Prag. . Bei der U-21-EM setzt Trainer Horst Hrubesch auch im letzten Gruppenspiel gegen Tschechien auf seine Führungsfigur vom Premier-League-Klub FC Liverpool.

Keine Frage, er ist eine Erscheinung. Groß, breitschultrig. Ein Athlet, der der Statur nach auch Zehnkämpfer sein könnte. Doch es ist nicht nur die überragende Physis, die Emre Can auszeichnet: Can hat einen feinen Fuß – und mit seinen 21 Jahren im Fußball mehr Stationen gesehen als mancher während der gesamten Karriere. Diese Erfahrung soll helfen, Deutschland heute im letzten Gruppenspiel gegen Tschechien (20.45 Uhr/ZDF) ins Halbfinale der U-21-EM zu bringen.

Auch U-21-Trainer Horst Hrubesch setzt bei der EM in Tschechien auf Can: „Der hat sich entwickelt“, sagt er. „Und wenn der auftritt, dann ist klar: Hier kommt der Emre Can.“

Nur bei Bayern hat es nicht geklappt

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Der Emre Can spielt in Liverpool. Er kam aus Leverkusen, wo er ein Jahr lang überzeugt hatte, nachdem er sich als Juniorenspieler in der ersten Mannschaft der Bayern nicht durchsetzen konnte. Can kann sowohl in der Dreierkette verteidigen, als auch im defensiven Mittelfeld das Spiel ankurbeln. Beide Positionen hat er in Liverpool gespielt, und mittlerweile hat Can sich nicht nur beim Anhang einigen Kredit erspielt. Der widmete ihm ein Lied: „Emre Can, he is our magic man“ heißt der Refrain, der ignoriert, dass der Nachname „Tschaan“ gesprochen wird. Auch Trainer Brendon Rogers ist voll des Lobes und beschwört die Entwicklungschancen des Youngsters: „Emre ist sich für die Drecksarbeit nicht zu schade. Er wird sich zu einem Weltklassespieler entwickeln.“

Tatsächlich scheint das Vertrauen in ihn unendlich groß zu sein. Denn Liverpool war nicht auf den Transfermarkt aktiv, um einen Nachfolger für den legendären Steven Gerrard zu suchen, der seine Karriere beendet hat. Diese Rolle soll der „magic man“ spielen. In Netz kursieren Videos, die ihn als den „next Gerrarrd“ beschwören.

„Ich bin vom Typ her ein Führungsspieler“

Gerrard, die Klublegende, der mehr als 500 Spiele für Liverpool machte: das ist eine ganz besondere Hausnummer. Can gefällt diese Wertschätzung. An Selbstvertrauen hat es ihm eh nie gefehlt. Munter bläst er ins Horn. Die Engländer, die täten ihm „jetzt schon leid“, wenn es gegen sie im Halbfinale ginge. Solche Aussagen werden in der neuen Heimat sportlich genommen, sorgen aber nicht dafür, dass der Druck auf die DFB-Equipe und Can schwindet. Aber das ficht ihn nicht an: „Ich bin vom Typ her ein Führungsspieler.“

Im Klub der Führungsspieler, dem FC Bayern, war kein Platz. Das kränkt Can, doch es ist ein Ansporn: „Die Bayern werden es noch bereuen, mich gehen gelassen zu haben.“

Marc-André ter Stegen (FC Barcelona)

Nein, nein, wir haben uns nicht vertan. Die Rede ist von dem Marc-André ter Stegen, der gerade eben mit dem großen FC Barcelona das Triple in Spanien geholt und den Henkelpott der Champions League in der Berliner Abendhimmel gereckt hat. Der Ex-Gladbacher (23) machte alle Spiele für Barça in der Champions League und alle Spiele im spanischen Pokal.

Marc-André ter Stegen (FC Barcelona)

Er wird selbst von der eher miesepetrigen Presse in Spanien andauernd für sein modernes Torwartspiel gelobt. Warum er nicht dauerhaft bei Jogi Löw spielt? Weil wir's können. Vielleicht auch nur, um die Engländer zu ärgern.

Bernd Leno (Bayer Leverkusen)

Hat mit 23 Jahren schon 133 Mal Bundesliga und 32 Mal Europapokal gespielt. Nicht unmaßgeblich daran beteiligt, dass Leverkusen in der letzten Saison nur 37 Tore kassiert hat, also die drittbeste Abwehr der Liga stellte. Nicht der beste Freund von Marc-André ter Stegen, aber der denkbar beste Ersatz, sollte der Barça-Profi ausfallen.

Bernd Leno (Bayer Leverkusen)

Vielleicht nicht ganz so elegant mit dem Fuß wie ter Stegen, aber mindestens genauso reaktionsstark. Würde in England schon seit fünf Jahren A-Nationalelf spielen.

Timo Horn (1. FC Köln)

Etwas unerfahrener, aber nicht minder talentiert als seine Mitstreiter auf der Torwartposition. Spielt für den Effzeh, seitdem er 9 Jahre alt ist. Spielt im DFB-Trikot, seitdem er 14 Jahre alt ist.

Timo Horn (1. FC Köln)

Wurde 2014 Zweitliga-Meister, hielt in der letzten Saison, also in seinem ersten Bundesliga-Jahr, mit den Kölnern als Aufsteiger souverän die Klasse. Mag auch damit zusammenhängen, dass der 22-Jährige nur 40 Gegentore kassierte. Besser waren nur die Schnapper von Bayern, Wolfsburg, Gladbach und Leverkusen. Dürfte bei diesem Turnier nicht die ganz große Rolle spielen. Ist aber trotzdem sehr lässig, so einen dritten Mann zu haben.

Julian Korb (Borussia Mönchengladbach)

War unter Lucien Favre die meiste Zeit der letzten Bundesliga-Saison als Rechtsverteidiger gesetzt. Zur Info: Favre trainiert den Klub, der die zweitbeste Abwehr der Liga stellte, am Ende Dritter wurde und direkt in die Champions League einzog.

Julian Korb (Borussia Mönchengladbach)

24 Spiele machte Korb in dieser Spielzeit, stand sechsmal in der Europa League auf dem Platz. Dürfte erste Wahl sein, wenn es um den Posten hinten rechts in der Abwehr geht. Zu Recht.

Robin Knoche (VfL Wolfsburg)

Bei all dem Abfeiern der Naldos, de Bruynes und Dosts vergisst man gerne, dass der 23-Jährige maßgeblichen Anteil an der Granatensaison des Vizemeisters hatte. Machte 27 Liga-Spiele, 11 Europa-League-Partien und wirkte dreimal im DFB-Pokal mit, den der VfL ja letztlich gewann. Bemerkenswert: In all diesen 41 Partien holte er sich nur einmal die gelbe Karte ab.

Robin Knoche (VfL Wolfsburg)

Spielstark, gut im Timing, fair - Qualitäten, für die einst Mats Hummels hochgejubelt wurde. Sein Trainer Dieter Hecking meint, dass er bald einer für Jogi Löw wird. Wird aber vorher noch so ziemlich jedes Spiel bei dieser EM machen müssen.

Matthias Ginter (Borussia Dortmund)

Hatte nach seinem Wechsel von Freiburg zum BVB nicht das allerbeste Jahr. Wobei 14 Ligaspiele und fünf Champions-League-Einsätze eher Jammern auf hohem Niveau bedeuten für einen 21-Jährigen, der in den drei Jahren zuvor 70 Bundesligaspiele, fünf Europa-League-Partien und einen Weltmeisterschaftsgewinn mitgemacht hatte.

Matthias Ginter (Borussia Dortmund)

Manchmal als Innenverteidiger, manchmal als Sechser. Kann er beides. In der Branche bezweifelt daher auch niemand, dass die kleine Durststrecke irgendwann vorbei und Ginter dann eine Rakete sein wird. Vielleicht ja jetzt schon bei diesem Turnier.

Dominique Heintz (1. FC Köln)

Der einzige (Ex-)Zweitligaspieler im Defensivverbund. Hat im deutschen Fußball-Unterhaus allerdings auch schon 63 Partien auf dem Buckel. Kopfballduelle gegen ihn machen in der Regel überhaupt keinen Spaß.

Dominique Heintz (1. FC Köln)

Konnte aus persönlicher Sicht sehr zufrieden sein mit der letzten Saison, auch wenn es mit Lautern ganz knapp nicht zum Aufstieg in die Bundesliga reichte. Ihm wahrscheinlich auch egal. Spielt nämlich ab Juli für den Effzeh. Dürfte in der Innenverteidigung erst mal nur das Backup sein für Ginter und Knoche.

Nico Schulz (Hertha BSC)

Ist gerade 22 geworden. Macht trotzdem aller Wahrscheinlichkeit im Oktober sein 100. Spiel als Profi. Hatte mit der Hertha nicht das beste Jahr, was aber wohl eher am gesamten Defensivverbund als an ihm allein lag.

Nico Schulz (Hertha BSC)

Interpretiert die Linksverteidigerposition gerne offensiv. Dürfte auf links gesetzt sein zum Start des Turniers.

Christian Günter (SC Freiburg)

Machte in der zurückliegenden Saison alle 34 Bundesligaspiele für die Breisgauer. Wurde wie so viele der Freiburger Profis in der eigenen Jugend ausgebildet, was grundsätzlich schon mal ein Qualitätsmerkmal ist.

Christian Günter (SC Freiburg)

Wird beim Turnier allerdings wohl erst mal in der zweiten Reihe stehen, weil Horst Hrubesch mit Nico Schulz noch einen richtig guten Linksverteidiger mitgenommen hat.

Maximilian Arnold (VfL Wolfsburg)

Hat eine Saison hinter sich, die viel besser nicht hätte laufen können. Stand in der abgelaufenen Saison wettbewerbsübergreifend 40 Mal auf dem Feld. Durfte im Pokalfinale von Beginn an ran. Und das alles in einem der bestbesetzten Kader der Bundesliga. Mit 21.

Maximilian Arnold (VfL Wolfsburg)

Kann's auf der Sechs, auf der Acht und auf den Flügeln. Einziges "Problem": Das können fast alle in diesem Mittelfeld.

Leonardo Bittencourt (Hannover 96)

Hat brasilianische Eltern, spielt dementsprechend Fußball. Technisch stark, gutes Auge. Steiler Aufstieg in Cottbus, Bankdrücker beim BVB, seit zwei Jahren Leistungsträger in Hannover, wobei die letzte Spielzeit für ihn nicht ganz so glatt lief wie die vorletzte.

Leonardo Bittencourt (Hannover 96)

Variabel einsetzbar, aber das muss man in diesem Kader eigentlich nicht erwähnen.

Emre Can (FC Liverpool)

Ausgebildet bei den Bayern, gereift bei Bayer Leverkusen, seit letzten Sommer Stammspieler beim FC Liverpool. Früher als Außenverteidiger, jetzt auch immer mal wieder auf der Sechs. Zuverlässiger Abräumer und Initiator. Entnervte Diego Costa vom FC Chelsea so sehr, dass er eine Tätlichkeit beging und ein paar Wochen zuschauen musste.

Emre Can (FC Liverpool)

Wurde in den letzten Monaten in beinahe skurriler Weise mit Lob überhäuft - in Deutschland und auf der Insel. Kostproben: „Emre ist der kompletteste Spieler, den ich in meiner Karriere je gesehen habe." (Steffen Freund)  "Es gibt keinen besseren Spieler." (Liverpool-Kollege Kolo Touré) Wäre komisch, wenn er nicht in der Startelf zu finden ist.

Kerem Demirbay (Hamburger SV)

Kommt aus Herten. hat auf Schalke, beim BVB und in Wattenscheid gelernt. Das muss man nicht so cool finden wie wir, hat in seinem Fall aber doch dazu geführt, dass er ein richtig Guter geworden ist.

Kerem Demirbay (Hamburger SV)

War in der letzten Saison vom HSV an Lautern ausgeliehen und bewährte sich da im offensiven Mittelfeld. Ist schnell, kräftig und groß, angesichts der namhaften Konkurrenz im Mittelfeld wohl aber erstmal nur zweite Wahl.

Johannes Geis (1. FSV Mainz 05)

Soll in diesen Tagen angeblich auf der Wunschliste von Schalke, Dortmund, Lazio Rom und Atletico Madrid stehen. Wahrscheinlich, weil er einer der Besten war beim FSV Mainz in der letzten Saison und erst 21 Jahre alt ist.

Johannes Geis (1. FSV Mainz 05)

Machte in der abgelaufenen Spielzeit alle 34 Bundesligaspiele, erzielte vier Tore und bereitete weitere vier vor - ist also ziemlich torgefährlich für einen Sechser. Apropos Torgefahr: Alles, was nach halbwegs gefährlichem Freistoß aussieht, macht er zu einer dicken Chance. Heißer Startelfkandidat.

Joshua Kimmich (FC Bayern)

Ob das nun gut oder schlecht für seine Entwicklung sein wird, steht in den Sternen. Auf jeden Fall hat der 20-Jährige, der mit RB Leipzig 2014 in die 2. Liga aufstieg und in der letzten Saison lange um den Bundesliga-Aufstieg mitspielte, so sehr überzeugt, dass der große FC Bayern unlängst bereit war, 8,5 Millionen Euro für ihn auf den Tisch zu legen.

Joshua Kimmich (FC Bayern)

Es hieß, er sei ein "Wunschspieler von Pep Guardiola". Er selbst sagte, er sei "erschrocken" gewesen über die Höhe der Transfersumme. Was ihn ähnlich solide wirken lässt wie sein Spiel im defensiven Mittelfeld.

Felix Klaus (SC Freiburg)

Kommt mit seinen 22 Jahren schon auf satte 119 Pflichtspiele im Profibereich. Fühlt sich im offensiven Mittelfeld genauso wohl wie im Sturm. Brachte es daher in seinen 76 Erstligapartien auch schon auf 17 Torbeteiligungen.

Felix Klaus (SC Freiburg)

Trifft ganz gerne auch mal per Freistoß. Ganz sicher eine Option, wenn Hrubesch sein Mittelfeld voll auf Offensive bürsten will.

Moritz Leitner (Borussia Dortmund)

Schon vor fünf Jahren jagte ihn halb Fußball-Deutschland, ehe er schließlich von den Münchner Löwen zum BVB wechselte. Dorthin soll er, Stand jetzt, in diesem Sommer auch wieder zurückkehren, nachdem er die letzten zwei Jahre beim VfB Stuttgart eine gute Rolle gespielt hatte.

Moritz Leitner (Borussia Dortmund)

Wahlweise Sechser oder Achter. Mit 23 Partien für das U21-Team der Erfahrenste im Kader, in Abwesenheit von Kevin Volland auch Kapitän. An einem guten Tag ein genialer Stratege.

Yunus Malli (1. FSV Mainz 05)

Begann seine Profikarriere 2011 in Mainz, wurde seitdem immer stärker. Gehörte in der abgelaufenen Saison zu den Leistungsträgern am Bruchweg. Erzielte sechs Tore selbst und bereitete drei weitere vor.

Yunus Malli (1. FSV Mainz 05)

Gewann zusammen mit Marc-André ter Stegen und Bernd Leno schon die U17-EM vor sechs Jahren. Weiß also nicht nur, wie man im offensiven Mittelfeld Strippen zieht, sondern auch, wie man TItel holt.

Max Meyer (FC Schalke 04)

Mit 19 Jahren und sieben Monaten das Küken des Kaders. Dafür aber schon 16-facher Champions-League-Spieler, elffacher Bundesliga-Torschütze und geschätzte 15 Millionen Euro wert. Sehr stark im Dribbling und sehr zielstrebig vor dem gegnerischen Tor.

Max Meyer (FC Schalke 04)

Hatte es in dieser Schalker Seuchen-Saison schwer, große Schritte nach vorne zu machen. Ist aber allemal gut für Geniestreiche hinter den Spitzen. Wurde bei seinem letzten U-Turnier, der U-17-EM 2012, Torschützenkönig und bester Spieler.

Amin Younes (Borussia Mönchengladbach)

Die Gladbacher Leihgabe spielte am Ende der letzten Saison keine große Rolle mehr beim FCK, nachdem er sich zu Beginn der Spielzeit mit einem Muskelfaserriss rumplagen musste.

Amin Younes (Borussia Mönchengladbach)

Alles in allem: kein gutes Jahr für den 21-Jährigen, der zuvor in Gladbach zwar nicht zum Stamm gehörte, aber immer wieder mit starken Auftritten im offensiven Mittelfeld auf sich aufmerksam gemacht hatte. Dürfte in Tschechien nicht zur ersten Reihe gehören.

Serge Gnabry (FC Arsenal)

Debütierte mit 17 als Profi. In der Premier League. Unter Arsene Wenger. Beim FC Arsenal. Wird da als zweitjüngster Torschütze der Vereinshistorie geführt. Mehr muss man eigentlich nicht sagen. Außer, dass das alles schon eine Weile zurückliegt - heute ist er immerhin schon 19.

Serge Gnabry (FC Arsenal)

Hatte nach seiner Debüt-Saison immer wieder Probleme mit Verletzungen, spielte in der letzten Saison daher nur im U21-Ableger der Premier League. Ist aber rechtzeitig für das Turnier wieder richtig fit. Gibt sich bescheiden, ist ja auch der zweitjüngste im Team. Trotzdem allemal mehr als eine Not-Alternative.

Philipp Hofmann (1. FC Kaiserslautern)

Noch so einer, der mit 22 kurz vor seinem 100. Profispiel steht. Hat in den letzten drei Zweitliga-Spielzeiten nie weniger als 30 Partien gemacht für Paderborn, Ingolstadt und Kaiserslautern. Hat in dieser Zeit 21 Mal getroffen und viermal vorbereitet.

Philipp Hofmann (1. FC Kaiserslautern)

1.95 Meter groß, was für seine Gegenspieler das Amüsement beim Verteidigen in Grenzen hält. Taugt als einzige Spitze, ergänzt sich aber auch gut mit den wendigeren Co-Angreifern.

Kevin Volland (1899 Hoffenheim)

Wir haben erst gedacht, unsere Datenbank spinnt, aber sie tut es nicht: Volland ist 22 und hat schon 99 Bundesligaspiele gemacht. Und 57 Zweitligaspiele. Und zwölf Partien im DFB-Pokal. Und drei Spiele in der A-Nationalelf. Er war schon an 53 Bundesligatoren beteiligt. Und an 34 Treffern in der zweiten Liga.

Kevin Volland (1899 Hoffenheim)

Ist beidfüßig, schnell und ziemlich robust. Vielleicht, weil er früher mal Eishockey gespielt hat. Ist obendrein auch Hrubeschs Kapitän. Ohne zu übertreiben: Hat das Zeug, um Spieler des Turniers zu werden.

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