Hattingen. . Ausschreibung für die Befestigung der Felsen am Leinpfad beginnt in Kürze. Isenberg wurde mehr als vier Jahre nach dem Hangrutsch gesichert.

Der gefährdete Hang am Leinpfad steht mit Beginn der Frostperiode besonders im Fokus. Noch vor dem Winter soll er befestigt werden. Ob das nach Verzögerungen nun noch gelingt, bleibt abzuwarten. „Leider hat es recht lange gedauert bis eine Entscheidung getroffen wurde. Wir hatten gehofft, die Freigabe aus der Kämmerei noch vor den Ferien zu bekommen“, sagt Fachbereichsleiterin Solveig Holste. Ein anderer Hang ist dagegen nach vier Jahren endlich befestigt worden: der Isenberg.

Doch zunächst zum Felshang am Leinpfad: 120 000 Euro hatte der Haupt- und Finanzausschuss bei seiner Sitzung im September für die Sicherung bewilligt. Ein Stück des Hangs war Anfang März abgerutscht. Einige Felsbrocken rollten auf den unterhalb gelegenen Geh- und Ragweg. Der musste daraufhin einige Wochen gesperrt werden. Eine provisorische Sicherung wurde eingerichtet. Gutachter haben empfohlen, ein Drahtnetz im Gestein zu verankern, um das Herabstürzen von Felsen zu verhindern. Die Arbeiten werden jetzt ausgeschrieben.

„Die Gutachter werden nun noch einmal festlegen, welche Stellen genau gesichert werden müssen“, erklärt Holste. Der Bereich muss entsprechend gerodet werden. „Und dann kommt es darauf an, wann die Firmen Zeit für die Arbeiten haben.“

Vor allem Nässe mit Frost kann in Hängen gefährlich werden, wenn das gefrierende Wasser sich im Boden ausdehnt. Schon im Januar 2011 war deshalb ein Stück des Isenberges abgerutscht. In diesem Jahr wurde der Hang befestigt. Weil das nötige Geld fehlte mussten die Arbeiten mehrfach verschoben werden.

Dass die obere Schicht des Berges locker ist, stellten Gutachter schon vor vier Jahren fest – und auch, dass sich darunter festes Gestein befinde. Eine Ausschreibung zur Sicherung im vergangenen Jahr war nicht erfolgreich: Die Stadt hatte lediglich ein Angebot erhalten, das deutlich überteuert war. Die Ausschreibung wurde wiederholt.

45 000 Euro kostete die Befestigung. „Mit einem Betonriegel wurde die Standortsicherheit der historischen Burgmauer gewährleistet. Der Betonriegel ist zum Berg hin in festem Gestein verankert“, sagt Stadtsprecher Thomas Griesohn-Pflieger. Besondere Herausforderung war es, das Material auf den Berg zu bringen, da die Stelle von oben nicht zugänglich ist. „Das war von der Logistik her anspruchsvoll“, sagt Holste. Auf halber Strecke sei eine Pumpe installiert worden, die den Spritzbeton nach oben beförderte. Damit ist der Isenberg ein ganzes Stück sicherer.