Kühlungsborn. In einem Hotel an der Ostsee-Küste haben sich mehr als 300 Gäste mit Noroviren infiziert. Das Haus in Kühlungsborn wurde bis kommenden Sonntag geschlossen. Einige Betroffene mussten ins Krankenhaus gebracht werden.

Wegen eines massiven Noroviren-Ausbruchs ist ein Ostsee-Hotel in Kühlungsborn komplett geräumt und geschlossen worden. Inzwischen hätten sich mehr als 300 Personen mit dem hochansteckenden Erreger infiziert, der Magen-Darm-Erkrankungen verursacht, teilte das Landratsamt des Kreises Rostock am Donnerstag mit.

Seit Anfang Oktober seien vermehrt Fälle von Magen-Darm- Erkrankungen in dem 750-Betten-Hotel aufgetreten, das Norovirus sei als Ursache nachgewiesen. Die Schließung soll bis Sonntag dauern. Bis dahin soll eine gründliche Desinfektion erfolgen.

Hotelgäste steckten sich trotz Desinfektion an

In dem Hotel waren zuletzt Reisegruppen mit Senioren untergebracht, die über einen Reiseklub jeweils einwöchige Programme in Kühlungsborn gebucht hatten. Zwar seien bereits Mitte des Monats umfangreiche Desinfektionsmaßnahmen begonnen worden. Trotzdem hätten sich weiter zahlreiche Gäste angesteckt.

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Der Reiseklub habe sich auf Anraten des Kreis-Gesundheitsamtes entschlossen, an diesem Donnerstag die vorzeitige Abreise der Gäste zu organisieren. Deshalb sei eine amtliche Anordnung auf Schließung vermieden worden. Die Anreise der nächsten Gäste sei für kommenden Sonntag geplant.

Die von Noroviren ausgelöste Erkrankung äußert sich unter anderem durch Brechdurchfall und kann sich sehr schnell verbreiten. Bei den meisten Patienten verlaufe die Krankheit ohne größere Folgen und ebbe in der Regel nach 48 Stunden ab, hieß es. Die Viren können durch Schmierinfektionen oder durch orale Aufnahme virushaltiger Tröpfchen übertragen werden. (dpa)