Iserlohn. Iserlohner erhoffen sich im Duell gegen die Löwen Frankfurt ihren ersten Sieg in dieser Spielzeit. Thomas hat in seinen ersten beiden Spielen getroffen.
Die Iserlohn Roosters befinden sich weiter auf dem aufsteigenden Ast. Nach dem Punktgewinn gegen die Eisbären Berlin durften sich die Fans im zweiten Heimspiel in Folge am Dienstagabend über zwei weitere Zähler der Sauerländer gegen die Nürnberg Ice Tigers freuen. „Wir haben viele Chancen gehabt und ordentlich bis gut gespielt. Sicherlich wären auch drei Punkte möglich gewesen, aber wichtig war schon mal, dass wir gewinnen konnten“, meint Franz Fritzmeier.
Positive Energie und Selbstvertrauen getankt
Iserlohns Sportdirektor weiß, was der Erfolg in den Spielern auslöst. „Durch diesen Erfolg bekommt die Mannschaft viel positive Energie und jede Menge Selbstvertrauen. Man hat gemerkt, wie hart beide Teams gekämpft haben, weil sie um die Wichtigkeit der Partie wussten. Umso schöner, dass wir das bessere Ende für uns hatten“, zeigte sich Fritzmeier erleichtert.
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Dass die Iserlohner und deren Anhängerschaft überhaupt am Ende jubeln durften, dafür sorgte Neuzugang Christian Thomas. Der Torjäger übernahm in der Verlängerung Verantwortung und schlenzte den Puck zum entscheidenden Treffer an Niklas Treutle vorbei ins Netz. „Man erkennt sein Tempo, seine schnelle und exakte Scheibenbehandlung und die Energie, die er ins Spiel bringt“, lobt Franz Fritzmeier die Leistung des Stürmers in seinen ersten beiden Spielen für die Roosters. „Man merkt richtig, wie happy er auch ist, hier zu sein und dass sich alles so schnell zusammengefügt hat.“
Beste Nachverpflichtung seit Jahren zu dem späten Zeitpunkt
Ohne Zweifel eine derartige Verstärkung konnten die Iserlohner zuvor vielleicht seit ihrer DEL-Zugehörigkeit in dem Zeitraum nach Weihnachten nicht an Land ziehen. Das freut auch den neuen Sportdirektor, obwohl die Situation keine leichte war. „Es war ja kein Wunschkonzert, und wir hatten auch nicht die Qual der Wahl. Im Gegenteil: Wir mussten immer wieder schauen, bei welchen Spieler es überhaupt weiter Sinn gemacht hat, in dem Vertragspoker zu bleiben und wo nicht.“ Festzuhalten ist jedenfalls, dass Fritzmeiers erste Amtshandlung gleich mal gegriffen hat. „Mehrere Personen haben daran mitgearbeitet, den Wechsel unter Dach und Fach zu bringen. Am Ende freut es mich für die Mannschaft und den Club“, bleibt Fritzmeier bescheiden.
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Vor dem dritten Heimspiel in Folge stand für die Roosters am Mittwoch hauptsächlich Regeneration auf dem Programm. „In dieser Phase der Saison fahren die Spieler etwas Fahrrad, tun was für ihre Fitness und lassen sich vom Physiotherapeuten behandeln. Auf dem Eis waren lediglich die angeschlagenen Spieler und die, die gegen Nürnberg nicht viel gespielt haben“, meint Franz Fritzmeier, der davon ausgeht, dass alle Spieler, die sich aktuell mit Blessuren in den Dienst der Mannschaft stellen, auch gegen Frankfurt auflaufen können. „Ich dachte zunächst, dass es Colton Jobke und John Broda schlimmer erwischt hätte, aber beide konnten ja weitermachen“, gibt der Sportdirektor Entwarnung.
Vor dem Bully
Iserlohn Roosters – Löwen Frankfurt
Do., 19.30 Uhr, Balver-Zinn-Arena
Roosters-Kader: Im Vergleich zum Spiel am Dienstag gegen die Nürnberg Ice Tigers sind keine Änderungen geplant.
Der Gegner
Die Löwen Frankfurt erleben gerade turbulente Zeiten. Nach einer kleinen sportlichen Krise wurde am Montag Sportdirektor Daniel Heinrizi von der Vereinsführung freigestellt. Auf Tabellenplatz elf ist das Saisonziel Play-offs momentan gefährdet. Die passende Antwort gab die Mannschaft am Dienstag auf dem Eis. Mit 7:1 schlugen die Frankfurter auswärts die Grizzlys Wolfsburg.
Saison 2023/24
Iserlohn - Frankfurt: 3:0 (A), 4:0 (H), 5:2 (H), 3:2 (A)
Saison 2024/25
Iserlohn - Frankfurt: 4:5 n.V. (A), 2:6 (A), 3:4 (H)
Letzten Spiele Iserlohn: 4:3 n.V (H) Nürnberg, 5:6 n.P. (H) Berlin
Letzten Spiele Frankfurt: 7:1 (A) Wolfsburg, 0:2 (H) Köln
Gesamt-Heimbilanz gegen Frankfurt: 17 Siege - 11 Niederlagen
Die Löwen Frankfurt kennt Fritzmeier nur zu gut, weiß auch, wo deren Stärken liegen. „Die haben gerade in der Offensive jede Menge Power. Durch die Rückkehr von Dominik Bokk sind sie da jetzt noch tiefer besetzt. Auch auf der Torhüterposition haben sie sich durch Thomas Greiss noch einmal verstärkt. Frankfurt darf man auf keinen Fall zur Entfaltung kommen lassen“, warnt Fritzmeier. Auch wenn bei den Löwen aktuell etwas Unruhe herrscht, sieht Iserlohns Sportdirektor den Gegner immer noch im Soll. „Sportlich befindet sich Frankfurt trotz Tabellenplatz elf noch voll im Play-off-Rennen, und ich glaube, dass sie gute Chancen auf einen der ersten zehn Plätze besitzen.“ Jedoch glaubt Franz Fritzmeier an diesem Donnerstag an einen Iserlohner Sieg. „Wir müssen diszipliniert spielen, unser Überzahlspiel nutzen und Frankfurt unser Spiel aufzwingen. Dann haben wir eine Chance.“