Gelsenkirchen. 13 Musikacts aus der Region lieferten bei „Rock am Bahnwerk“ eine gekonnte Show ab. Die Organisatoren kommen vom Schalker Fanclub „Blauweißer Partywaggon“.

Im Gelsenkirchener Süden wurde gerockt – und das an einem ungewöhnlichen Ort: zwischen Eisenbahnwaggons. 13 Musikacts aus der Region lieferten bei „Rock am Bahnwerk“ eine gekonnte Show ab. Die Bühne des Festivalgeländes lag zwischen historischen Eisenbahnwaggons und den unter Denkmalschutz stehenden Industriehallen auf dem ehemaligen Dampflokbetriebswerk an der Grimbergstraße.

Bereits zum dritten Mal fand das Event statt; organisiert wurde es vom Schalker Fanclub „Blauweißer Partywaggon“. Schwarze Kleidung, Lederjacken und Bikerboots waren trotz der sommerlichen Temperaturen für viele Besucher kein Problem. Kühles Bier sorgte ja für Erfrischung.

Kühles Bier sorgte für Erfrischung

„Mir ist es sehr wichtig, dass hier regionale Bands spielen. Musiker aus der Gegend sollen gefördert werden, nicht welche aus Hamburg“, erklärt Frank Ukowski, der erste Vorsitzende des Blauweißen Partywaggons, der viel Zeit in Planung und Organisation der Veranstaltung investiert hat.

Die Musikrichtungen, auch wenn man alles unter dem Oberbegriff Rock zusammenfassen kann, waren sehr facettenreich. Ein Mix aus Metal, klassischem Gitarrenrock, Punk, Rockabilly und Deutschrock schallte über das Gelände.

Mit Hilfe von Zuschüssen der Stadt Gelsenkirchen und anderen Sponsoren wurde das Festival im Jahr 2013 zum ersten Mal auf die Beine gestellt. Damals noch an einem Tag. Dieses Mal rockten rund 200 Musikfans bei der dritten Ausgabe am Freitag und Samstag zwischen den Bahnwaggons in Bismarck.

„Mein Sohn spielt gerade. Das wollte ich nicht verpassen. Ab und an höre ich auch gerne mal Rock“, erzählte stolz die Mutter eines Bandmitglieds, während sie im Takt der Musik mitwippt. Namentlich mochte die 66-Jährige dann doch nicht genannt werden.

Freundliche und familiäre Atmosphäre

Romina Klingeberg wiederum wollte mit einer Freundin zum Festival, kurzfristig sagte die jedoch ab: „Ich bin trotzdem hier. Ich wollte mir das nicht entgehen lassen.“ Vor zwei Jahren hatte das Festival die 17-Jährige so begeistert, dass sie unbedingt wiederkommen musste. Bereut hatte sie es nicht.

Mig Dalski und Ulla Böckiner sind zusammen aus Recklinghausen angereist, um sich den Auftritt ihrer Freunde nicht entgehen zu lassen. „Ich kenne die Bandmitglieder von Timeless Rock Music schon seit 20 Jahren vom Campen. Seit vier Jahren weiß ich allerdings erst, dass die eine Band haben. Seitdem reise ich immer mit“, fügt die 50-Jährige Ulla lachend hinzu.

Auch die Bands hörten sich gerne ihre Konkurrenz an. Sängerin Shirley Golightly von Why Amnesia meinte: „Wir hatten hier letztes Jahr unseren ersten Auftritt. Das hat total Spaß gemacht.“ Die 26-Jährige Bochumerin fügt hinzu: „Die freundliche und familiäre Atmosphäre ist klasse.“ Außerdem freue es sie, dass gerade regionale Bands unterstützt würden.