Broich. .

Mit der Duisburger Straße wird eine der zwei Hauptverkehrsachsen gen Westen noch in diesem Jahr zum Nadelöhr. Die Stadt will ab August den Abschnitt vor der neuen Hochschule Ruhr West umbauen. In der kalkulierten Bauzeit von 41 Wochen wird es großräumige Umleitungen geben. Anwohner und ansässige Gewerbetreibende werden Geduld aufbringen müssen. Versprochen ist ihnen nach Ende der Bauarbeiten zwischen Königstraße und Bahnunterführung an der Liebigstraße eine runderneuerte Straße mit Alleecharakter – ein erster Aufschlag zur Entwicklung eines hoffentlich aufblühenden Stadtquartiers.

1,7 Mio. Euro Baukosten

Bereits im Februar 2012 hatte die Politik einen Baubeschluss für das Straßenprojekt gefasst. 450 Meter Straßenraum sowie die Zufahrt zur Feuerwache, Hochschule und Alten Dreherei werden in Angriff genommen. Es waren Baukosten in Höhe von 1,7 Mio. Euro veranschlagt, über Erschließungsbeiträgen von Eigentümern angrenzender Grundstücke sollten 550 000 Euro finanziert werden. Nicht beinhaltet sind in der Kalkulation Kosten für Gleisbau und den barrierefreien Um- und Ausbau der ÖPNV-Haltestelle Kolkmann.

Auf dem Teilstück der Duisburger Straße ist jeweils eine 3,50 Meter breite Fahrspur in jede Richtung geplant, die sich Kraftverkehr und Straßenbahn 901 teilen. Auf die separate Führung von Auto- und Straßenbahnverkehr stadtauswärts verzichtet die Stadt künftig bewusst – so gewinnt sie Platz, um auf beiden Seiten der Straße Gehwege, 1,60 Meter breite Radwege und Längsparkstreifen mit Bäumen dazwischen anzulegen. Auch ist, aus Speldorf kommend, eine Linksabbiegespur zum geplanten Hochschul-Parkhaus und zur Feuerwache vorgesehen. An der T-Kreuzung wird es eine Ampel geben – und eine separate Spur für die Notfalleinsätze der Feuerwehr.

Das Amt für Verkehrswesen und Tiefbau plant fünf Bauabschnitte, beginnend im August. Alles soll fertig sein, wenn ein Jahr später der neue Campus eröffnet werden soll. Dabei soll der Straßen- dem Hochschulbau nicht in die Quere kommen. Zudem hat laut Amt hohe Priorität, dass die Feuerwehr-Rettungsfahrten nach Speldorf und Broich während der Bauzeit sichergestellt sind. Gleichzeitig soll der ÖPNV rollen und der Individualverkehr seinen Weg zumindest eingeschränkt über die Duisburger Straßen nehmen können. Die Stadt gibt sich darüber hinaus bemüht, möglichst noch bestehende wie Ersatzparkflächen für Anlieger zur Verfügung zu stellen. Mit erheblichen Verkehrsbehinderungen ist dennoch zu rechen.