Gelsenkirchen. Ein Problem weniger bei Schalke 04: Trainer Thomas Reis und Torwart Ralf Fährmann haben nach unseren Informationen die Differenzen ausgeräumt.

Friedensgipfel beim FC Schalke 04: Trainer Thomas Reis und Torwart Ralf Fährmann haben die Länderspielpause genutzt, um sich auszusprechen. Nach Informationen dieser Zeitung tauschten sich die beiden am Montagabend in einem Vier-Augen-Gespräch und beseitigten alle Missverständnisse. Auf Nachfrage bestätigte Schalke das Gespräch.

Hand drauf: Schalke-Trainer Thomas Reis (l.) und Torwart Ralf Fährmann haben sich ausgesprochen.
Hand drauf: Schalke-Trainer Thomas Reis (l.) und Torwart Ralf Fährmann haben sich ausgesprochen. © firo

Fährmann war von Reis nicht für das Zweitligaspiel beim SV Wehen Wiesbaden (1:1) am Samstag nominiert worden, hinter Stammkeeper Marius Müller hielt sich Michael Langer als Ersatztorhüter bereit. Reis hatte schon in Wiesbaden gesagt, es handle sich nur um eine einmalige Sache, keine Suspendierung. Er hielt Wort: Schon am Montag nahm Fährmann wieder am Mannschaftstraining teil, am Freitag (18.30 Uhr) soll er im Testspiel beim Drittligisten SSV Ulm 1846 sogar spielen.

Schalke: Fährmann-Berater Backs mit brisanten Aussagen

Vor rund einer Woche hatte ein Sport-Bild-Artikel den Wirbel ausgelöst. Stefan Backs, der Berater von Fährmann, hatte sich darüber beschwert, wie sein Klient im Sommer behandelt worden war. Fährmann war als klare Nummer eins in die Zweitliga-Saison gegangen, hatte aber wegen einer hartnäckigen Verletzung die Vorbereitung und die ersten drei Pflichtspiele verpasst. Reis machte den vom FC Luzern gekommenen Marius Müller zur Nummer eins. Müller hielt gut und behielt den Posten, als Fährmann gesund zurückkehrte. Das erzürnte Backs: „So wird eine Schalke-Legende zerstört. Der Verein hat schon mehrfach den Fehler gemacht, den Torwart zu wechseln. Es ist nicht akzeptabel und nicht nachvollziehbar, dass man nun wieder einen Wechsel vornimmt – ohne es auch sauber mit Ralf zu kommunizieren.“

Über diese Worte, die noch polemische Ergänzungen enthielten, ärgerte sich Reis maßlos, zumal sich Fährmann nicht davon distanzierte, sondern schwieg. Noch in Wiesbaden zeigte sich Reis unmissverständlich und gab an, dass er sich nicht um eine Aussprache bemühen würde. Er hätte die Unruhe nicht ausgelöst. "Ich sehe mich nicht in der Bringschuld", sagte Reis. Ein riskanter Kurs - Fährmanns Wort als Klublegende und Führungsspieler hat Gewicht.

Nun haben sich die Beiden ausgesprochen. Alles wieder gut auf Schalke? Das werden die kommenden Wochen zeigen.

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