Der iPhone- und iPad-Hype machen Apple neben Coca-Cola zur wertvollsten Marke der Welt. Mercedes und BMW liegen auf Platz elf und zwölf.

Frankfurt/Main. Die Welt der sogenannte Marken-Ikonen gerät in Bewegung: Zwar greift der markenbewusste Konsument bei Durst immer noch gerne zur Coca-Cola – allerdings nur, wenn er in der anderen Hand ein Produkt von Apple in der Hand hält. Denn laut der aktuellen Liste der Beratungsfirma Interbrand sind dies die beiden wertvollsten Marken der Welt.

Doch während Coca-Cola der Dauer-Spitzenreiter des jährlich ermittelten Ranking ist, hat der weltweite Run auf iPhones und iPads den US-Konzern Apple ganz neu auf Platz zwei katapultiert – von Rang acht im vorigen Jahr. Der angebissene Apfel verdrängte damit den Software- and Server-Hersteller IBM auf den dritten Platz.

Mit Google und Microsoft folgen weitere Technologiekonzerne. „Technologiemarken werden auch in den nächsten Jahren weiter an Bedeutung gewinnen und zunehmend Einfluss auf unser Leben und unsere Zukunft nehmen“, begründet Interbrand-Europachef Cassidy Morgan die Stärke der Branche.

Auf 77,8 Milliarden Dollar beziffert Interbrand den Markenwert von Coca-Cola, auf 76,6 Milliarden Dollar den von Apple. Bei der Studie bewerten die Experten den Erfolg des Unternehmens, das Gewicht der Marke bei der Kaufentscheidung und die Rolle bei der Sicherung künftiger Gewinne. „Die weltweit 100 wertvollsten Marken zeichnen sich besonders dadurch aus, dass sie die Bedürfnisse von Verbrauchern, von Mitarbeitern, aber auch von Investoren berücksichtigen“, erläutert Interbrand-Chef Jez Frampton die Methodik der Studie.

Zu den Gewinnern des Rankings gehören auch die Automarken. Toyota ist hier der Spitzenreiter der Branche auf Platz zehn, dicht gefolgt von Mercedes-Benz und BMW - alle machten im Vergleich zum Vorjahr mindestens einen Platz im Ranking gut. „Automobilhersteller stellen sich mehr und mehr auf die emotionale Verbindung ein, die oft zwischen Konsumenten und ihren Autos entsteht“, hieß es in der Studie.

Auch die anderen deutschen Automarken machten Plätze gut: VW kletterte auf Rang 39, Audi auf Rang 55 und Porsche auf Platz 72. Insgesamt schafften es neun deutsche Marken auf die Liste der besten hundert: Neben den fünf Automarken waren dies SAP (Platz 25), Siemens (51), Adidas (60) und Allianz (62). In der Länderwertung ist Deutschland zweiter hinter dem unangefochtenen Markenweltmeister: Mehr als die Hälfte der Marken stammt aus den USA. Frankreich und Japan sind mit jeweils sieben Marken im Ranking vertreten, Großbritannien mit vier.

Neu in der Liste der 100 wertvollsten Marken ist Pampers, die Windelmarke von Procter & Gamle (34), das Social-Media-Netzwerk Facebook (69) und die südkoreanische Automarke Kia (87).

Zu den Verlierern des Jahres 2012 gehören Blackberry, Goldman Sachs und Nokia – hier wirkten sich der Kampf um den Smartphone-Markt und die Finanzkrise aus. Dass Luxus auch in Wirtschaftskrisen angesagt ist, zeigen die Platzierungen von Louis Vuitton (Rang 17), Gucci (38) oder Hermès (63). Sie alle konnten ihren Markenwert steigern.