Mülheim. Die Handballer vom HSV Dümpten haben für die nächste Saison einen neuen Trainer gefunden. Der ist in Mülheim kein Unbekannter. Warum zwei andere Wunschkandidaten aber absagten.

Der HSV Dümpten hat einen neuen Trainer für seine Oberliga-Handballer gefunden. Laslo Seke wird zur neuen Saison die Nachfolge von Krzystof Szargiej auf der Bank des HSV antreten. In Dümpten ist Seke kein Unbekannter, war er doch jahrelang als Spieler für die „Rothosen“ aktiv.

„Laslo hat seitdem eigentlich immer den Kontakt zum Verein gehalten“, sagt Kevin Michalski, sportlicher Leiter des HSV. So hat sich der ehemalige Rückraumspieler der Dümptener auch selbst ein Stück weit als Coach ins Spiel gebracht. Die Verantwortlichen hat der 53-Jährige dabei schnell von sich überzeugt, nicht nur mit seinem sportlichen Konzept, sondern auch mit seiner positiven Einstellung. „Er brennt für die Sache und steht zu 100 Prozent hinter dem HSV. Das ist Gold wert und das habe ich in anderen Gesprächen so nicht gesehen“, gibt Michalski Einblick in die zurückliegende Trainersuche.

Handball in Mülheim: HSV Dümpten hatte mehrere Trainer-Kandidaten auf der Liste

Seitdem klar war, dass Szargiej sein Engagement beim HSV nicht verlängern wird, hat der sportliche Leiter so einige Gespräche mit möglichen Trainerkandidaten geführt. Er beschreibt die Suche nach dem passenden Coach als anstrengend. Zum einen, weil grundsätzlich nicht besonders viele Kandidaten auf dem Markt waren. Deswegen ist natürlich auch die Konkurrenz – gerade um Trainer mit Erfahrung - groß. „Du musst die Leute dann von dir überzeugen, zum Beispiel mit deiner Kaderplanung“, so Michalski.

2007 noch als Rückraumspieler in Mülheim-Dümpten aktiv: Der heute 53-jährige Laslo Seke übernimmt zur neuen Saison den Trainerposten beim HSV in der Handball-Oberliga.
2007 noch als Rückraumspieler in Mülheim-Dümpten aktiv: Der heute 53-jährige Laslo Seke übernimmt zur neuen Saison den Trainerposten beim HSV in der Handball-Oberliga. © preuß | preuß

„Wir hatten zwei Wunschkandidaten, das hat aber nicht funktioniert“, so Michalski. Ein entscheidender Punkt war dabei oftmals die Distanz. Die meisten sind einfach nicht bereit, in ihrer Freizeit drei bis vier Mal in der Woche eine Fahrt von 40 Kilometern und mehr auf sich zu nehmen.

Der sportliche Leiter betont, dass die Entscheidung für Seke – trotz der schwierigen Trainersuche und den vorherigen Absagen – nicht aus der Not geboren war. Denn der Neukirchener ist in der Handballszene absolut angesehen und bringt viel taktisches Verständnis und Know-how mit. Besonders viel Trainererfahrung hat der ehemalige Rückraumwerfer allerdings nicht. „Das macht er allerdings mit seinem Feuer und seinen Ideen wieder wett“, ist Michalski überzeugt. Schon jetzt engagiert sich Seke beim Mülheimer Oberligisten und ist in viele Gespräche – auch mit möglichen neuen Spielern - involviert. Denn die gehen jetzt gerade in die heiße Phase.

Spieler der zweiten Mannschaft wird nächste Saison Co-Trainer der ersten vom HSV Dümpten

Unterstützt wird Seke in der kommenden Saison von Daniel Kiriakou als Co-Trainer. Dieser spielt noch in der HSV-Zweitvertretung, wird dann aber wohl als Aktiver kürzertreten, um sich ganz der neuen Herausforderung an der Seitenlinie des Oberliga-Teams zu widmen. Wie sich die künftigen Aufgaben auf das Trainer-Duo verteilen, steht noch nicht 100-prozentig fest. Dazu wollen sich die beiden Verantwortlichen aber zeitnah abstimmen. „Ich habe eigentlich schon immer gesagt, dass es einen Co-Trainer braucht und mit den beiden passt es perfekt“, sagt Michalski.

Porträtfoto von Kevin Michalski, sportlicher Leiter bei Handball Oberligist HSV Dümpten. Er schaut nachdenklich, den rechten Zeigefinger an die Unterlippe gelegt.
Sprach mit einigen Kandidaten während der Trainersuche: Kevin Michalski, sportlicher Leiter beim HSV Dümpten. © FUNKE Foto Services | Martin Möller

Zusammen haben die beiden die Aufgabe, den HSV weiter in der Oberliga zu etablieren. In der ersten Saison nach dem Aufstieg in die höhere Klasse stehen die Dümptener jedenfalls sehr gut da. Sie haben erst vier Verlustpunkte und belegen damit den zweiten Rang. Allerdings wird Leistungsträger und Spielmacher Matthis Blum die Dümptener zur neuen Saison verlassen und beim Konkurrenten, der HSG Am Hallo, anheuern. Der neue Trainer sieht das gelassen und auch ohne den Mittelmann aus der zweiten Liga viel Potenzial in seiner neuen Mannschaft. Man darf also gespannt sein, welche neuen Ideen Seke und Co-Trainer Kiriakou mitbringen. „Wir freuen uns auf jeden Fall sehr auf die kommende Saison und das neue Trainer-Duo“, sagt Michalski.

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