Shanghai. 350 Fans empfangen das Schalke-Team bei ihrer Ankunft in China. Kehrer, Bentaleb & Co. gaben erst Fingerabrücke, danach Plüsch-Erwins.

Als Lufthansa-Flug LH 0732 gegen 15 Uhr Ortszeit auf dem Flughafen Shanghai-Pudong aufsetzte, da schüttelte es die Schalker Insassen einmal kurz durch. Die vollbesetzte Maschine driftete bei der Landung einmal nach links, einmal nach rechts und rollte danach sicher zur zugeteilten Position auf dem Rollfeld. Beim etwas rumpeligen Landeanflug hatte es kurz zuvor einen Servierwagen der Stewardessen in der Bordküche umgehauen.

Schalke-Tross von 350 Fans empfangen

„Es hat ganz schön geruckelt. Ich bin froh, dass wir gut runtergekommen sind“, befand Trainer Domenico Tedesco nach dem Erreichen des Flughafengebäudes, wo er sich an den neu eingeführten Scannern anstellte. Dort musste Tedesco genau wie Naldo, Thilo Kehrer & Co. vor der eigentlichen Visa-Kontrolle zunächst vier Finger der linken Hand, dann vier Finger der rechten Hand und anschließend beide Daumen auf ein Scan-Feld drücken. Mit einem ausgedruckten O.K.-Beleg ging es dann weiter zum nächsten Schalter.

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Als alle Schalker Spieler und Verantwortlichen die vom chinesischen Sicherheitspersonal freundlich durchgeführten Kontrollen passiert hatten, konnten bereits die Koffer am Band 29 eingesammelt werden. Sofort danach ging es in die Ankunftshalle des Flughafens, wo der königsblaue Tross von 350 Fans freudestrahlend empfangen wurde.

Fährmann besonders begehrt bei den Fans

Kapitän Ralf Fährmann war wie schon im Vorjahr besonders umringt. Der chinesische Fan steht auf groß und blond. Auch Daniel Caligiuri stand für unzählige Selfies sowie Autogramme zur Verfügung, zum Teil kletterten mehrere Kinder an Caligiuri hoch. Für Nabil Bentaleb und Benjamin Stambouli lief es nicht ganz so stürmisch, aber ebenfalls herzlich ab. Bentaleb verschenkte sofort auf den ersten Metern eine Plüsch-Ausgabe von Maskottchen Erwin an einen hüpfenden Jungen.

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Die Sicherheitskräfte hatten durchaus ihre Mühe, den Schalkern den Weg Richtung Teambus freizuhalten. Nach rund zweistündiger Fahrt kam der Vizemeister in seinem Fünf-Sterne-Quartier mit Seeblick in Kunshan an. „Am Anreisetag ging es für uns nach elf Stunden Flug darum, erst einmal anzukommen, etwas zu relaxen“, so Reisemarschall Bodo Menze, „die China-Reise ist für uns von doppelter Bedeutung. Zum einen geht es darum, in dem Land erneut Präsenz zu zeigen. Zum anderen geht es darum, die Zusammenarbeit mit unserem Kooperationspartner Hebei Fortune zu intensivieren. Das ist eine schöne Verzahnung.

"Wollen hier etwas aufbauen"

Menze, der bereits zum vierten Mal im Reich der Mitte ist, schiebt nach: „Wir haben den Anspruch, nicht nur mal schnell durch China zu huschen, sondern wir wollen hier etwas aufbauen. Es geht um Nachhaltigkeit.“ Am Mittwoch tritt die Mannschaft erstmals öffentlich auf dem Platz in Erscheinung. Um 4.30 Uhr deutscher Zeit (10.30 Uhr Ortszeit) lässt Domenico Tedesco den Ball rollen.