Fröndenberg. „Dinner für Spinner“ ist das Bühnenstück des Theaters ohne Rahmen in Fröndenberg. Was sich das Ensemble für den Start nach Corona ausgedacht hat.

Von Lampenfieber ist bei Frank Neidert nichts zu spüren. Für ihn und das Theater ohne Rahmen (ToR) geht es nach knapp dreijähriger Corona-Unterbrechung wieder zurück auf die Bühne. Mit dem „Dinner für Spinner“ wollen sie an den Erfolg früherer Jahre anknüpfen. Worauf sich das Ensemble freut – und wie die Schauspielerinnen und Schauspieler durch die bühnenfreie Zeit gekommen sind.

Zwei Vorstellungen vor Pandemie-Beginn

In gut zwei Wochen ist es wieder soweit. Dann hat die Leidenszeit der Schauspielerinnen und Schauspieler beim Theater ohne Rahmen (ToR) ein Ende. Die Theatergruppe hat sich durch den kulturellen Corona-Stillstand nicht entmutigen lassen und seit Sommer 2022 am Neustart gewerkelt.

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Dass die insgesamt fünf Vorstellungen fast restlos ausverkauft sind, überrascht sogar Frank Neidert vom Ensemble. „Wir hätten nicht gedacht, dass es wieder so losgeht“, sagt er. Vor allem mit Blick auf die kulturelle Zurückhaltung des Publikums nach Ende der Corona-Beschränkungen. „Früher hatten wir keine Sorge, dass wir acht Vorstellungen an drei Wochenenden voll bekommen“, sagt Neidert. Vor allem kleinere Theater hätten immer öfter Probleme, die vor Corona so gar nicht absehbar gewesen wären. Beim Theater ohne Rahmen ist vor allem der Bühnenbau in Eigenregie ein Kostenfaktor.

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Vor allem nachdem die bisher letzte Saison im Frühjahr 2020 nicht unbedingt in bester Erinnerung ist. „Wir sind damals zwei Mal aufgetreten und dann musste alles durch die Corona-Beschränkungen abgebrochen werden“, erinnert sich Neidert.

Nur noch Restkarten erhältlich

Dass es inzwischen fast nur noch Restkarten bei der Fleischerei Hackepeter in der Schillerstraße und Herrenmoden Reichenbach und Neithart in der Winschotener Straße gibt, freut Neidert umso mehr. Im kommenden Jahr sei es auch wieder vorstellbar, an die acht Aufführungen verteilt auf mehrere Wochenenden anzuknüpfen.

Die Hoffnung: Eine reibungslose Saison, die die Leute wieder weg von der Couch und rein ins Theater lockt. Umso größer war der Optimismus im vergangenen Sommer, als die Proben für das neueste Werk begannen: „Dinner für Spinner“.

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Keine schwere Kost fürs Publikum

Das Stück von Francis Weber ist eine erfolgreiche Boulevardkomödie. „Es lebt von sehr intensiven Dialogen, man spielt sich schnell die Bälle hin und her – aber in einer witzigen Art und Weise“, erklärt Neidert. Entsprechend viel Spaß hatten die Schauspielerinnen und Schauspieler bei den Proben.

Es gehe darum, dem Publikum nach der langen theaterlosen Zeit einfach gute Laune zu bringen und für amüsante Theaterabende und -nachmittage zu sorgen. Dafür hat das Ensemble Ende Januar extra noch ein zusätzliches Probenwochenende in Sundern eingeschoben, um bestens für die kommenden Aufführungen gewappnet zu sein. „Wir wollen keine schwere Kost anbieten“, schmunzelt Neidert. Und darum geht’s:

Karten im Vorverkauf

Die Vorstellungen am Sonntag, 19. März, und Samstag, 25. März, sind bereits komplett ausverkauft.

Für Samstag, 18. März, Freitag, 24. März, und Sonntag, 26. März, gibt es lediglich nur noch einige Restkarten.

Da das Theater ohne Rahmen keine Abendkasse versprechen kann, rät das Ensemble dazu, sich im Vorverkauf die Karten zu je 12 Euro zu sichern. Die beiden VVK-Stellen sind Fleischerei Hackepeter in der Schillerstraße und Herrenmoden Reichenbach und Neithart in der Winschotener Straße. Weitere Infos unter www.theaterohnerahmen.de

Der erfolgreiche Verleger Pierre Brochant und seine wohlhabenden Freunde haben ein zynisches Hobby. Sie veranstalten aufwendige Dinnerpartys und laden dazu möglichst peinliche Gäste ein, mit dem einzigen Zweck, sich heimlich über sie lustig zu machen. Das Motto: Wer den größten Spinner mitbringt, hat gewonnen. Pierre ist diesmal siegessicher, denn er hat einen – wie er findet – ausgemachten „Weltklassetrottel“ ausgesucht: François Pignon. Ein Finanzbeamter, der in seiner Freizeit mit Leidenschaft und Akribie Streichholzmodelle von berühmten Bauwerken bastelt und stundenlang davon berichten kann. Dumm nur, dass Pierre ein Bandscheibenvorfall ereilt, als er gerade zur Party will. Und noch dümmer, dass der „Spinner“ Pignon plötzlich vor der Tür steht. Kurzerhand macht er es sich in Pierres Luxusapartment gemütlich.

Zu allem Unglück ist François Pignon nicht nur ein verschrobener Typ, sondern auch noch ungemein hilfsbereit. Und so beginnt er, sich mit heiligem Eifer um Pierre zu kümmern und stellt so in kürzester Zeit dessen Wohnung und Privatleben komplett auf den Kopf.

Die selbstgebaute Bühne teilen sich insgesamt sechs Schauspielerinnen und Schauspieler im Laufe des Abends beim Theater ohne Rahmen.