Schwelm. Nichts zu holen gegen den Tabellendritten gab es für die RE Schwelm. Dem Handball-Verbandsligist fehlt es an Durchschlagskraft und Konstanz.

Nachdem sich die erste Aufregung etwas gelegt hatte, versuchte Marc Lauritsch vom Handball-Verbandsligisten RE Schwelm ein sachliches Fazit zu ziehen. Das aber fiel ihm schwerer als üblich, denn nach der 22:29 (9:14)-Niederlage seines Teams gegen den ASC 09 Dortmund ärgerte sich Lauritsch weniger über seine Spieler als dann über die Schiedsrichter. Die nahmen seiner Ansicht nach zu viel Einfluss auf die Partie.

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13 Zeitstrafen in einer Partie sind in der Tat eine außergewöhnlich hohe Zahl. Die Verteilung zeigt aber, dass keines der Teams wirklich benachteiligt wurde. Sechs sammelte die Rote Erde, sieben wurden gegen die Dortmunder um den ehemaligen Schwelmer Nazif Dadayli ausgesprochen. Das Spiel wurde über weite Strecken von vielen nickeligen Zweikämpfen dominiert, was es den Unparteiischen nicht leicht machte, immer die richtige Bewertung der vielen sehr körperlichen Duelle zu finden.

Schwelms Prüfer erwischt einen miesen Tag

Rein sportlich fehlte es den Schwelmer in Abwesenheit von Björn Wohlgemuth eindeutig an der Durchschlagskraft. Nur ganz selten gelangen einfache Tore, nahezu in jedem Angriff musste RE sehr viel investieren, um zu einem Abschluss zu kommen. Vor allem Routinier Björn Rauhaus war hier ein ständiger Antreiber, bekam letztlich aber zu wenig Unterstützung seiner Nebenleute. So erwischte beispielsweise Stephan Prüfer, sonst zuverlässiger Schütze, einen rabenschwarzen Tag. Nur einen einzigen Treffer erzielte der Rechtsaußen und ließ unter anderem zwei Siebenmeter ungenutzt.

Letztlich fiel die Niederlage dann vielleicht etwas zu deutlich aus, allerdings wirkten die Dortmunder über weite Phasen wie das deutlich homogenere Team. „Wir spielen jede Woche in einer anderen Aufstellung, da können wir uns ja gar nicht vernünftig einspielen“, wünscht sich Marc Lauritsch mehr Konstanz bei der personellen Aufstellung.

Wichtiges Spiel zum Jahresabschluss

Rein tabellarisch hat sich durch die Niederlage gegen den Tabellenzweiten aus Dortmund-Aplerbeck nichts verändert für die Schwelmer. Zum Jahresabschluss geht es am kommenden Wochenende allerdings noch einmal um zwei ganz wichtige Punkte, wenn die Rote Erde beim Vorletzten SGSH Dragons II gefragt ist. Mit einem Sieg könnte die Lauritsch-Truppe mit einem guten Polster auf die Abstiegsplätze.

RE Schwelm: Steinbach, Kaiser - Morguet (8/2), Lazaridis (3), Rauhaus (3), Bezirgiannis (2), Urland (2), Prüfer (1), Starcevic (1), Mebus (1), Schega, Süß.

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