweitligisten auf die Idee kommen, abzuheben, wird Lukas Fröde dazwischen schlagen. Aus gutem Grund. Vor einem Jahr heuerte der Mittelfeldspieler bei den Würzburger Kickers an. Die Franken schienen mit 27 Punkten in der 2. Bundesliga gesichert, es folgte jedoch ein Absturz ins Bodenlose und in die 3. Liga. Deshalb mahnt der 22-Jährige: „Wir haben noch nichts erreicht.“
Erreicht haben die Zebras zwar 26 Punkte aus 18 Spielen – der Abstand zu den Relegationsplätzen – oben wie unten – beträgt aber nur sieben Punkte. Sieben Punkte können in Krisenzeiten schnell dahinschmelzen.
Abwärtsspirale in Würzburg
Lukas Fröde wechselte vor einem Jahr von Werder Bremen zum forschen Zweitliga-Aufsteiger nach Würzburg, um mehr Spielpraxis zu sammeln. Die Franken holten in der Rückserie nur noch sieben Punkte und blieben dabei sieglos.
Es war eine Abwärtsspirale. Im ersten Spiel der Rückrunde gaben die Kickers beim 1:1 gegen Eintracht Braunschweig in der Nachspielzeit den Sieg aus der Hand. Es folgten vier Niederlagen in Serie, die das Selbstbewusstsein der Würzburger auffraßen.
Eine ähnliche Situation will Lukas Fröde beim MSV Duisburg nun um jeden Preis vermeiden. „Wir werden in der Rückrunde noch härter arbeiten als bisher“, gibt der Mittelfeldmann die Marschroute vor. Er werde nicht „Ruhe geben, bevor wir gesichert sind.“
Der Wechsel nach Duisburg hat sich für Lukas Fröde längst gelohnt. Im ersten halben Jahr etablierte er sich als Stammspieler und Leistungsträger. Die Aufgabe im defensiven Mittelfeld erfüllt der Mann mit der Rückennummer 16 mit der entsprechenden Härte und Konsequenz. Auch auf dem Platz gibt der gebürtige Fuldaer auch keine Ruhe.
Zweimal gesperrt
Dass Lukas Fröde kein Kind von Traurigkeit ist, wird beim Blick auf seine Kartenbilanz deutlich. Direkt am ersten Spieltag fing er sich in Dresden eine gelb-rote Karte an, bis zur Winterpause kamen noch sechs gelbe Karten hinzu. Er kommt somit „nur“ auf 16 Zweitliga-Einsätze beim MSV Duisburg, weil er in den beiden übrigen Spielen gesperrt fehlte.