Essen. Bei dem Namen Givanildo Vieira de Souza ist man geneigt, an einen grazilen Balletttänzer zu denken. Alles andere trifft zu. Denn der Givanildo Vieira de Souza, der in Brasiliens Nationalteam spielt, trägt den Künstlernamen “Hulk“. Und das ist bei ihm nicht nur Name, sondern Programm.

„Der hat nen Schuss wie ein Gaul“, sagt der Kollege, und das ist wohl ein Kompliment, so unter Männern. Aber was wollen wir auch erwarten von einem, der sich selbst „Hulk“ nennt – und der auch so aussieht?

Dabei hat der Jung doch so einen klingenden Namen: Givanildo Vieira de Souza. Damit hätte er auch schön im Ballett anfangen können. Wollte er aber nicht. Lieber wollte er Fußball spielen – klar, er ist ja Brasilianer. „Körperbetont“ ist seine Spezialität, knallhart sein Schuss. Womit wir wieder beim Namen wären.

Schön zu seiner Zeit beim FC Porto ganz gut in Form: Bei dem Namen Givanildo Vieira de Souza alias Hulk.
Schön zu seiner Zeit beim FC Porto ganz gut in Form: Bei dem Namen Givanildo Vieira de Souza alias Hulk. © Imago

Wie sein Namenspatron ist der Hulk ein richtiger Kerl, einer mit Muckis und vollem Haar. Ein großes Ego hat er auch, sieht sich selbst in einer Reihe mit Cristiano Ronaldo und Messi. Anders als sein grüner Namenspatron soll Givanildo aber keiner radioaktiven Strahlung zum Opfer gefallen sein. Es ist auch nicht zu vermuten, dass der Linksfuß sich abseits des Spielfelds in einen sensiblen, aber genialen Nuklearphysiker verwandelt. Wahrscheinlich ist hingegen, dass wir während dieser WM ein, zwei Mal seine definierten Bauchmuskeln zu sehen bekommen. Erste Chance: in Grün-Gelb im Eröffnungsspiel gegen Kroatien.