Neben Thomas Müller und Toni Kroos beruft der Bundestrainer auch drei HSV-Akteure für das WM-Testspiel gegen Argentinien.

Frankfurt. Vor dem Freundschaftsspiel der deutschen Fußball-Nationalmannschft gegen Argentinien hat Bundestrainer Joachim Löw drei Spieler vom HSV für sein Aufgebot nominiert. Jerome Boateng, Marcell Jansen und Piotr Trochowski gehören zum 26-köpfigen Team, das am kommenden Mittwoch (20.45 Uhr/live im ZDF und im Live-Ticker bei abendblatt.de) in München gegen die von Diego Maradona trainierten Südamerikaner antritt. Nicht dabei ist Dennis Aogo, der vor Wochen zum Leistungstest eingeladen wurde und nun hinsichtlich der Weltmeisterschaft in Südafrika einen kleinen Dämpfer erhält.

Berechtigte Hoffnungen auf ein WM-Ticket dürfen sich Thomas Müller von Bayern München und der Leverkusener Toni Kroos machen. Die beiden Jungstars gehören wie erwartet dem Mammut-Aufgebot der deutschen Fußball-Nationalmannschaft für das Länderspiel gegen Argentinien an. Die Partie ist für Bundestrainer Joachim Löw der einzige Test vor der Nominierung des endgültigen 23-köpfigen WM-Kaders Anfang Mai und dem anschließenden Start der Vorbereitungen für das Turnier in Südafrika (11. Juni bis 11. Juli).

Löw berief insgesamt gleich 26 Spieler in den Kader für München, darunter in Rene Adler (Bayer Leverkusen) und Manuel Neuer (Schalke) nur zwei Torhüter. Der Bremer Tim Wiese musste wegen einer Muskelverletzung absagen.

Im deutschen Mittelfeld ist der Kampf um die begehrten WM-Tickets am größten. 13 Spieler streiten sich für den Klassiker gegen die „Gauchos“ um vier Plätze, gesetzt sind nur Kapitän Michael Ballack und Bastian Schweinsteiger.

Sogar Thomas Hitzlsperger gehört dem Kader des Vizeeuropameisters an. Dabei ist der 27 Jahre alte Ex-Stuttgarter seit Wochen außer Form und auch bei seinem neuen Klub Lazio Rom kein Stammspieler. Neben den Neulingen Müller und Kroos besitzen aktuell Sami Khedira und trotz Formschwäche auch Mesut Özil gute Chancen.

Im Angriff darf sich der Stuttgarter Cacau erneut bewähren. Der 28-Jährige hatte in der vergangenen Woche mit vier Treffern in Köln und einem Tor in der Champions League gegen Barcelona auf sich aufmerksam gemacht. Auch Miroslav Klose, der beim FC Bayern derzeit nur Ersatz ist, und „Problemfall“ Lukas Podolski genießen weiter das Vertrauen von Löw. Podolski ist in der Liga schon seit 1300 Minuten ohne Torerfolg.

Verzichten muss Löw gegen Argentinien auf den verletzten Simon Rolfes. Auch Schalkes Heiko Westermann, der am Freitagabend gegen Dortmund nach längerer Verletzungspause sein Comeback feiern sollte, wurde nicht berücksichtigt.

Im Gegensatz zum Leistungstest der DFB-Auswahl Ende Januar fehlen zudem neben Wiese und Rolfes auch Andreas Beck, Dennis Aogo, Robert Huth und Patrick Helmes. Weiterhin in Geduld müssen sich auch der Münchner Holger Badstuber und der Dortmunder Mats Hummels.

Das deutsche Aufgebot für das Länderspiel gegen Argentinien in München:

Tor: Rene Adler (Bayer Leverkusen), Manuel Neuer (Schalke 04)

Abwehr: Jerome Boateng (Hamburger SV), Arne Friedrich (Hertha BSC Berlin), Philipp Lahm (Bayern München), Per Mertesacker (Werder Bremen), Marcel Schäfer (VfL Wolfsburg), Serdar Tasci (VfB Stuttgart)

Mittelfeld: Michael Ballack (FC Chelsea), Christian Gentner (VfL Wolfsburg), Thomas Hitzlsperger (Lazio Rom), Aaron Hunt, Marko Marin, Mesut Özil (alle Werder Bremen), Marcell Jansen, Piotr Trochowski (beide Hamburger SV), Sami Khedira, Christian Träsch (beide VfB Stuttgart), Toni Kroos (Bayer Leverkusen), Thomas Müller, Bastian Schweinsteiger (beide Bayern München)

Angriff: Cacau (VfB Stuttgart), Mario Gomez, Miroslav Klose (beide Bayern München), Stefan Kießling (Bayer Leverkusen), Lukas Podolski (1. FC Köln)