Gelsenkirchen. . Ralf Fährmann nennt als Ziel die Entwicklung auf Schalke – und nicht das Verteidigen von Rang zwei. „Vier Punkte auf Platz fünf sind gar nichts.“

Ralf Fährmann hat die Kritik an der gegenwärtigen Minimalisten-Spielweise der Schalker Mannschaft als „traurig“ zurückgewiesen. Auf WAZ-Nachfrage sagte er am Dienstag: „Fußball ist ein Ergebnissport, das ist nicht immer schön anzusehen. Wir spielen gerade am absoluten Limit, holen alles raus, was bei uns im Kader ist. Dann kannst du nicht immer ein Fußballfest wie der FC Barcelona feiern, sondern musst dich auf deine Stärken berufen. Wer anderen Fußball sehen will, der muss in ein anderes Stadion gehen.“

Nur eine schöne Bestätigung

Schalke habe noch nicht die Qualität, die Gegner „einfach mal an die Wand zu spielen“. Dem Kapitän ist zweierlei wichtig: Die Ergebnisse und die Entwicklung der Mannschaft. Beides sieht er in dieser Saison als gegeben an. Dass Schalke jetzt auf Platz zwei steht, sei eine schöne Bestätigung, „aber wir wissen das einzuschätzen“. Angesprochen auf die vier Punkte Vorsprung zum ersten Nicht-Champions-League-Platz entgegnete Fährmann: „Vier Punkte auf Platz fünf sind gar nichts.“

Deswegen will der Kapitän die Qualifikation für die Königsklasse auch noch nicht zum Ziel ausrufen: „Wir haben in dem Dreivierteljahr eine enorme Entwicklung genommen, und unser Ziel ist es, diese Entwicklung weiter fortzuführen. Da spielt es jetzt gar nicht so eine große Rolle, auf welchem Tabellenplatz man gerade ist“, erklärt Fährmann: „Natürlich nehmen wir Tabellenplatz Nummer zwei gerne mit, aber es ist nicht unser Ziel, den bis zum Saisonende zu verteidigen. Unser Ziel muss es vielmehr sein, dass wir uns weiterentwickeln, dass jeder einzelne Spieler besser wird, dass wir variabler werden und uns in allen Bereichen verbessern, um dann in ein paar Jahren ständig oben mitzuspielen.“