Bremen. Die Sportminister der Bundesländer können sich laut Bremer Senatorin offenbar nicht auf eine Empfehlung zum Bundesliga-Spielbetrieb einigen.

Die Sportministerkonferenz (SMK) hat sich erneut für eine Wiederaufnahme der Bundesliga-Saison frühestens ab Mitte Mai ausgesprochen. "Die Fortsetzung des Spielbetriebes in der Fußball-Bundesliga vor leeren Zuschauerrängen erachtet die SMK nach wie vor ab Mitte oder Ende Mai für vertretbar", sagte die SMK-Vorsitzende, die Bremer Sportsenatorin Anja Stahmann (Grüne), einer Mitteilung zufolge am Montag. "Die Deutsche Fußball-Liga muss dabei strengste hygienische und medizinische Voraussetzungen schaffen, durchsetzen und mit geeigneten Maßnahmen überprüfen."

Keine Empfehlung für die Kanzlerin von den Ländern

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Zu einer abschließenden Einigung sei es bei der telefonisch durchgeführten Konferenz der Sportministerinnen und -minister der Bundesländer am Montag nicht gekommen, heißt es in der Mitteilung. Eine solche soll im Bundeskanzleramt bis zu diesem Dienstagabend vorgelegt werden. Sie soll als Grundlage für die Beratungen von Bundeskanzlerin Angela Merkel mit den Ministerpräsidentinnen und Ministerpräsidenten am Donnerstag über die weitere Öffnung der Gesellschaft in der Corona-Pandemie ab dem 4. Mai dienen.

In der SMK sei noch die Frage in der Diskussion, welche Empfehlungen sie für den Fall weiterhin begrenzter Testkapazitäten aussprechen wolle. "Wir müssen diese Frage gewissenhaft prüfen und noch weiter diskutieren", sagte Stahmann. "Der Sport darf generell nicht den Vorwurf auf sich ziehen, dass er Testkapazitäten beansprucht, die für den allgemeinen Gesundheitsschutz zum Beispiel in Altenheimen oder Kliniken dringend gebraucht werden."

Die Deutsche Fußball Liga (DFL) hatte am vergangenen Donnerstag ein umfassendes Konzept zur möglichen Wiederaufnahme des Spielbetriebs vorgestellt. Dieses Konzept sieht unter anderem zahlreiche Corona-Tests für Fußballprofis vor. (dpa)